Ryō Kawasaki

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Ryo Kawasaki, 1995

Ryō Kawasaki (jap. 川崎 燎, Kawasaki Ryō; * 25. Februar 1947 in Tokio) ist ein japanischer Jazzgitarrist und Komponist.

Kawasaki wurde am 25. Februar 1947 geboren und kam nach Auftritten in Japan in den 1960ern Anfang der 70er-Jahre in New York an, um seine Karriere zu starten.

Neben seiner Tätigkeit als Sessionmusiker mit Gil Evans (als Hendrix-„Ersatz“ auf dessen Album The Gil Evans Orchestra Plays the Music of Jimi Hendrix sowie 1975 bei There Comes a Time), mit Chico Hamilton und mit Elvin Jones (mit dem er auch, ebenso wie später mit Joanne Brackeen, durch Europa tourte) entstanden bereits Mitte der 1970er die ersten Soloplatten, wie „Eight mile road“, „Juice“ oder „Prism“, auf denen sein Können deutlich wird Auch auf MPS erschien die heute vielgesuchte Scheibe „Nature’s Revenge“.

Als Technik- und Computerversessener zog er sich in den 1980ern aus dem Musikbusiness zurück, um sich dem Programmieren zu widmen, bis er nach Gründung einer eigenen Plattenfirma, Satellites Records, Anfang der 1990er wieder in das Musikgeschehen eingriff. Seitdem sind in loser Folge unterschiedliche Veröffentlichungen erschienen, zuletzt 2002.

Kawasaki zeichnet sich durch einen individuellen Gitarrenstil aus, geprägt durch einen harten Anschlag, doch sehr flüssig und kreativ im Ausdruck. Ihm hat sein Computer- und Programmierwissen geholfen, den Sound auf der Gitarre ständig zu verbessern (Entwicklung eines eigenen Gitarrensynthesizers bereits 1979), obwohl er auch auf der akustischen Gitarre veröffentlichte (Album „Here, there and everywhere“).

Als Einflüsse zählt er so unterschiedliche Gitarristen wie Wes Montgomery, George Benson, Carlos Santana, Andres Segovia oder Django Reinhardt auf. Unter Berücksichtigung dieser verschiedenen Stile hat er einen eigenen Klang entwickelt, wobei er sich der technischen Entwicklung nicht verschließt, sondern ihr äußerst offen gegenübersteht.

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