Russell-Einstein-Manifest

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Das Russell-Einstein-Manifest oder die Russell-Einstein-Erklärung [1] bezeichnet ein hauptsächlich von Bertrand Russell im Jahr 1955 in London verfasstes und am 9. Juli 1955 publiziertes Manifest über die Folgen eines Einsatzes von Nuklearwaffen. Das Manifest wurde neben Bertrand Russell von zehn weiteren namhaften Wissenschaftlern unterzeichnet und legte den Grundstein für die Pugwash-Konferenz.

Kernaussagen[Bearbeiten]

  • Die Menschheit sollte sich bewusst werden, dass mit dem Einsatz von Wasserstoffbomben nicht „nur“ Städte ausgelöscht werden, sondern die Existenz der gesamten Menschheit bedroht wird.
  • Die massive Dezimierung der Bestände an Nuklearwaffen wäre ein wichtiger erster Schritt zum Abbau von internationalen Spannungen.
  • Nur durch die Rückbesinnung auf die eigene Menschlichkeit und die bewusste Entscheidung gegen bewaffnete Konflikte kann der Fortbestand der Menschheit gesichert werden.

Zitate[Bearbeiten]

We shall try to say no single word which should appeal to one group rather than to another. All, equally, are in peril, and, if the peril is understood, there is hope that they may collectively avert it.

Sinngemäße Übersetzung:

Wir werden versuchen, kein einziges Wort zu äußern, welches der einen Seite mehr gefällt als der anderen. Alle sind gleichermaßen in Gefahr, und wenn die Gefahr verstanden wird, gibt es Hoffnung, dass wir sie gemeinsam abwenden können.

It is feared, that if many H-bombs are used there will be universal death, sudden only for a minority, but for the majority a slow torture of disease and disintegration.

Sinngemäße Übersetzung:

Es wird befürchtet, dass beim Einsatz vieler Wasserstoffbomben weltweit Menschen sterben werden, davon nur eine Minderheit sofort, die Mehrheit jedoch langsam und qualvoll an Krankheit und Verfall.

Unterzeichnung[Bearbeiten]

Folgende Wissenschaftler haben das Manifest unterzeichnet:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Götz Neuneck und Michael Schaaf (Hrsg.): Zur Geschichte der Pugwash-Bewegung in Deutschland, Publikation des Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin 2005.

Weblinks[Bearbeiten]