Robert Runcie

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Robert Runcie
Grabmal von Robert Runcie bei St. Albans

Robert Alexander Kennedy Runcie, Baron Runcie of Cuddesdon MC PC (* 2. Oktober 1921 in Liverpool; † 1. Juli 2000 in St Albans) war von 1980 bis 1991 Erzbischof von Canterbury und Primas der Church of England.

Leben[Bearbeiten]

Der Sohn eines Elektroingenieurs und ehemaliger Presbyterianer diente während des Zweiten Weltkriegs als Panzerkommandant bei den Scots Guards und wurde 1945 mit dem Military Cross ausgezeichnet. 1951 wurde er zum Priester geweiht und 1970 zum Bischof von St. Albans ernannt. Robert Runcie galt als passionierter Schweinezüchter.

Wahl zum Erzbischof von Canterbury[Bearbeiten]

Seine Wahl stellte einen Bruch mit den Traditionen dar, weil in der Regel der Erzbischof von York in dieses Amt gewählt wird, doch der damalige Inhaber dieses Postens, Stuart Blanch, hatte eine Wahl abgelehnt.

Internationale Bekanntheit[Bearbeiten]

Er wurde vor allem über die Grenzen der Anglikanischen Kirche bekannt, indem er am 29. Juli 1981 in der Londoner Saint Paul's Cathedral den Vermählungsgottesdienst des Prince of Wales mit Lady Diana Spencer leitete.

House of Lords[Bearbeiten]

Runcie war von 1973 bis 1991 als geistlicher Lord Mitglied des House of Lords. Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des Erzbischofs von Canterbury wurde er 1991 zum Life Peer erhoben und konnte so bis zu seinem Tod im Jahr 2000 Mitglied des Oberhauses bleiben.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ernst Christian Schütt: Chronik 1979. Chronik Verlag, Gütersloh 1992, ISBN 3-611-00172-4, S. 40

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Edward Jones Bischof von Saint Albans
1970–1980
John Bernard Taylor
Frederick Donald Coggan Erzbischof von Canterbury
1980–1991
George Leonard Carey