Schiffahrtmedizinisches Institut der Marine

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Schifffahrtmedizinisches Institut der Marine
— SchiffMedInstM —
Schifffahrtmedizinisches Institut der Marine Wappen.jpg
Internes Verbandsabzeichen (Wappen)
Aktiv 2. Januar 1961 bis Gegenwart
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr Kreuz.svg Bundeswehr
Teilstreitkraft Bundeswehr Logo Marine with lettering.svg Deutsche Marine
Typ Kommandobehörde
Unterstellung Wappen Marinekommando
Standort Kiel-Kronshagen; Schleswig-Holstein
Führung
Jetziger
Kommandeur
Flottenarzt Stefan Neidhardt

Das Schifffahrtmedizinische Institut der Marine (SchiffMedInstM bzw. SMIM) in Kiel-Kronshagen ist die zentrale medizinische Einrichtung der Marine. Neben der schifffahrtmedizinischen Kompetenz für die Flotte werden in der Tauchmedizin auch Leistungen für die gesamte Bundeswehr erbracht.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Schifffahrtmedizinische Institut der Marine wurde am 2. Januar 1961 unter der damaligen Bezeichnung Uboots- und Taucherphysiologisches Institut der Marine (UTPIM) mit Sitz im Sanitätsbereich der Technischen Marineschule I gegründet. Ihren heutigen Namen trägt die Dienststelle seit dem 1. Mai 1965.[1] Die Dienststelle ist seit August 1961 auf dem Gelände des ehemaligen Marinelazaretts untergebracht.[2] Mit der Transformation der Bundeswehr und der damit einhergehenden Umstrukturierung des Sanitätsdienstes der Marine ging die truppendienstliche Führung erneut auf den Amtschef des Marineamts über.[3]

Seit 1. Oktober 2012 untersteht es dem Abteilungsleiter Marinesanität und Admiralarzt der Marine im Marinekommando in Rostock.[4]

Das Leistungsspektrum umfasst heute die gesamte maritime Medizin. Dazu zählen die Arbeits- und Umweltmedizin an Bord, die Schifffahrtsmedizin, die maritime medizinische Ergonomie, die Marinepsychologie sowie die Tauch- und Überdruckmedizin.

Das Institut verfügt über eine der modernsten Druckkammeranlagen Europas. Am Institut wird die Schiffs- und Taucherarztausbildung für alle Teilstreitkräfte der Bundeswehr durchgeführt. Für die absolvierte Schiffsarztausbildung erhalten die Teilnehmer das Zertifikat Maritime Medizin, das seit 6. Juni 2001 Voraussetzung für den Einsatz als Schiffsarzt in der Deutschen Marine ist, aber auch allen anderen Ärztinnen und Ärzten offensteht. Die wissenschaftliche Arbeit auf den Gebieten der Schifffahrt-, Tauch und Überdruckmedizin, der Arbeitsmedizin, der Ergonomie, der Leistungs- und Ernährungsphysiologie an Bord und der maritimen Psychologie erfolgt in enger Kooperation mit den Universitäten Kiel und Lübeck. Ferner führt das Institut Untersuchungen, Begutachtungen, Behandlungen und Eignungsfeststellungen durch.

Kommandeure seit 1965[Bearbeiten]

Nr. Dienstgrad Name Antritt Ausscheiden
1 Flottenarzt Dr. Armin Wandel 1965 1973
2 Flottenarzt Dr. Klaus Seemann 1973 1985
3 Flottenarzt Dr. Joachim Pröhl 1985 1989
4 Flottenarzt Dr. Bodo Greiner 1989 14. Januar 2004 [5]
5 Flottenarzt Dr. Rainer Pinnow 14. Januar 2004 19.September 2006 [6]
6 Flottenarzt Dr. Stefan Neidhardt 19.September 2006 [6]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Bundesarchiv: Schifffahrtsmedizinisches Institut der Marine 1959 – 1982
  2. Aufgaben/Organisation, Bundesarchiv.
  3. Der Sanitätsdienst der Marine-Die erste Neugliederung, Sanitätsdienst der Bundeswehr, 29. Mai 2006.
  4. Axel Schimpf. Das Marinekommando in Rostock - Die Marine auf Zukunftskurs. In: Marineforum 1/2-2013, S. 22ff.
  5. Wechsel an der Spitze des Schiffahrtmedizinischen Instituts der Marine. www.maritimemedizin.de, 14. Februar 2004, abgerufen am 12. September 2013.
  6. a b Kommandoübergabe am Schiffahrtmedizinischen Institut der Marine. www.maritimemedizin.de, 19. September 2006, abgerufen am 12. September 2013.