Erzbischof von Canterbury

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Der Erzbischof von Canterbury, Primas von ganz England, ist das geistliche Oberhaupt der Kirche von England und Ehrenoberhaupt der anglikanischen Kirchengemeinschaft.

Sein Bischofssitz ist die Kathedrale von Canterbury, seine offizielle Londoner Residenz der Lambeth Palace. Seit dem Bruch Heinrichs VIII. mit der Römisch-Katholischen Kirche werden die Erzbischöfe von Canterbury vom englischen König eingesetzt. Heute schlägt der Premierminister dem Monarchen einen von zwei Kandidaten vor, auf die sich ein aus Geistlichen und Laien bestehendes Komitee zuvor geeinigt hat. Dass die Krone den Vorschlag des Premiers ablehnt, kommt nicht mehr vor.

Der derzeitige, 104. Erzbischof von Canterbury, Rowan Douglas Williams, war zuvor Erzbischof von Wales und ist der Nachfolger von George Leonard Carey. Der erste Erzbischof von Canterbury war der heilige Augustinus von Canterbury, den Papst Gregor der Große im Jahr 597 nach Kent entsandte. Das Erzbistum Canterbury wird daher als „Stuhl des heiligen Augustinus“ bezeichnet.

Der Erzbischof nimmt verschiedene Aufgaben wahr. Er ist u.a:

Wegen der vielfältigen Verantwortlichkeiten berief Erzbischof Rowan Williams kürzlich eine Gutachterkommission ein, die über eine Aufgabenteilung beriet. Einer ihrer Vorschläge sieht die Berufung eines „Bischofs in Canterbury“ vor, der die Aufgaben innerhalb der Diözese übernehmen soll. Ein ähnliches Arrangement gibt es z.B. für die Diözese Rom. Dort übergibt der Papst die Leitung der Amtsgeschäfte der Diözese einem eigens berufenen Kardinalvikar.

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