Neoregelia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Neoregelia
Neoregelia concentrica var. plutonis

Neoregelia concentrica var. plutonis

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Bromeliengewächse (Bromeliaceae)
Unterfamilie: Bromelioideae
Gattung: Neoregelia
Wissenschaftlicher Name
Neoregelia
L.B.Sm.

Neoregelia sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie Bromelioideae, die zur Familie Bromeliengewächse (Bromeliaceae) gehört.

Beschreibung[Bearbeiten]

Neoregelia-Arten wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen. Es sind überwiegend epiphytisch lebende Arten. Derbe Blätter sitzen an einer gestauchten Hauptachse und bilden Trichter, in denen Wasser gesammelt wird. Die parallelnervigen Laubblätter sind leicht bewehrt.

Die Blütenstände besitzen stark gestauchte Achsen und so sitzen alle Blüten in einem „Köpfchen“ zusammen im Trichter im Wasser. Der Name Nidularium war schon für eine weitere Bromelien-Gattung belegt - Nest-Bromelien wäre sonst ein schöner Name für diese Gattung. Das dekorativste an den Neoregelien sind ihre Hochblätter, sie sind einfach die innersten Blätter der Blattrosetten und meist lange Zeit schön rot gefärbt.

Die zwittrigen Blüten sind dreizählig. Die drei Kronblätter sind meistens blau oder weiß.

Die Blütenformel lautet: \star \; K_{(3)} \; oder \; K_3 \; [C_{(3)} \; A_{3+3}]  \; G_{\overline{(3)}}

Es werden Beeren gebildet.

Panaschierte Sorte von Neoregelia carolinae.

Einige Arten und Sorten (es gibt auch Sorten mit panaschierten Blättern) werden in Spezialgärtnereien angebaut und so findet man sie ab und zu in Gartencentern und Blumengeschäften. Sie eignen sich sehr gut als Zimmerpflanzen, da sie sehr einfach zu pflegen sind.

Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung Neoregelia wurde 1934 von Lyman Bradford Smith in Contr. Gray Herb., 104, S. 78 aufgestellt. Die Gattung ist nach dem deutschen Botaniker Eduard August von Regel benannt, aber der Name Regelia war schon für eine Myrtengewächs-Gattung belegt und so musste sie in Neoregelia umbenannt werden. Typusart ist Billbergia meyendorffii Regel: Bot. Zeit., 15, 713, 1857; Regelia meyendorffii (Regel) Lindm. in Öfvers. Förh. Kongl. Svenska Vetensk.-Akad. 47: 543. 1890; Neoregelia carolinae (Beer) L.B.Sm.: Contr. Gray Herb., 124, 9, 1939. [1]

Es gibt etwa 114 Neoregelia-Arten, hier eine vollständige Liste aller Arten, Unterarten und Varietäten nach Luther 2008 [2]:

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Werner Rauh: Bromelien - Tillandsien und andere kulturwürdige Bromelien, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1990, ISBN 3-8001-6371-3 (Neoregelia S. 386-394)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jason R. Grant An Annoted Catalogue of the Generic Names of the Bromeliaceae, In: The Marie Selby Botanical Gardens, 1998, Onlineversion aus Selbyana, 19 (1), 1998, S. 91-121. (Herkunft der Gattungsnamen in der Familie der Bromeliaceae in englischer Sprache)
  2. Harry E. Luther: An Alphabetical List of Bromeliad Binomials, 2008 in The Marie Selby Botanical Gardens, Sarasota, Florida, USA. Veröffentlicht durch The Bromeliad Society International.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Neoregelia – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien