Serenade

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Serenade (it. sereno heiter, al sereno unter heiterem Himmel, im Freien; auch sera Abend) ist ursprünglich ein abendliches Ständchen. Seit der Wiener Klassik versteht man unter Serenade meist ein Instrumentalstück mit unterhaltsamem Charakter und einer größeren Anzahl von Sätzen.

Im Gegensatz dazu bezeichnet die Aubade ein Morgenlied.

Beim Großen Zapfenstreich der Bundeswehr ist die Serenade der Teil des Zeremoniells, bei dem sich die zu ehrenden Persönlichkeiten (z. B. Bundespräsident, Bundeskanzler oder Bundesminister der Verteidigung bei deren Verabschiedung zum Amtsende) bis zu vier Musikstücke wünschen dürfen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Entwicklung

Die frühen Serenaden der Klassik (u.a. von Haydn, Mozart und Salieri) führten gern einige Blasinstrumente ein (Oboen, Fagotte, Hörner, Klarinetten), wie das für eine Musik im Freien passend ist. Mit dem Einzug der Serenade in den Konzertsaal – was bereits bei Mozart zu finden ist – kamen mehr und mehr Streichinstrumente dazu, um ein orchestraleres Klangbild zu erzeugen.

Beethoven schrieb zwei Serenaden für Kammerbesetzung, Op. 8 für (Violine, Bratsche und Violoncello), sowie Op. 25 für Flöte, Violine und Viola, den Serenaden zuzurechnen ist ferner das Trio Op. 88 für zwei Oboen und Englischhorn.

Charakteristisch für frühere Serenaden war außerdem, dass alle Instrumente konzertierend eingesetzt wurden, d.h. es wurde ein Gleichgewicht aller beteiligten Instrumente angestrebt; auch dieses Merkmal findet man bei Serenaden ab der Klassik bzw. Romantik nicht mehr.

Serenaden für reine Bläserbesetzung komponierten ferner:

Bekannte Streicherserenaden schrieben unter anderen:

Serenaden für volles Orchester:

Nur zwei typische Eigenschaften blieben bis heute von der früheren Serenade erhalten: dass sie (meist, aber nicht immer) mehr Sätze hat als die Sonate und dass diese Sätze hinsichtlich ihrer Durchführung minimalistischer sind – also im ganzen leichter und freier gehalten sind als in der Sinfonie und Suite. Gewöhnlich hat die Serenade mehrere menuettartige Sätze und als Kern einen oder zwei langsame Sätze. Anfang und Schluss hatten ursprünglich die Satzform des Marsches.

[Bearbeiten] Film

Serenade ist auch der Titel eines deutschen Films aus dem Jahr 1937 (Regie: Willi Forst, Musik: Peter Kreuder)

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Serenaden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Quellen

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen