Schlacht bei Bezzecca

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Schlacht bei Bezzecca
Teil von: Dritter Italienischer Unabhängigkeitskrieg
Illustrated London News - 11 agosto 1866. Combattimento fra garibaldini e austriaci a Bezzecca.jpg
Datum 21. Juli 1866
Ort bei Bezzecca, Italien
Ausgang Sieg der Italiener
Konfliktparteien
Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Italien Osterreich KaisertumKaisertum Österreich Österreich
Befehlshaber
Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Giuseppe Garibaldi Osterreich KaisertumKaisertum Österreich Franz von Kuhn
Truppenstärke
40.000 ? Soldaten 13.000 Mann
Verluste
unbekannt unbekannt

Bei Bezzecca (nordwestlich des Gardasees) schlugen am 21. Juli 1866 ein starkes italienisches Freiwilligenkorps unter Giuseppe Garibaldi die österreichischen Truppen des Generals Franz Kuhn von Kuhnenfeld. Es war der einzige italienische Erfolg während des sogenannten Dritten Italienischen Unabhängigkeitskrieges.

Hintergrund[Bearbeiten]

1866 kam es zum Deutschen Krieg zwischen Preußen und Österreich. Italien verbündete sich mit Preußen, in der Hoffnung, dadurch sich das nach der Schlacht von Solferino beim Kaisertum Österreich verbliebene Venetien einzugliedern. Italien griff in drei Bereichen an: von der Lombardei aus das österreichische Festungsviereck Mantua-Peschiera del Garda-Verona-Legnago; von der Emilia-Romagna aus Venetien; im Bereich der Alpen das Trentino, wobei es zur Schlacht von Bezzecca kam.

Verlauf der Schlacht[Bearbeiten]

Nach mehrwöchigen Gefechten um den Monte Suello und in Condino eroberte Garibaldi das Forte d’Ampola. Dies erlaubte es Garibaldi, ins Valle di Ledro vorzudringen, wo er jedoch auf den erbitterten Widerstand der Truppen des österreichischen Generals von Kuhnenfeld stieß. Nach einer misslungenen Umfassung Bezzeccas ließ er den Ort nach Artillerievorbereitung frontal stürmen und nahm ihn nach blutigen Nahkämpfen ein. Die Österreicher zogen sich in die umliegenden Berge zurück. Während des italienischen Vormarsches auf Trient und auf die Festungen von Lardaro erreichte Garibaldi die Nachricht des piemontesischen Rückzugs nach der verlorenen Schlacht bei Custozza. Garibaldi musste sich zurückziehen.

Weiterer Verlauf[Bearbeiten]

Garibaldis berühmtes Telegramm. Inhalt: Obbedisco - Ich gehorche.

Die von den Italienern ohne Not vorzeitig abgebrochene Schlacht bei Custozza und der folgende Rückzug aus dem Trentino hatte für Italien (und auch für Österreich) bedeutende Konsequenzen. Zwar musste Österreich nach der verlorenen Schlacht von Königgrätz Venetien dennoch an Italien abtreten, weil die Verträge zwischen Italien und dem Kriegsgewinner Preußen das so vorsahen. Doch verblieben das Trentino und das Gebiet um Triest weiterhin bei Österreich, was später zum Irredentismus und zum Eintritt Italiens in den Ersten Weltkrieg führte.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ugo Zaniboni Ferino: Bezzecca 1866 - La campagna garibaldina fra l'Adda e il Garda. Saturnia, Trient 1966. (Neuaufl. 1987)
  • Guerzoni, Giuseppe: Garibaldi. Barbera, Florenz 1882.