Ronnbergia

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Ronnbergia
Ronnbergia petersii

Ronnbergia petersii

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Bromeliengewächse (Bromeliaceae)
Unterfamilie: Bromelioideae
Gattung: Ronnbergia
Wissenschaftlicher Name
Ronnbergia
E.Morren & André

Ronnbergia ist eine Pflanzengattung aus der Unterfamilie Bromelioideae innerhalb der Familie der Bromeliengewächse (Bromeliaceae). Das Verbreitungsgebiet reicht von Costa Rica bis Kolumbien, nördliches Peru und Brasilien.

Beschreibung[Bearbeiten]

Trichterförmiger Habitus und Blütenstand von Ronnbergia nidularioides von oben mit einer geöffneten Blüte.
Trichterförmiger Habitus und Fruchtstand von Ronnbergia petersii.

Die Ronnbergia-Arten sind epiphytisch und terrestrisch lebende, immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden durch Ausläufer Bestände. Manche Arten sehen Neoregelia-Arten ähnlich. Derbe Laubblätter sitzen an einer gestauchten Sprossachse und bilden Trichter, in denen oft Wasser gesammelt wird. Die einfachen, parallelnervigen, zungenförmigen Laubblätter besitzen glatte bis stachelig gezähnte Blattränder. Bei manchen Arten sind die Laubblätter über der Blattscheide stielartig verschmälert. Die Blattflächen sind einfach grün oder gezeichnet und besitzen auf der Blattunterseite angedrückte Schuppenhaare.

Der Blütenstandsschaft ist oft mehr oder weniger kurz, dadurch überragt bei manchen Arten (beispielsweise Ronnbergia neoregelioides, Ronnbergia nidularioides, Ronnbergia petersii) der Blütenstand den Blatttrichter nicht oder nur wenig. Die Hochblätter sind meist unscheinbar. Der einfache, ährige Blütenstand ist dicht bis locker. Die ungestielten, pentazyklischen (fünf Blütenblattkreise), zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind dreizählig. Die drei meist blauen Kronblätter besitzen an ihrer Basis keine Schüppchen. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen.

Blütenformel: \star \; K_3 \; C_3 \; A_{3+3}  \; G_{\overline{(3)}}

Die bei Reife oft intensiv gefärbten Beeren enthalten zahlreiche Samen. Eine Besonderheit tritt bei Ronnbergia explodens auf, die ihrem Artepitheton recht gibt, da ihre reifen Beeren sich mit einem lauten Knall, also explosionsartig, vom ablösen und die schleimig umhüllten Samen herausspritzen.

Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung Ronnbergia wurde 1874 von Charles Jacques Édouard Morren und Édouard François André in L'illustration horticole, 21, S. 120 mit der Typusart Ronnbergia morreniana Linden & André aufgestellt [1]. Der botanische Gattungsname Ronnbergia ehrt den Direktor für Landwirtschaft und Gartenbau im belgischen Innenministerium Auguste Ronnberg. [2]

Es gibt etwa 14 Ronnbergia-Arten [3]:

In eine ander Gattung gestellt wurde:

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Erstbeschreibung eingescannt bei biodiversitylibrary.org.
  2. Jason R. Grant An Annoted Catalogue of the Generic Names of the Bromeliaceae, In: The Marie Selby Botanical Gardens, 1998. (Herkunft der Gattungsnamen in der Familie der Bromeliaceae in englischer Sprache)
  3. Harry E. Luther: An Alphabetical List of Bromeliad Binomials, 2008 in The Marie Selby Botanical Gardens, Sarasota, Florida, USA. Veröffentlicht durch The Bromeliad Society International.
  4. Ronnbergia campanulata in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2010. Eingestellt von: J. M. Manzanares & N. Pitman, 2003. Abgerufen am 2011-01-30
  5. E.M.C. Leme & L.J.C. Kollmann: New species and a new combination of Brazilian Bromeliaceae, In: Phytotaxa, Volume 16, 2011, S. 1-36.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ronnbergia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien