Otto Hahn

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Dieser Artikel behandelt den Chemiker und Nobelpreisträger Otto Hahn; zu anderen Personen und dem Schiff dieses Namens siehe Otto Hahn (Begriffsklärung).
Otto Hahn (1938)
Unterschrift von Otto Hahn
Briefmarke der Deutschen Bundespost, 1979

Otto Hahn (* 8. März 1879 in Frankfurt am Main; † 28. Juli 1968 in Göttingen) war ein deutscher Chemiker, Pionier der Radiochemie, Entdecker zahlreicher Isotope, heute Nuklide genannt (1905–1921), des Protactiniums (1917), der Kernisomerie beim „Uran Z“ (1921) und der Kernspaltung des Urans (1938), wofür ihm 1944 der Nobelpreis für Chemie verliehen wurde.

Er gilt allgemein als einer der bedeutendsten Chemiker der Geschichte und insbesondere als „Vater der Kernchemie“ – ein Begriff, der u. a. von Glenn T. Seaborg und amerikanischen Wissenschaftlern geprägt wurde.[1]

Von 1928 bis 1946 war Otto Hahn Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts (KWI) für Chemie in Berlin, von 1946 bis 1948 der letzte Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (KWG) sowie Gründer und von 1948 bis 1960 erster Präsident der aus der KWG hervorgegangenen Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften. Seit den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki 1945 gehörte er zu den schärfsten Kritikern der nuklearen Aufrüstung der Großmächte und der durch unkontrollierte Atomtests fortschreitenden radioaktiven Verseuchung der Erde. Dagegen setzte er sich wiederholt für die friedliche Nutzung der Kernenergie ein.[2] Otto Hahn wurde zudem einer der aktivsten Vorkämpfer für globale Völkerverständigung und internationale Entspannungspolitik.[3]

Kindheit[Bearbeiten]

Otto Hahn wurde am 8. März 1879 als jüngster Sohn des Glasermeisters und Unternehmers Heinrich Hahn (1845–1922, „Glasbau Hahn“) und dessen Frau Charlotte Hahn geb. Giese (1845–1905) in Frankfurt am Main geboren. Er verlebte zusammen mit seinen Brüdern Karl, Heiner und Julius eine behütete Kindheit. Mit etwa 15 Jahren begann er sich in besonderer Weise für Chemie zu interessieren und unternahm in der Waschküche einfache chemische Experimente. Der Vater, durch innovative Ideen, Fleiß und Sparsamkeit zu Wohlstand gekommen, hätte Otto Hahn gern als Architekten gesehen, da er mehrere Wohn- und Geschäftshäuser gebaut oder erworben hatte. Aber er ließ sich überzeugen, dass sein Sohn Otto beabsichtigte, die Laufbahn eines Industriechemikers einzuschlagen.

Ausbildung[Bearbeiten]

Nach dem Abitur an der Klinger-Oberrealschule in Frankfurt am Main begann Hahn 1897 an der Universität Marburg sein Studium der Chemie und Mineralogie, als Nebenfächer belegte er Physik und Philosophie. Hier wurde Hahn Mitglied im Naturwissenschaftlich-Medizinischen Verein Studierender zu Marburg, einer naturwissenschaftlichen Studentenverbindung und Vorläuferin der heutigen Landsmannschaft Nibelungia. Das dritte und vierte Semester verbrachte er bei Adolf von Baeyer an der Universität München. 1901 promovierte Hahn in Marburg mit einer Dissertation über „Bromderivate des Isoeugenols“, ein Thema aus der klassischen organischen Chemie. Nach Ende seines einjährigen Militärdienstes blieb der junge Chemiker noch zwei Jahre lang als Assistent seines Doktorvaters, Geheimrat Theodor Zincke, an der Universität Marburg.

Frühe Entdeckungen[Bearbeiten]

Hahn strebte eine Tätigkeit in der Industrie an. Aus diesem Grund und zur Verbesserung seiner Sprachkenntnisse wechselte er 1904 an das University College London und wurde Mitarbeiter von Sir William Ramsay, dem berühmten Entdecker der Edelgase. Hier beschäftigte sich Hahn mit dem seinerzeit noch jungen Gebiet der Radiochemie. Bei der Arbeit mit Salzen des Elements Radium entdeckte Hahn 1905 das Radiothorium, nach damaligen Vorstellungen ein neues radioaktives chemisches Element. Tatsächlich war es aber ein damals noch unbekanntes Isotop des schon bekannten Elements Thorium, 228Th. Die Begriffe Isotopie und Isotop wurden aber erst 1913 von Frederick Soddy geprägt. Im Herbst 1905 wechselte Hahn an die McGill-Universität in Montreal, Kanada, um bei Sir Ernest Rutherford seine Kenntnisse zu vertiefen. Hier entdeckte Hahn (nach damaliger Terminologie) die radioaktiven chemischen Elemente Thorium C (heute: das Poloniumisotop 212Po), Radium D (das Bleiisotop 210Pb) und Radioactinium (das Thoriumisotop 227Th).

Forschung in Berlin[Bearbeiten]

Otto Hahn und Lise Meitner im Labor, KWI für Chemie, Berlin, 1913
Gedenktafel am Haus, Hessische Straße 1, in Berlin-Mitte

Im Sommer 1906 kehrte er nach Deutschland zurück und wurde Mitarbeiter am I. Chemischen Institut der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin bei Emil Fischer, der Hahn eine „Holzwerkstatt“ im Chemischen Institut als eigenes Labor zur Verfügung stellte.[4] Dort entdeckte Hahn in wenigen Monaten – mit äußerst primitiven Apparaturen – das Mesothorium I, das Mesothorium II und – unabhängig von Boltwood – die Muttersubstanz des Radiums, das Ionium. Das Mesothorium I (das Radiumisotop 228Ra) erlangte in den folgenden Jahren eine große Bedeutung, da es sich – ähnlich dem Curieschen Radiumisotop 226Ra – hervorragend für die medizinische Strahlentherapie eignete, mit dem großen Vorteil, dass es in der Herstellung nur die Hälfte kostete. Für die Entdeckung des Mesothoriums I wurde Otto Hahn 1914 erstmals von Adolf von Baeyer für den Chemie-Nobelpreis vorgeschlagen.

Im Juni 1907 habilitierte sich Hahn an der Universität Berlin. Am 28. September 1907 lernte er die Physikerin Lise Meitner kennen, die von Wien nach Berlin gewechselt war. Hier begann die 30 Jahre lang dauernde Zusammenarbeit und lebenslange innige Freundschaft der beiden Wissenschaftler.

Nachdem die Physikerin Harriet Brooks 1904 zum ersten Mal den radioaktiven Rückstoß beobachtet, aber falsch gedeutet hatte, gelang es erst Otto Hahn 1908/1909, den Rückstoß bei der \alpha-Umwandlung nachzuweisen und richtig zu interpretieren. Der Physiker Walther Gerlach kommentierte rückblickend:

„… eine grundsätzlich-bedeutungsvolle physikalische Entdeckung mit weittragenden Folgen für die weitere Klärung der radioaktiven Umwandlung. – Der radioaktive Rückstoss brachte nicht nur den Beweis, dass für den damals prinzipiell noch nicht verstehbaren radioaktiven Zerfallsvorgang (man wusste noch nichts von einem Atomkern!), welchen Hahn nun so anschaulich ein ‚Zerplatzen eines Atoms‘ nennt, die mechanischen Grundsätze von Energie und Impuls gelten.“

In der Folgezeit wurden von Hahn und Meitner mit der von ihnen neu entwickelten „Rückstoßmethode“ mehrere neue radioaktive Substanzen entdeckt, unter anderem die Isotope 214Po, 207Tl, 208Tl und 210Tl.

1910 wurde Hahn zum Professor ernannt, 1912 übernahm er die radiochemische Abteilung im neugeschaffenen Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie in Berlin-Dahlem (heute „Hahn-Meitner-Bau“ der Freien Universität Berlin, Thielallee 63). Als Nachfolger von Alfred Stock war er dann von 1928 bis 1946 Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Chemie. Bereits 1924 wurde Hahn zum Ordentlichen Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin ernannt (auf Vorschlag von Einstein, Haber, Planck, Schlenk und von Laue).

Marmortafel zur Erinnerung an Otto Hahns Hochzeitsreise, Punta San Vigilio, Gardasee, 1913

Nachdem Otto Hahn anlässlich einer Tagung in Stettin im Juni 1911 die Kunststudentin Edith Junghans kennengelernt hatte, heiratete das Paar am 22. März 1913 in Ediths Geburtsstadt Stettin, wo der Vater, Justizrat Paul Junghans, bis zu seinem frühen Tode 1915 Präsident des Stadtparlamentes war. Aus der Ehe ging 1922 als einziger Sohn der spätere Kunsthistoriker und Architekturforscher (an der Hertziana in Rom) Hanno Hahn hervor, der 1960 zusammen mit seiner Frau und Assistentin Ilse Hahn auf einer Studienreise in Frankreich tödlich verunglückte. Sie hinterließen einen 14-jährigen Sohn, Dietrich Hahn. Zum Gedächtnis an Hanno und Ilse Hahn und zur Förderung junger begabter Kunsthistoriker(innen) wurde im Jahre 1990 der inzwischen international angesehene Hanno-und-Ilse-Hahn-Preis für hervorragende Verdienste um die italienische Kunstgeschichte geschaffen, der alle zwei Jahre vom Kuratorium der Bibliotheca Hertziana in Rom verliehen wird.

Während des Ersten Weltkrieges wurde Otto Hahn (u. a. mit James Franck, Gustav Hertz und Wilhelm Westphal) zum Militär eingezogen und diente als Offizier in der von Fritz Haber geleiteten Spezialeinheit für chemische Kriegsführung. Diese entwickelte, testete und produzierte Giftgas für Kriegszwecke an beiden Fronten. Für seine militärischen Verdienste erhielt Hahn die Hessische Tapferkeitsmedaille, das Eiserne Kreuz 1. und 2. Klasse, den Königlich Sächsischen Albrechtsorden sowie das Ritterkreuz des Königlichen Hausordens von Hohenzollern. Noch während des Krieges, seit Dezember 1916, nachdem er wieder nach Berlin versetzt worden war, nahm Hahn seine Arbeit am Institut wieder auf. 1917/18 isolierte er mit Lise Meitner eine langlebige Aktivität, sie nannten das Element Proto-Actinium. 1913 hatten Fajans und Göring eine kurzlebige Aktivität aus Uran isoliert (UX2) und das Element Brevium genannt. Die beiden Aktivitäten sind unterschiedliche Isotope des gleichen Elements Nr. 91, das 1949 von der IUPAC Protactinium genannt wurde. Hahn und Meitner wurden endgültig als Entdecker bestätigt.

Taschenkalender Otto Hahns
Versuchsaufbau, mit dem Otto Hahn und Fritz Strassmann am 17. Dezember 1938 in Berlin die Kernspaltung entdeckten (Deutsches Museum, München)

Im Februar 1921 veröffentlichte Otto Hahn die erste Mitteilung über seine Entdeckung des Uran Z. Es ist die Entdeckung der Kernisomerie, …

„… eine für die Kernphysik später sehr bedeutungsvoll werdende, damals unverständliche Entdeckung …“

…, wie Walther Gerlach sie beschrieb. Denn erst 1936 gelang es Carl Friedrich von Weizsäcker, das Phänomen der Kernisomerie theoretisch zu erklären. Auch für diese Entdeckung, deren volle Bedeutung doch einige wenige erkannten, wurde Hahn 1923, unter anderem von Max Planck, für den Chemie-Nobelpreis vorgeschlagen.

In den 1920er Jahren schuf sich Otto Hahn ein neues Arbeitsgebiet: Mit der von ihm neuentwickelten „Emaniermethode“ und dem „Emaniervermögen“ begründete er die „Angewandte Radiochemie“ zur Erforschung allgemeiner chemischer und physikalisch-chemischer Fragen. „Applied Radiochemistry“ ist der Titel seines in englischer (und später in russischer) Sprache erschienenen Lehrbuches, das die 1933 von Hahn während seiner Gastprofessur an der Cornell University in Ithaca, New York (USA) gehaltenen Vorlesungen enthält.

Glenn T. Seaborg, der Mitentdecker zahlreicher Transuran-Elemente und damalige Präsident der United States Atomic Energy Commission, schrieb 1966 im Vorwort der amerikanischen Ausgabe von Hahns wissenschaftlicher Autobiographie:

„Mitte der 30er Jahre, sowie in Verbindung mit unserer Arbeit mit Plutonium einige Jahre später, benutzte ich sein Buch ‚Applied Radiochemistry‘ als meine Bibel.
[…]
Ich denke, es ist gerecht, Otto Hahn als den Vater der Radiochemie und der daraus entstandenen modernen ‚Kernchemie‘ zu bezeichnen.“[1]

Die Entdeckung der Kernspaltung[Bearbeiten]

Hauptartikel: Entdeckung der Kernspaltung

Gemeinsam mit Lise Meitner und seinem Assistenten Fritz Straßmann setzte Hahn die Forschungsarbeiten fort, die der italienische Physiker Enrico Fermi durch den Beschuss von Uran mit Neutronen 1934 begonnen hatte. Bis 1938 glaubten alle Wissenschaftler, dass die Elemente mit Ordnungszahlen größer als 92 (die so genannten Transurane) entstehen, wenn man Uranatome mit Neutronen beschießt. Eine Ausnahme stellte die Chemikerin Ida Noddack dar. Sie nahm den Paradigmenwechsel von 1938/39 vorweg, indem sie in Angewandte Chemie (Nr. 47, Jg. 1934) mutmaßte:

„Es wäre denkbar, dass bei der Beschießung schwerer Kerne mit Neutronen diese Kerne in mehrere größere Bruchstücke zerfallen, die zwar Isotope bekannter Elemente, aber nicht Nachbarn der bestrahlten Elemente sind.“

Aber kein Physiker griff die noddacksche Hypothese auf und überprüfte sie, auch Ida Noddack selbst nicht. Der Zerfall schwerer Atomkerne in leichtere Elemente galt als ausgeschlossen.

Am 13. Juli 1938 emigrierte Lise Meitner mit Hahns Hilfe und in Begleitung des holländischen Chemikers Dirk Coster von Berlin illegal über die Niederlande nach Schweden, da sie durch den Anschluss Österreichs an Deutschland im März 1938 ihre österreichische Staatsbürgerschaft verloren hatte und wegen ihrer jüdischen Abstammung in besonderer Weise gefährdet war. Als Otto Hahn und Fritz Straßmann im Dezember 1938 in einer mit Neutronen bestrahlten Uranprobe nach Transuranen suchten, fanden sie Spuren des Elements Barium. Zum Nachweis diente ein organisches Bariumsalz des jüdischen Chemikers Wilhelm Traube, dessen spätere Verhaftung und Ermordung Hahn vergeblich zu verhindern suchte. Aufgrund des entscheidenden Experiments am 17. Dezember 1938 – der berühmten „Radium-Barium-Mesothorium-Fraktionierung“ – schloss Otto Hahn auf ein „Zerplatzen“ des Urankerns in mittelschwere Atomkerne. Dies war die Entdeckung der Kernspaltung. Hahns und Straßmanns radiochemische Ergebnisse wurden am 6. Januar 1939 in der Zeitschrift Die Naturwissenschaften veröffentlicht und waren der unwiderlegbare Beweis (der durch Berechnungen der bei der Reaktion beteiligten Energien bestätigt wurde), dass das Uran in kleinere, aus leichteren Elementen bestehende Bruchstücke gespalten worden war.[3]

In ihrer zweiten Veröffentlichung vom 10. Februar 1939,[5] in der sie erstmals den Begriff „Uranspaltung“ verwendeten, sagten Hahn und Straßmann voraus, dass bei dem Spaltungsvorgang „mehrere zusätzliche Neutronen freigesetzt werden könnten“ – ein Vorgang, der später von Frédéric Joliot, Hans von Halban und Lew Kowarski experimentell bestätigt und als „Kettenreaktion“ verifiziert wurde. Am 11. Februar 1939 – Otto Hahn hatte Lise Meitner über seine radiochemischen Experimente brieflich vorab informiert – lieferten Lise Meitner und ihr inzwischen ebenfalls nach Schweden emigrierter Neffe Otto Robert Frisch eine erste theoretisch-physikalische Erklärung der Kernspaltung in der englischen Zeitschrift Nature. Frisch prägte dabei den Begriff „nuclear fission“ (Kernspaltung), der in der Folgezeit international anerkannt wurde.

In einer späteren Würdigung schrieb Lise Meitner:

„Die Entdeckung der Kernspaltung durch Otto Hahn und Fritz Straßmann hat ein neues Zeitalter in der Geschichte der Menschheit eröffnet. Die dieser Entdeckung zugrunde liegende wissenschaftliche Leistung scheint mir darum so bewundernswert, weil sie ohne jede theoretische Wegweisung auf rein chemischem Weg erreicht worden ist.“

In einem ARD-Interview (am 8. März 1959) ergänzte sie:

„Es gelang mit einer ungewöhnlich guten Chemie von Hahn und Straßmann, mit einer phantastisch guten Chemie, die zu dieser Zeit wirklich niemand anderer gekonnt hat. Später haben’s die Amerikaner gelernt. Aber damals waren wirklich Hahn und Straßmann die einzigen, die das überhaupt machen konnten, weil sie so gute Chemiker waren. Sie haben wirklich mit der Chemie einen physikalischen Prozeß sozusagen nachgewiesen.“[6]

Fritz Straßmann erwiderte in demselben Interview präzisierend:

„Frau Professor Meitner hat erklärt, daß der Erfolg auf die Chemie zurückzuführen ist. Ich muß sie etwas korrigieren. Denn die Chemie hat lediglich zustande gebracht eine Isolierung der einzelnen Substanzen, aber nicht eine genaue Identifizierung. Um das durchzuführen, war die Methode von Herrn Professor Hahn notwendig. Das ist also sein Verdienst.“[3]

Und in ihrem Artikel ' Otto Hahn - der Entdecker der Uranspaltung ' (1955) hob Lise Meitner explizit hervor:

„Hahns folgenreichste Leistung ist zweifellos die Entdeckung der Uranspaltung, die zur Erschliessung einer fast unerschöpflichen Energiequelle mit sehr eingreifenden Anwendungsmöglichkeiten - zum Guten oder Bösen - geführt hat. Wie sehr Hahn die Beschränkung auf friedliche Ausnutzung der Atomenergie am Herzen liegt, geht aus vielen seiner Reden und Vorträge hervor.“[7]

Dennoch wird von einigen Historikern kontrovers diskutiert, welchen Anteil Lise Meitner an dem radiochemischen Nachweis der Kernspaltung hatte. Zum Beispiel bezeichnete Ernst Peter Fischer, Physiker und Wissenschaftshistoriker der Universität Konstanz, die Tatsache, dass Lise Meitner keinen Nobelpreis erhielt, drastisch als „Dummheit der schwedischen Akademie“.[8]

Während des Krieges arbeitete Otto Hahn – zusammen mit den Mitarbeitern Hans Joachim Born, Siegfried Flügge, Hans Götte, Walter Seelmann-Eggebert und Fritz Straßmann – an den Spaltreaktionen des Urans und stellte bis 1945 eine Liste von nachgewiesenen 25 Elementen und 100 Isotopen auf – eine erstaunliche Leistung unter den durch den Krieg stark eingeschränkten Arbeitsbedingungen. Durch sein entschlossenes Auftreten konnte Otto Hahn, der immer ein Gegner der Nazi-Diktatur war, zusammen mit seiner couragierten Frau Edith vielen gefährdeten oder verfolgten Institutsangehörigen beistehen und sie vor Fronteinsatz oder gar der Deportation in ein Konzentrationslager bewahren. Schon Anfang 1934 war er aus Protest gegen die Entlassung jüdischer Kollegen, darunter Lise Meitner, James Franck und Fritz Haber, aus dem Lehrkörper der Berliner Universität ausgetreten.[9]

Bei Kriegsende 1945 wurde Otto Hahn von alliierten Spezialeinheiten der Alsos-III-Mission in Tailfingen (heute: Albstadt) festgenommen und mit neun deutschen Physikern (darunter Max von Laue, Werner Heisenberg und Carl Friedrich von Weizsäcker) in der Nähe von Cambridge (Farm Hall), England, interniert. Dort erfuhren die deutschen Wissenschaftler vom Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki. Otto Hahn war am Rande der Verzweiflung und – wie seine Gefährten berichteten – dem Suizid nahe, da er sich als Entdecker der Kernspaltung mitverantwortlich fühlte für den Tod und das Leiden hunderttausender unschuldiger japanischer Zivilisten. In diesen schweren Stunden erwuchs sein aktives pazifistisches Engagement, das ihn in den nachfolgenden Jahren zu einem der bedeutendsten Vorkämpfer für den globalen Frieden werden ließ.[6] Anfang Januar 1946 durfte die Gruppe der zehn Internierten wieder nach Deutschland zurückkehren.

Der Nobelpreis für Chemie 1944[Bearbeiten]

Gedenktafel zur Erinnerung an Otto Hahn und Fritz Straßmann am Hahn-Meitner-Bau der FU Berlin (Thielallee 63). Enthüllt 1956

Nachdem Hahn 1943 als auswärtiges Mitglied von der Königlich Schwedischen Akademie aufgenommen worden war,[10] zeichnete sie ihn im Jahre 1945 mit dem Nobelpreis für Chemie 1944 aus – „für seine Entdeckung der Spaltung schwerer Atomkerne“, so die offizielle Begründung. Der Nobelpreis konnte ihm, da er sich im Dezember 1945 noch in englischer Internierung befand, erst am 10. Dezember 1946 von König Gustav V. von Schweden in Stockholm überreicht werden.

Lise Meitner schrieb Ende November 1945 an ihre Freundin Eva von Bahr-Bergius:

„Hahn hat sicher den Nobelpreis für Chemie voll verdient, da ist wirklich kein Zweifel. Aber ich glaube, daß Frisch und ich etwas nicht Unwesentliches zur Aufklärung des Uranspaltungsprozesses beigetragen haben – wie er zustande kommt und daß er mit einer so großen Energieentwicklung verbunden ist, lag Hahn ganz fern.“

Carl Friedrich von Weizsäcker, Lise Meitners ehemaliger Assistent, ergänzte später:

„Er hat in der Tat diesen Nobelpreis verdient, hätte ihn auch verdient, ohne daß er diese Entdeckung gemacht hätte. Aber daß für die Kernspaltung ein Nobelpreis fällig war, das war wohl jedermann klar.“[6]

Und Elizabeth Rona, die ab 1919 am KWI für Chemie gearbeitet hatte und 1938 emigrieren musste, schrieb in ihren Erinnerungen:

„Ich habe oft gedacht, dass er einen zweiten Nobelpreis verdient hätte - den Friedensnobelpreis.“[11]

Kampf gegen Kernwaffen und Atomversuche[Bearbeiten]

Von 1948 bis 1960 amtierte Otto Hahn als Gründungspräsident der neugeschaffenen Max-Planck-Gesellschaft (MPG) zur Förderung der Wissenschaften, die durch sein Wirken und seine weltweit geachtete Persönlichkeit das frühere Ansehen der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zurückgewinnen konnte. Schon unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg trat Hahn unter dem Eindruck der amerikanischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki entschieden gegen den Einsatz der Kernenergie für militärische Zwecke auf. Er sah diese Art der Nutzung seiner wissenschaftlichen Erkenntnisse als Missbrauch, ja sogar als Verbrechen an.

Weithin bekannt wurden seine Ausführungen in seiner Rundfunk-Rede vom 13. Februar 1955 „Cobalt 60 – Gefahr oder Segen für die Menschheit?“, die zeitgleich in Deutschland, Dänemark, Österreich und Norwegen, wenige Tage später auch über die BBC in London weltweit übertragen wurde. Die international große positive Resonanz auf diesen Appell nutzte Otto Hahn zu zahlreichen weiteren Aktionen mit vergleichbarem friedenspolitischem Inhalt.[3]

Denkmal in Berlin-Dahlem, Otto-Hahn-Platz

So war er, unter anderem, der Initiator der Mainauer Kundgebung vom 15. Juli 1955, in der zunächst 18 und ein Jahr später dann 52 Nobelpreisträger auf die Gefahren der Atombombe aufmerksam machten und die Staaten der Welt eindringlich vor der Anwendung von Kernwaffen jeglicher Art warnten. Darin heißt es unter anderem:

„Wir sehen mit Entsetzen, dass die Wissenschaft der Menschheit Mittel in die Hand gibt, sich selbst zu zerstören.
[…]
Voller kriegerischer Einsatz der heute möglichen Waffen kann die Erde so stark radioaktiv verseuchen, dass ganze Länder und Völker vernichtet würden. Dieser Tod kann die Neutralen ebenso treffen wie die Kriegführenden.
[…]
Alle Nationen müssen zu der Entscheidung kommen, freiwillig auf die Gewalt als letztes Mittel der Politik zu verzichten. Sind sie dazu nicht bereit, so werden sie aufhören zu existieren.“[12]

Ferner gehörte er zu den Verfassern der Göttinger Erklärung, in der er sich am 12. April 1957 zusammen mit 17 führenden westdeutschen Atomwissenschaftlern gegen die nukleare Aufrüstung der deutschen Bundeswehr wandte. Der damalige Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß, der die nukleare Bewaffnung energisch vorantrieb, äußerte sich daraufhin vor Journalisten abfällig und beleidigend über Hahn (… Ein alter Trottel, der die Tränen nicht halten und nachts nicht schlafen kann, wenn er an Hiroshima denkt! …).[13] Bundeskanzler Adenauer entschärfte die Situation später bei einer Aussprache mit Otto Hahn und vier führenden Wissenschaftlern der Göttinger Achtzehn im Kanzleramt.

Am 13. November 1957 folgte Otto Hahns „Wiener Appell gegen die A- und H-Bomben-Experimente“ und am 28. Dezember 1957 sein Aufruf über den bulgarischen Rundfunk in Sofia für eine „dringende internationale Entspannungspolitik und allgemeine atomare Abrüstung“. Im Januar 1958 unterzeichnete Otto Hahn gemeinsam mit Albert Schweitzer den „Pauling-Appell an die Vereinten Nationen“ in New York zum „sofortigen Abschluß eines internationalen Abkommens zur weltweiten Einstellung der Kernwaffenversuche“ und im Oktober das „Abkommen, eine Versammlung zur Ausarbeitung einer Weltverfassung“ einzuberufen. Bis zu seinem Tode wurde er nicht müde, eindringlich in Wort und Schrift vor den Gefahren des nuklearen Wettrüstens der Großmächte und einer radioaktiven Verseuchung der Erde zu warnen.

Seit 1957 wurde Otto Hahn von internationalen Organisationen mehrfach für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen (u. a. von der größten französischen Gewerkschaft CGT, der Confédération générale du travail). Der Friedensnobelpreisträger von 1962 Linus Pauling, bezeichnete einmal Otto Hahn als „eines meiner Vorbilder“.[3]

1965 lehnte Otto Hahn die Einladung der südafrikanischen Regierung Verwoerd ab, das erste Kernforschungszentrum des Landes und den ersten Atomreaktor des afrikanischen Kontinents (SAFARI 1) in Pelindaba nahe der Hauptstadt Pretoria einzuweihen. Er begründete diese Entscheidung mit dem Hinweis, es sei für ihn „… unmöglich das rassistische Apartheids-Regime und die Diskriminierung und Unterdrückung der schwarzen Bevölkerung in irgendeiner Weise zu unterstützen“.[14] Als Miriam Makeba, die 2001 für ihren Kampf gegen die Apartheid und für ihre Verdienste um die Menschenrechte in Südafrika mit der Otto-Hahn-Friedensmedaille ausgezeichnet wurde, davor erfuhr, reagierte sie spontan mit emotionaler Anerkennung: „Oh, I would have loved him! A great man! He was really my brother!“ [15]

