Rudolf Wolf (Astronom)

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Johann Rudolf Wolf

Johann Rudolf Wolf (* 7. Juli 1816 in Fällanden bei Zürich; † 6. Dezember 1893 in Zürich) war ein Schweizer Astronom und Mathematiker. Er war von 1864 bis 1893 erster Direktor der von ihm gegründeten Eidgenössischen Sternwarte.

Leben[Bearbeiten]

Nach seinem Studium wurde Wolf Mathematiklehrer in Bern und 1852 Mathematikprofessor. 1855 ging er als Lehrer und Professor nach Zürich.

Ein bedeutender wissenschaftlicher Beitrag war die genaue Feststellung der Periode von etwa 11 Jahren, innerhalb derer die Anzahl der Sonnenflecken schwankt. 1849 entwickelte er eine Methode, mit der die Sonnenfleckenaktivität erfasst werden kann. Nach ihm wird dieses Maß für die relative Häufigkeit der Sonnenflecken auch als Wolf'sche Relativzahl bezeichnet. 1852 stellten er und andere unabhängig voneinander fest, dass der Zyklus der Sonnenfleckenaktivität mit dem des Erdmagnetfeldes übereinstimmt. Wolf stellte seine umfassenden Polarlichtdaten seinem Freund Hermann Fritz zur Verfügung, die diesem als Grundlage für sein "Verzeichnis beobachteter Polarlichter" dienten. Aus diesen Zusammenstellungen wurde die Parallelität der solaren-, geomagnetischen und Polarlichttätigkeit abgeleitet.[1]

Wolf war ein sehr produktiver Fachschriftsteller. Noch heute zitiert wird unter anderem seine Geschichte der Vermessungen in der Schweiz.

Schriften[Bearbeiten]

Ehrungen[Bearbeiten]

Die Naturforschende Gesellschaft zu Emden ernannte Johann Rudolf Wolf 1870 zum korrespondierenden Ehren-Mitglied.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wilfried Schröder: Das Phänomen des Polarlichts, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, 1984