Saulkrasti

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Saulkrasti
Wappen von Saulkrasti
Saulkrasti (Lettland)
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Basisdaten
Staat: Lettland
Landschaft: Livland (lettisch: Vidzeme)
Verwaltungsbezirk: Saulkrastu novads
Koordinaten: 57° 16′ N, 24° 25′ O57.26361111111124.418055555556Koordinaten: 57° 15′ 49″ N, 24° 25′ 5″ O
Einwohner: 3.299 (1. Jul. 2010)
Fläche: 4,8 km²
Bevölkerungsdichte: 687,29 Einwohner je km²
Höhe:
Stadtrecht: seit 1991
Webseite: www.saulkrasti.lv
Postleitzahl:
ISO-Code:

Saulkrasti (wörtlich: ‚sonnige Küste‘, deutsch Neubad) ist eine Kleinstadt an der Küste der Bucht von Riga in Lettland.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Saulkrasti liegt nordnordöstlich von Riga und zieht sich etwa 17 km entlang der Via Baltica (Europastraße 67) am Ufer der Rigaer Bucht. Der Ort beginnt im Süden am Fluss Incupe (lettisch: Inčupe), wird im weiteren durchquert von den Flüssen Peterupe (lettisch: Pēterupe) und Kisupe (lettisch: Ķīšupe) und endet im Norden hinter dem Fluss Adje (lettisch: Aģe).

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Saulkrasti umfasst das Gebiet der 5 ursprünglich selbständigen Ortschaften

  • Badeort (lettisch: Bādciems)
  • Katharinenbad (lettisch: Katrīnbāde (heute: Pabaži))
  • St. Peters-Kapelle (lettisch: Pēterupe)
  • Neubad (lettisch: Neibāde)
  • Fischerort (lettisch: Zvejniekciems)

Stadtwappen[Bearbeiten]

Das Wappen von Saulkrasti symbolisiert oben die Sonne am Himmel durch einen goldenen Halbkreis auf Blau und unten durch von grün auf silber gespaltene Darstellung die 4 Flüsse (silbern) und die 5 Ortsteile (grün).

siehe auch: Blasonierung

Geschichte[Bearbeiten]

Lage der Gemeinden um 1915
  • Saulkrasti wurde im Jahre 1933 als Verwaltungseinheit aus den Orten Badeort, Neubad und Peterbach gebildet.
  • 1935 wurde die Eisenbahnstrecke Riga - Rūjiena mit insgesamt 4 Haltepunkten auf dem Territorium von Saulkrasti ausgebaut.
  • 1950 wurde Pabazi (vormals Katharinenbad) eingemeindet. Die Bezeichnung "Katharinenbad" wurde nach der im Jahre 1762 gekrönten russischen Zarin Katharina die Große (Katharina II.) gewählt. Sie fuhr im Jahre 1764 aus Sankt Petersburg kommend durch diesen Ort, um ein Bad zu nehmen und am "Lindenfest" (zu Ehren des damals noch weitverbreiteten Baumes in den Baltischen Dünenlandschaften) teilzunehmen.
  • 1967 wurde Fischerort eingemeindet.
  • 1991 erhielt Saulkrasti den Status einer Stadt.

Die Bezeichnung "Saulkrasti" setzt sich zusammen aus dem lettischen Wort für Sonne (saule) und dem lettischen Wort für Ufer (krasts) - also "Sonnenufer" oder "Sonnenstrand".

Saulkrastu novads[Bearbeiten]

Im Zuge einer Verwaltungsreform wurde die Stadt zusammen mit ihrer Landgemeinde 2009 zu einem Bezirk (lett:novads) zusammengefasst.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Saulkrasti pflegt mit der schwedischen Gemeinde Gnesta eine Städtepartnerschaft.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Feldmann, Heinz von zur Mühlen (Hrsg.): Baltisches historisches Ortslexikon, Teil 2: Lettland (Südlivland und Kurland). Böhlau, Köln 1990, ISBN 3-412-06889-6, S. #.
  • Astrīda Iltnere (Red.): Latvijas Pagasti, Enciklopēdija. Preses Nams, Riga 2002, ISBN 9984-00-436-8.