Rolf Schübel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Rolf Schübel (* 11. November 1942 in Stuttgart) ist ein deutscher Filmregisseur und er drehte Dokumentar-[1] und Spielfilme. Er lebt und arbeitet in Hamburg, gehört mittlerweile zu den renommierten deutschen Film- und Fernsehregisseuren und bekam zahlreiche Filmpreise, sowie internationale Auszeichnungen.[2]

Leben[Bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten]

Rolf Schübel studierte Literaturwissenschaft und Soziologie in Tübingen und Hamburg. Nach seiner Begegnung mit dem Filmemacher Theo Gallehr arbeiteten sie zunächst unter dem Firmennamen Cinecollectiv zusammen. Zu ihren gemeinsamen Dokumentarfilmen für den WDR und NDR gehören beispielsweise Der deutsche Kleinstädter (1968) und Rote Fahnen sieht man besser (1972),[3][4] die jeweils mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet wurden. 1972 gründete Rolf Schübel seine eigene Filmproduktion. Zu den filmischen Höhepunkte aus seinen 1980er Jahren gehören Nachruf auf eine Bestie (1983) und Der Indianer (1987). Ersterer handelt über den Kindermörder Jürgen Bartsch und der zweite über einen an Kehlkopfkrebs erkrankten Mann, der auf einer autobiographischen Erzählung basiert.[5]

Spielfilme[Bearbeiten]

Nach 25 weiteren Dokumentarfilmen entwickelte sich Rolf Schübel mit nachweisbarer Konsequenz in Richtung Spielfilm,[6] ehe er dann 1990 mit Das Heimweh des Walerjan Wróbel seinen ersten Spielfilm drehte. Es folgten so bekannte Filme wie Ein Lied von Liebe und Tod – Gloomy Sunday (1999),[7] Blueprint (2003)[8] oder Zeit der Wünsche (2005),[9] die ihn international bekannt machten. Seit den 1990er Jahren hat Rolf Schübel auch zahlreiche Fernsehspiele[10] gedreht, zuletzt für einige Folgen des Tatorts im Ersten: 2006 Aus der Traum und 2007 Der Tote vom Straßenrand.[11] [12]

Filmpreise[Bearbeiten]

Rolf Schübels Filme erhielten mehrmals das Prädikat „besonders wertvoll“. Zudem ist er Träger des Preises der Deutschen Filmkritik (FIPRESCI, zusammen mit Theo Gallehr 1971 und 1972; sowie 1975 und 1984), des Hessischen und Bayerischen Filmpreises (1991 und 2000), des Deutschen Filmpreises (1988, 1991, 1999 und 2000), des DAG-Preises (1991 und 1998), mehrerer Festivalpreise (Paris und Belfast 1993 und 2000 Las Palmas, Sao Paulo, Saint Louis und Jerusalem) und des Grimme-Preises (2005).[13][14][15] Seit 1996 ist er Mitglied der Akademie der Künste in Berlin (Sektion Film- und Medienkunst). Zudem ist er Gründungsmitglied der AG Dok, des Europäischen Dokumentarfilminstituts (EDI) und des Hamburger Filmbüros.[16]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rolf Schübel AGDOG-Mitglied
  2. Rolf Schübel, Preise Akademie der Künste Berlin
  3. Rolf-Schuebel, Filmografie (PDF; 36 kB)
  4. Rote Fahnen sieht man besser. NRW, Chronik, 1971
  5. Rolf Schübel prisma-Porträt
  6. Über Rolf Schübel
  7. Ein Lied von Liebe und Tod – Gloomy Sunday in der Internet Movie Database (englisch)
  8. Blueprint in der Internet Movie Database (englisch)
  9. Zeit der Wünsche (TV) in der Internet Movie Database (englisch)
  10. Rolf-Schuebel, Kino- und Fernsehfilme (PDF; 36 kB)
  11. Rolf Schübel SR-Online
  12. Rolf Schübel Tatort-Fundus
  13. Deutscher Filmpreis, 1988, 1991, 2000
  14. Robert Geisendörfer Preis. Kategorie: ZDF-Fernsehspiel I – 1998
  15. Deutscher Filmpreis, Bester Hauptdarsteller, Joachim Król, 2000 in Gloomy Sunday
  16. Rolf Schübel, Vita, Filme und Preise Akademie der Künste Berlin