Schlacht am Kasserinpass

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Schlacht am Kasserinpass
Teil von: Tunesienfeldzug
Karte der Schlacht
Karte der Schlacht
Datum 19. bis 22. Februar 1943
Ort Kasserinpass, Tunesien
Ausgang Sieg der Achsenmächte
Konfliktparteien
Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Italien
Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Freies FrankreichFreies Frankreich Freies Frankreich
Befehlshaber
Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Erwin Rommel Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Lloyd Fredendall
Truppenstärke
22.000 30.000
Verluste
2.000 Mann
34 Panzer
10.000 Mann (davon 6.500 US-Amerikaner)
183 Panzer
208 Geschütze
616 Rad- und Halbkettenfahrzeuge[1]

Die Schlacht am Kasserinpass war eine Schlacht zwischen deutsch-italienischen und alliierten Truppen im Rahmen des Tunesienfeldzugs und das erste größere Aufeinandertreffen deutscher und amerikanischer Verbände während des Zweiten Weltkriegs. Trotz hoher alliierter Verluste wurde der auf das US-amerikanische Nachschublager im ostalgerischen Tebessa zielende Vorstoß der Achsenmächte abgewiesen.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Nach der Niederlage der Panzerarmee Afrika unter Erwin Rommel in der zweiten Schlacht von El Alamein und den britisch-US-amerikanischen Landungen in Marokko und Algerien (Operation Torch) im November 1942 fanden sich die italienischen und deutschen Truppen in einem Zweifrontenkrieg wieder. Nach dem Fall von Tripolis Ende Januar 1943 besetzte die sich vor Bernard Montgomerys britischer 8. Armee zurückziehende Armee Rommels die Mareth-Linie in Südtunesien, um sie gegen Montgomerys Angriffe zu verteidigen. Um den alliierten Vormarsch der britischen 1. Armee im Westen zu stoppen, war zuvor in Tunesien die 5. Panzerarmee unter Hans-Jürgen von Arnim aufgestellt worden.

Grant-Panzer der 1. US-Panzerdivision in Tunesien, Februar 1943

Dem II. US-Korps der britischen 1. Armee war es Anfang 1943 gelungen, die Ausläufer des Tellatlas in Westtunesien zu besetzen, von wo aus es die Nachschublinien Rommels bedrohte. Am 30. Januar begannen Truppen der 5. Panzerarmee unter Führung von Generalleutnant Heinz Ziegler einen Angriff auf den von französischen Truppen verteidigten Faïd-Pass, den sie trotz des Eingreifens von Teilen der 1. US-Panzerdivision einnehmen konnten. Am 14. Februar begannen die deutschen Truppen das Unternehmen „Frühlingswind“ mit einem Angriff der 10. und 21. Panzer-Division auf Sidi Bouzid, etwa 15 km westlich vom Faïd-Pass. In den Kämpfen vom 14. bis zum 17. Februar verlor die 1. US-Panzerdivision über 100 Panzer und musste sich zurückziehen. Die dadurch gewarnten Alliierten zogen eilig weitere Truppen in das bedrohte Gebiet und nahmen ihre Truppen aus Gafsa zurück. Am 17. Februar erreichte die 21. Panzer-Division Sbeitla. In dieser Situation übernahm Rommel persönlich den Befehl über die Operation, die beiden Panzerdivisionen wurden ihm direkt unterstellt. Damit verbunden war der Auftrag des italienischen Commando Supremo, nicht auf Tebessa, die Hauptbasis des II. US-Korps, sondern auf El Kef, in den Rücken des britischen V. Korps, vorzustoßen. Hierfür kamen die Sbiba-Lücke und der Weg durch den Kasserinpass und über Thala in Frage. Die divisionsstarke Kampfgruppe Deutsches Afrikakorps sowie die Panzerdivision Centauro und das 7. Bersaglieri-Regiment waren bereits von Gafsa aus in Marsch gesetzt worden, um Rommels Angriffsgruppe zu verstärken. Aufklärungseinheiten der Kampfgruppe DAK erreichten den Ort Kasserine am 18. Februar.

Verlauf[Bearbeiten]

Am 19. Februar führte die Kampfgruppe DAK zunächst testweise Angriffe auf den Eingang zum Kasserinpass durch, bei denen sie in einem Minenfeld steckenblieb. Die 21. Panzer-Division, bei der Rommel sich an diesem Tag aufhielt, traf währenddessen bei Sbiba auf die britische 1st Guards Brigade und Teile der 34. US-Infanteriedivision und wurde in ihrem Vormarsch gestoppt. Rommel entschied daraufhin, den Erfolg am Kasserinpass zu suchen und die 10. Panzer-Division, die von der 5. Panzerarmee in den Raum Kairouan befohlen worden war, hierfür einzusetzen. In der Nacht vom 20. zum 21. durchbrachen die deutschen Verbände die von der Task Force Stark gehaltene Verteidigungslinie am Kasserinpass. Die 10. Panzer-Division wandte sich daraufhin nach Thala, wo sie auf die 26. britische Panzerbrigade traf, die mit starker Artillerie- und Luftunterstützung ihre Stellung verteidigte. Die Kampfgruppe DAK ging in nordwestlicher Richtung im Bahiret Foussana vor, wobei sich ihr das noch frische Combat Command B der 1. US-Panzerdivision und Teile der 1. US-Infanteriedivision entgegenstellten. Nach erfolglosen Angriffen auf die amerikanischen Stellungen am 22. und nach Rücksprache mit dem OB Süd Kesselring entschied sich Rommel, die Angriffe abzubrechen und die Kampfgruppe DAK sowie die 10. Panzer-Division unter Verminung des Rückzugswegs auf den Kasserinpass zurückzuziehen. Nach der Ernennung zum Oberbefehlshaber der neuen Heeresgruppe Afrika am 23. Februar erhielt er den Befehl des Commando Supremo, die Offensive einzustellen und seine mobilen Verbände auf eine spätere Aktion gegen die Spitzen der 8. Armee an der Mareth-Linie vorzubereiten.

Folgen[Bearbeiten]

Als Folge seiner nicht überzeugenden Führung während der Schlacht wurde Anfang März Fredendall als Kommandierender General des II. US-Korps durch George S. Patton abgelöst, dem Omar N. Bradley als Stellvertreter zugeteilt wurde. Die 10. Panzer-Division erbeutete während der Kämpfe am Kasserinpass eine größere Anzahl von US-Fahrzeugen, darunter 95 M3 Halbkettenfahrzeuge.[2]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Brian John Murphy: Facing the Fox auf americainwwii.com.
  2. Alexander Lüdeke: Typenkompass – Beutepanzer der Wehrmacht, Motorbuch-Verlag, S. 113

35.2595939966678.7424273794444Koordinaten: 35° 15′ 35″ N, 8° 44′ 33″ O