Otto Hahn im Juni 1965 anlässlich der 16. Hauptversammlung der MPG in Mannheim auf einer Dampferfahrt nach Speyer
Urkunde des Enrico-Fermi-Preises, 1966
Otto Hahns Grab in Göttingen

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Otto Hahn, seit 1960 Ehrenpräsident der Max-Planck-Gesellschaft, war einer der meistgeehrten und höchstdekorierten Wissenschaftler aller Zeiten. Er erhielt viele bedeutende akademische und staatliche Auszeichnungen auf der ganzen Welt. So war er Ehrendoktor zahlreicher Universitäten, ferner Mitglied oder Ehrenmitglied von 45 Akademien und Wissenschaftlichen Gesellschaften – darunter die University of Cambridge, die Physical Society (heute Institute of Physics), die Royal Society und das University College London, die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina [16] in Halle sowie die Akademien in Allahabad (Indien), Bangalore (Indien), Berlin, Boston (USA), Bukarest, Göttingen, Helsinki, Kopenhagen, Lissabon, Madrid, Mainz, München, Rom, Stockholm, Vatikan, Wien – und erhielt im Laufe seines Lebens 37 höchste nationale und internationale Orden und Medaillen, darunter die Emil-Fischer-Medaille in Gold, die Cannizzaro-Medaille, die Kopernikus-Medaille, die Cothenius-Medaille in Gold der Leopoldina, die Paracelsus-Medaille in Gold der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft, die Max-Planck-Medaille, die Faraday Medaille der Royal Society of Chemistry, die Helmholtz-Medaille, die Becquerel-Medaille, die Harnack-Medaille in Gold, die Curie-Medaille, die Medaille bene merenti und der rumänische Kultur-Verdienst-Orden, die Friedensklasse des Ordens Pour le Mérite, der griechische Erlöser-Orden, der Order of the British Empire und von Frankreichs Präsident Charles de Gaulle der Rang eines Offiziers der Ehrenlegion. Im Jahr 1954 erhielt Otto Hahn von Bundespräsident Theodor Heuss das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband und 1959 das Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. 1961 überreichte ihm Papst Johannes XXIII. in Rom die Goldmedaille der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften, und 1966 verliehen ihm US-Präsident Lyndon B. Johnson und die United States Atomic Energy Commission in Washington, D.C. den Enrico-Fermi-Preis, zusammen mit Lise Meitner und Fritz Straßmann. Bis heute sind sie die einzigen Ausländer, die mit dem Fermi-Preis ausgezeichnet wurden.

Bereits 1957 wurde Hahn die Ehrenbürgerschaft der Stadt Magdeburg (damals DDR) angetragen und 1958 die Ehrenmitgliedschaft der Sowjetischen, heute Russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau. Beide Ehrungen lehnte Hahn ab.

Im Jahre 1959 wurde Otto Hahn von mehreren Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, denen sich auch die Freie Demokratische Partei (FDP) anschloss, als Nachfolger seines Freundes Theodor Heuss für das Amt des Bundespräsidenten vorgeschlagen. Aber er lehnte aus Altersgründen ab – mit den berühmten ironischen Worten „Das käme sowieso nie in Frage. Zwei Achtziger in Bonn? Einer reicht schon voll und janz …“ . (Bundeskanzler Adenauer war damals bereits 83).[17]

Otto Hahn starb am 28. Juli 1968 in Göttingen. Einen Tag später veröffentlichte die Max-Planck-Gesellschaft in allen großen Zeitungen eine Todesanzeige:

„Unser Ehrenpräsident Otto Hahn ist in seinem 90. Lebensjahr am 28. Juli entschlafen. Als Begründer des Atomzeitalters wird er in die Geschichte der Menschheit eingehen. Deutschland verliert mit ihm einen Gelehrten, der sich durch aufrechte Haltung und innere Bescheidenheit in gleicher Weise auszeichnete. Die Max-Planck-Gesellschaft trauert um ihren Gründer, der die Aufgaben und die Tradition der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft nach dem Kriege fortführte, und um einen gütigen und geliebten Menschen, der allen unvergessen bleibt, die ihm begegnen durften. Sein Werk wird fortbestehen. Wir gedenken seiner in großer Dankbarkeit und Verehrung.“

Sein Grab befindet sich auf dem Stadtfriedhof Göttingen, auf dem auch die Nobelpreisträger Max Born, Walther Nernst, Max von Laue, Max Planck, Otto Wallach, Adolf Windaus und Richard Zsigmondy bestattet sind. Auf der Grabstele aus Muschelkalk ist die Formel der Uranspaltung eingemeißelt.

Nachruhm und Vermächtnis[Bearbeiten]

Hahn-Denkmal am Ort des Geburtshauses an der „Kleinmarkthalle“ in Frankfurt, enthüllt 1978
Büste des Denkmals von Knud Knudsen

Zwei Jahre nach seinem Tod schlugen amerikanische Forscher vor, das neu synthetisierte Element Nr. 105 ihm zu Ehren Hahnium zu nennen, 1997 wurde es jedoch von der IUPAC nach dem russischen Forschungszentrum in Dubna endgültig Dubnium genannt. Ferner wurde 1964 das einzige nuklear angetriebene europäische Schiff, der Atomfrachter NS Otto Hahn, nach ihm benannt, ebenso wie 1971 zwei Intercity-Züge der Deutschen Bundesbahn (Strecke Hamburg-Altona – Basel SBB). Ihm zu Ehren und zu seinem Gedächtnis wurden folgende Auszeichnungen geschaffen: Otto-Hahn-Preis, Otto-Hahn-Award, Otto-Hahn-Medaille und Otto-Hahn-Friedensmedaille.

Otto Hahn war Ehrenbürger der Städte Frankfurt am Main und Göttingen und des Landes und der Stadt Berlin. Zahlreiche Städte und Gemeinden im deutschsprachigen Raum benannten Gesamtschulen, Realschulen und Gymnasien nach ihm, und unzählige Straßen, Plätze, Brücken und Wege in Europa tragen seinen Namen. Mehrere Staaten ehrten Otto Hahn mit Medaillen-, Münzen- und Briefmarken-Editionen (u. a. die Bundesrepublik Deutschland, die DDR, die USA, Portugal, Österreich, Angola, Ungarn, Ghana, Guinea-Bissau, Madagaskar, Somalia, Rumänien, Moldavien, Tschad, Kuba, Dominica, St. Vincent und die Grenadinen).

5-DM-Münze, Bundesrepublik Deutschland, 1979

Otto Hahn ist auf der Frankfurter Treppe verewigt. An der Stätte seines Geburtshauses neben dem Eingang der Kleinmarkthalle Frankfurt befindet sich heute ein Denkmal. Eine Insel in der Antarktis (Hahn Island, nahe dem Mount Discovery) wurde ebenso auf seinen Namen getauft wie die Otto-Hahn-Bibliothek in Göttingen und das Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz (Otto-Hahn-Institut). Im März 1959 wurde in Berlin – in Anwesenheit der Namensgeber – das Hahn-Meitner-Institut für Kernforschung (HMI) vom Regierenden Bürgermeister Willy Brandt eingeweiht. 1974 erhielt – in Würdigung der besonderen Verdienste Otto Hahns um die deutsch-israelischen Beziehungen – ein Flügel des Weizmann Institute of Science in Rehovot (Israel) den Namen Otto Hahn Wing. Ferner benannte die Saint Louis Universität in Baguio City (Philippinen) eines ihrer Forschungsgebäude als Otto Hahn Building. In mehreren Städten und Gemeinden wurden ihm zu Ehren Büsten, Denkmäler und Gedenktafeln enthüllt, unter anderem in Albstadt-Tailfingen, Berlin (Ost und West), Boston (USA), Frankfurt/Main, Göttingen, Gundersheim (Rheinhessen), Mainz, Marburg, München (im Ehrensaal des Deutschen Museums), Punta San Vigilio (Gardasee), Rehovot (Israel) und Wien (im Foyer der IAEA). In der Stadt Göttingen und der Gemeinde Ottobrunn (bei München) wurden Otto-Hahn-Zentren geschaffen. Auch in Frankfurt am Main ist ein Otto-Hahn-Zentrum geplant, das unter anderem eine Dauerausstellung über Hahns Leben und Wirken beherbergen soll. Seit 2011 befindet sich außerdem in Albstadt-Tailfingen eine Otto-Hahn-Gedenkstätte in der dort ansässigen Akademie der IHK Reutlingen, die insbesondere an Hahns Arbeit in Tailfingen von 1944 bis 1945 erinnert.

Hahn-Briefmarke der DDR, 1979
Karikatur von Gheorghe Manu, Rumänien

Die Internationale Astronomische Union (IAU) ehrte Hahn durch die Benennung eines Mondkraters (zusammen mit Graf Friedrich II. von Hahn) und Marskraters, ferner, auf Vorschlag des Astronomen Freimut Börngen, des Kleinplaneten (19126) Ottohahn. Eine besondere Ehrung wurde Otto Hahn in den Niederlanden zuteil: Nachdem bereits eine Azalee (Rhododendron luteum Otto Hahn) und ein Kaktus (Trichocereus echinopsis hybride Otto Hahn) seinen Namen trugen, wurde von holländischen Rosenzüchtern eine neue Rose auf seinen Namen getauft, die Rosa ottohahniana. Sogar ein vor allem in den 1950er und 1960er Jahren populärer Cocktail wurde nach ihm benannt: Der „Otto Hahn“ besteht aus zwei gleichen Teilen Whisky (z. B. Balvenie, oder Macallan) und Rich Golden Sherry (z. B. Osborne oder Sandeman) und wird in vorher angewärmten Cognac-Gläsern serviert. Im Stadtzentrum von Rotterdam gibt es ferner seit Jahren ein vielbesuchtes Restaurant und Musiklokal, das seinen Namen trägt: das Café Otto Hahn.

Ende 1999 veröffentlichte das Nachrichtenmagazin FOCUS das Ergebnis einer Umfrage unter 500 führenden Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Medizinern nach den wichtigsten Forscherpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, in der Otto Hahn als experimenteller Chemiker – nach den theoretischen Physikern Albert Einstein und Max Planck – mit 81 Punkten auf den dritten Platz und somit zum bedeutendsten empirischen Naturforscher seiner Zeit gewählt wurde.[18]

Der dienstliche Nachlass Otto Hahns befindet sich im Archiv zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Die Muttersubstanz des Actiniums, ein neues radioaktives Element von langer Lebensdauer. 1918 (gemeinsam mit Lise Meitner).
  • Angewandte Radiochemie. 1936.
  • Künstliche Atomumwandlungen und die Spaltung schwerer Kerne. Reihe: Veröffentlichungen des Deutschen Wissenschaftlichen Instituts (DWI) Stockholm, Reihe 3: Naturwissenschaften, Nr. 1. Almquist & Wiksells, Stockholm 1944 (Heft)[19]
  • Von der natürlichen Umwandlung des Urans zu seiner künstlichen Zerspaltung. 1948.
  • Die Kettenreaktion des Urans und ihre Bedeutung. 1948.
  • Künstliche neue Elemente. 1948.
  • Die Nutzbarmachung der Energie der Atomkerne. 1950.
  • Vom Radiothor zur Uranspaltung. Eine wissenschaftliche Selbstbiographie. 1962.
  • Mein Leben. 1968.

Literatur[Bearbeiten]

Eine Auswahl (in Buchform)

  • Hans Hartmann: Otto Hahn – Der Entdecker der Atomspaltung. Murnau, München-Innsbruck-Basel 1961.
  • Laura Fermi: The Story of Atomic Energy. Random House, New York 1962.
  • Eckart Heimendahl: Wegbereiter unserer Zukunft. Wunderlich, Tübingen 1968.
  • Ernst H. Berninger: Otto Hahn – Eine Bilddokumentation. Moos, München 1969.
  • Friedrich Herneck: Bahnbrecher des Atomzeitalters. Verlag der Morgen. Berlin, DDR, 1970.
  • Robert Spence: Otto Hahn. Biographical Memoirs of Fellows of the Royal Society. Volume 16. London 1970.
  • Ernst H. Berninger: Otto Hahn 1879–1968. (Englische und spanische Ausgaben). Inter Nationes, Bonn-Bad Godesberg 1970.
  • Hans D. Graetzer, David L. Anderson: The Discovery of Nuclear Fission. Nostrand-Reinhold, New York 1971.
  • Ernst H. Berninger: Otto Hahn in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1974.
  • Franz Baumer: Otto Hahn. (Köpfe des XX. Jahrhunderts). Colloquium, Berlin 1974.
  • Dietrich Hahn (Hrsg.): Otto Hahn – Erlebnisse und Erkenntnisse. Mit einer Einführung von Karl-Erik Zimen. Econ: Düsseldorf, Wien 1975.
  • Klaus Hoffmann: Otto Hahn – Stationen aus dem Leben eines Atomforschers. Vorwort von Manfred von Ardenne. Neues Leben, Berlin (DDR) 1978.
  • Dietrich Hahn (Hrsg.): Otto Hahn – Begründer des Atomzeitalters. Eine Biographie in Bildern und Dokumenten. Mit einem Geleitwort von Reimar Lüst, einem Vorwort von Paul Matussek und einer Einführung von Walther Gerlach. List, München 1979.
  • Horst Wohlfahrt (Hrsg.): 40 Jahre Kernspaltung. Eine Einführung in die Originalliteratur. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1979.
  • Ronald W. Clark: The Greatest Power on Earth. Sidgwick & Jackson, London 1980.
  • Dietrich Hahn (Hrsg.): Otto Hahn in der Kritik. Moos, München 1981.
  • Cornelius Keller: Die Geschichte der Radioaktivität. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1982.
  • William R. Shea (Hrsg.): Otto Hahn and the Rise of Nuclear Physics. Reidel: Dordrecht, Boston, Lancaster 1983.
  • Pierre Radvanyi, Monique Bordry: La Radioactivité artificielle et son histoire. Seuil CNRS, Paris 1984.
  • Walther Gerlach, Dietrich Hahn: Otto Hahn. Ein Forscherleben unserer Zeit. Große Naturforscher, Band 45. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1984.
  • Alwyn McKay: The Making of The Atomic Age. Oxford University Press: Oxford, New York 1984.
  • Dietrich Hahn (Hrsg.): Otto Hahn – Mein Leben. Die Erinnerungen des großen Atomforschers und Humanisten. Erweiterte Neuausgabe. Piper, München 1986.
  • Karl-Erik Zimen: Strahlende Materie. Radioaktivität – ein Stück Zeitgeschichte. Bechtle: Esslingen, München 1987.
  • Dietrich Hahn (Hrsg.): Otto Hahn. Leben und Werk in Texten und Bildern. Mit einem Vorwort von Carl Friedrich von Weizsäcker. Insel-Suhrkamp, Frankfurt am Main 1988.
  • Richard Rhodes: The Making of the Atomic Bomb. Simon and Schuster, New York 1988.
  • Dietrich Hahn (Hrsg.): Otto Hahn – Vom Radiothor zur Uranspaltung. Erweiterte Neuausgabe. Mit einem Vorwort von Kurt Starke. Vieweg: Braunschweig, Wiesbaden 1989.
  • Jost Lemmerich: Die Geschichte der Entdeckung der Kernspaltung. Ausstellungskatalog. Technische Universität, Berlin 1989.
  • Klaus Hoffmann: Otto Hahn. Schuld und Verantwortung. Springer: Heidelberg, Berlin, New York u. a. 1993.
  • J. A. Revill, Sir Charles Frank (Ed.): Operation Epsilon. The Farm Hall Transcripts. IOP Publishing: Bristol, Philadelphia 1993.
  • Michael Salewski (Hrsg.): Das Zeitalter der Bombe. Die Geschichte der atomaren Bedrohung von Hiroshima bis heute. Beck, München 1995.
  • Elisabeth Kraus: Von der Uranspaltung zur Göttinger Erklärung. Otto Hahn, Werner Heisenberg, Carl Friedrich von Weizsäcker und die Verantwortung des Wissenschaftlers. Königshausen & Neumann, Würzburg 2001.
  • Klaus Hoffmann: Otto Hahn. Achievement and Responsibility. Springer Inc.: New York, London, Paris u. a. 2001.
  • Horst Kant: Otto Hahn and the Declarations of Mainau and Göttingen. Berlin 2002.
  • Jim Whiting: Otto Hahn and the Discovery of Nuclear Fission. Mitchell Lane, Hockessin 2004.
  • Klaus Hoffmann: Otto Hahn – Forschung und Verantwortung. Kramer, Frankfurt am Main 2005.
  • Lise Meitner: Erinnerungen an Otto Hahn. Hrsg. Dietrich Hahn. Hirzel, Stuttgart 2005, ISBN 3-7776-1380-0.
  • Volker Lässing: Den Teufel holt keiner! – Otto Hahn und das Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie in Tailfingen. Mit einem Vorwort von Dietrich Hahn. CM-Verlag, Albstadt 2010. ISBN 978-3-939219-00-2.
  • Hubert Mania: Kettenreaktion – Die Geschichte der Atombombe. Rowohlt, Reinbek 2010. ISBN 978-3-498-00664-8.
  • Robert Lorenz: Otto Hahn. Der atomare Fluch und Segen. In: Stine Marg / Franz Walter (Hrsg.): Göttinger Köpfe und ihr Wirken in die Welt. Göttingen 2012, S. 89–93. ISBN 978-3-525-30036-7.
  • Uli Suckert: Anno 1938 – Als sich die Welt veränderte – Otto Hahn und Manfred von Ardenne im Rad der Geschichte. Weltbuch Verlag, Dresden 2012. ISBN 978-3-938706-32-9.
  • Richard von Schirach: Die Nacht der Physiker. Heisenberg, Hahn, Weizsäcker und die deutsche Bombe. Berenberg 2012. ISBN 978-3-937834-54-2.
  • Horst Kant, Carsten Reinhardt: 100 Jahre Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Institut für Chemie (Otto-Hahn-Institut). MPG, Berlin 2012. ISBN 978-3-927579-26-2.

Filme[Bearbeiten]

Dokumentarfilme

  • Otto Hahn. (Reihe: Träume, die keine blieben.) Regie: Ernst von Khuon. SDR/ARD 1983 (30 Min.).
  • Lise Meitner. (Reihe: Träume, die keine blieben.) Regie: Ernst von Khuon. SDR/ARD 1984 (30 Min.).
  • Otto Hahn. Regie: Wilfried Viebahn. WDR/ARD 1988 (45 Min.).
  • Otto Hahn. Regie: Wilfried Viebahn. WDR 1988 (15 Min.).
  • Otto Hahn. Regie: Klaus Dexel. SDR 1988 (45 Min.).
  • Otto Hahn 1879–1968. Regie: Peter Regenyi. Transtel/Deutsche Welle 1989 (30 Min.). In fünf Synchronfassungen – englisch, spanisch, französisch, portugiesisch und arabisch – weltweit gesendet.
  • Otto Hahn und die Kernspaltung. (Reihe: Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik.) Regie: Werner Kiefer. Target/ARD 1992 (15 Min.).
  • Otto Hahn – 25. Todestag. (Reihe: Das historische Stichwort.) Regie: Joachim G. Schmidt. BR 1993 (5 Min.).
  • Otto Hahn und Lise Meitner – Von der Kernspaltung zur Atombombe. Regie: Rhan Gunderlach. Zebra/Deutsche Welle 1995 (30 Min.).
  • Lise Meitner und Otto Hahn. Regie: Rosemary Reed. BBC 2005. Deutsche Fassung: ZDF 2006 (45 Min.).
  • Otto Hahn – Aus dem Leben eines Nobelpreisträgers in Göttingen 1946–1968. Regie: Matthias Heinzel. Göttinger Tageblatt 2007 (45 Min.).

Spielfilm

Zeugnisse über Otto Hahn[Bearbeiten]

Alle folgenden Original-Zitate entstammen dem Buch Lise Meitner: Erinnerungen an Otto Hahn. S. Hirzel Verlag, Stuttgart 2005. S. 1–4. ISBN 3-7776-1380-0.

Einer der Wenigen, die aufrecht geblieben sind und ihr Bestes taten während dieser bösen Jahre.
Albert Einstein, Princeton (USA), 1949, über Hahns Wirken von 1933 bis 1945.

Otto Hahn verstand es, mit den einfachsten Hilfsmitteln an die schwierigsten Probleme heranzugehen, geleitet von seiner ungewöhnlichen intuitiven Begabung und seinen ebenso ungewöhnlichen, vielseitigen chemischen Kenntnissen. Wie oft habe ich nicht in den langen Jahren unserer Zusammenarbeit gesehen, daß er Probleme, die der Physiker sich durch mathematische Formeln klar macht, rein intuitiv und anschaulich erfaßt hat.
Lise Meitner, Stockholm, 1949.

Hähnchen, von Physik verstehst Du nichts, geh nach oben!
Lise Meitner, im persönlichen Gespräch zu Otto Hahn.[20]

Einer der nobelsten und feinsten Menschen, denen ich je begegnet bin.
Max Born, Bad Pyrmont, 1955.

Die große Zuverlässigkeit seines Charakters, seine natürliche Liebenswürdigkeit und Freude am Scherzen haben ihn auch bei etwaigen schwierigen Diskussionen, wissenschaftlicher oder menschlicher Art, nie verlassen.
Lise Meitner, Stockholm, 1959.

Obwohl Otto Hahn einer der wenigen Wissenschaftler war, die Geschichte gemacht und eine ganze Ära der Weltpolitik bestimmt haben, hat er sich doch nie als eine Persönlichkeit der Weltpolitik gefühlt.
Manfred Eigen, Göttingen, 1968.

Die Zahl derer, die sich neben Otto Hahn stellen könnten, ist klein. Für ihn war seine eigene Handlungsweise zwar selbstverständlich, aber für die kommenden Generationen kann sie Vorbild sein, gleichgültig, ob man in der Haltung Otto Hahns sein menschliches und wissenschaftliches Verantwortungsbewußtsein oder seinen persönlichen Mut bewundert. Beides zusammen war selten in einer Person vereinigt anzutreffen, und so hat diese seltene Gabe Otto Hahn die Liebe und die Verehrung seiner Freunde und Schüler erworben und gesichert, und sie wird über seinen Tod hinaus hoffentlich das erstrebte Ziel vieler junger Menschen werden.
Fritz Straßmann, Mainz, 1968.

Otto Hahn hat sein so schweres menschliches Schicksal mit unvergleichlicher Haltung getragen. Stets blieb er äußerlich heiter, den Mitmenschen zugewandt in nie versiegender Herzensgüte, ein wunderbares Vorbild an sittlicher Kraft. Alle, die ihm begegnen durften, werden die Erinnerung an seine einzigartige Persönlichkeit als unverlierbaren inneren Besitz empfinden.
Berta Karlik, Wien, 1969.

Jeder, der Otto Hahn kannte, mußte ihn als Forscher in seiner Arbeit sowie als Mensch in seinem Tun und Denken verehren. Er war Vorbild in seiner Gewissenhaftigkeit, zugleich die Herzen gewinnend in seiner Güte und Bescheidenheit.
Manfred von Ardenne, Dresden, 1978.

Ich habe oft gedacht, daß er einen zweiten Nobelpreis verdient hätte – den Friedensnobelpreis.
Elizabeth Rona, Miami (USA), 1978.

So wie er nie die Verfolgung der Juden im Dritten Reich vergessen konnte, benutzte er auch die erste Gelegenheit, Beziehungen zum neuen Staate Israel aufzunehmen. Es war seine letzte große Reise, die unvergeßlichen Eindruck auf ihn machte.
Wolfgang Gentner, Heidelberg, 1979.

Ich muß einfach sagen, daß er der bewundernswerteste Mensch ist, der mir unter den Wissenschaftlern bekannt ist. Seine charakterliche Größe, seine Schärfe des Verstandes und diese absolute Redlichkeit und Zurücksetzung seiner Person findet man so rasch nicht wieder.
Otto Haxel, Heidelberg, 1987.

Die Menschheit kann nicht auf die Dauer zugleich mit der Kenntnis der Kernspaltung und der Institution des Krieges leben. Dieses Wissen beschattete die letzten Lebensjahrzehnte Otto Hahns. Es bewußt getragen zu haben, war sein Beitrag zum unerläßlichen Bewußtseinswandel unserer Zeit. Es war sein Geschenk an die Menschheit.
Carl Friedrich von Weizsäcker, Starnberg, 1988.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Otto Hahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikiquote: Otto Hahn – Zitate

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Glenn T. Seaborg: Introduction to Otto Hahn - A Scientific Autobiography. Scribner's, New York 1966.
  2. Jan Philipp Bornebusch: Großvater der Atombombe. Auf: www.spektrum.de. Abgerufen am 10. April 2013.
  3. a b c d e Walther Gerlach, Dietrich Hahn: Otto Hahn - Ein Forscherleben unserer Zeit. Grosse Naturforscher, Band 45. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft (WVG), Stuttgart 1984.
  4. „Holzwerkstatt“ als erstes Labor unter Emil Fischer
  5. Otto Hahn, Fritz Strassmann: Nachweis der Entstehung aktiver Bariumisotope aus Uran und Thorium durch Neutronenbestrahlung; Nachweis weiterer aktiver Bruchstücke bei der Uranspaltung. In: Die Naturwissenschaften. 27, 1939, S. 89–95, doi:10.1007/BF01488988.
  6. a b c Dietrich Hahn (Ed.): Lise Meitner - Erinnerungen an Otto Hahn. S. Hirzel Verlag, Stuttgart 2005.
  7. Lise Meitner: Otto Hahn - der Entdecker der Uranspaltung. In: Forscher und Wissenschaftler im heutigen Europa. Hg. H. Schwerte und W. Spengler. Verlag Stalling, Oldenburg und Hamburg, 1955. S. 149-157.
  8. Aliki Nassoufis: Erklärung aus dem schwedischen Exil. In: „Märkische Oderzeitung.“ 19. Dezember 2008, Blickpunkt S. 3.
  9. Dietrich Hahn (Ed.): Otto Hahn - Leben und Werk in Texten und Bildern. Verlag Insel-Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1988.
  10.  Nachrichtenblatt der Deutschen Wissenschaft und Technik, Organ des Reichsforschungsrates (Hrsg.): Forschungen und Fortschritte. Personalnachrichten. Deutsche Wissenschaft und Ausland. 19, 23/24, 1943, S. 252.
  11. Elizabeth Rona: How it came about: Radioactivity, Nuclear Physics, Atomic Energy. ORAU, Oak Ridge, Tennessee, USA, 1978.
  12. Otto Hahn: Mein Leben. Piper Verlag, München-Zürich 1986.
  13. KalenderBlatt 22. Dezember. Deutsche Welle. Abgerufen am 1. September 2012.
  14. Klaus Hoffmann: Otto Hahn - Schuld und Verantwortung - Konflikte eines Wissenschaftlers. Springer Verlag, Heidelberg-Berlin-New York u. a. 1996.
  15. Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN), LV Berlin. UN-Forum Nr. 1, 2002.
  16. Mitgliedseintrag von Otto Hahn bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 12. Oktober 2012.
  17. Dietrich Hahn (Ed.): Otto Hahn - Erlebnisse und Erkenntnisse. Econ Verlag, Düsseldorf-Wien 1975.
  18. FOCUS, Nr. 52, 1999, S. 103–108.
  19. Druckvermerk: Dem Deutschen Wissenschaftlichen Institut in Stockholm im Rahmen seiner im Oktober 1943 in Schweden gehaltenen Vorträge über „Geologische Altersbestimmung und Atomzersprengung“ vom Verfasser zur Verfügung gestellt.
  20. Ernst Brüche (Hrsg.): Physiker-Anekdoten: Gesammelt und mitgeteilt von Kollegen. Physik-Verlag, Mosbach/Baden 1952, S. 33.