Eine kleine Nachtmusik

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Die Serenade Nr. 13 für Streicher in G-Dur KV 525 ist eine der populärsten Kompositionen von Wolfgang Amadeus Mozart. Ihren Beinamen Eine kleine Nachtmusik verdankt sie Mozarts Eintrag in seinem Werkverzeichnis: „Eine kleine Nachtmusik, bestehend in einem Allegro.Menuett und Trio.-Romance.Menuett und Trio, und Finale.-2 violini, viola e bassi.“ Mit Nachtmusik übersetzt er den Begriff Serenade ins Deutsche, der eine Gattung der Unterhaltungsmusik bezeichnet, die traditionell abends und oft im Freien zur Aufführung kam und deshalb häufig für Blasinstrumente geschrieben war. Die „Kleine Nachtmusik“ ist jedoch für ein Kammermusikensemble von zwei Violinen, Bratsche, Violoncello und Kontrabass geschrieben (die Stimmen werden heute meist mehrfach besetzt). Darüber hinaus weisen auch die Kunstfertigkeit der Stimmführung und die klassischen Proportionen der Sätze darauf hin, dass das Werk eher als anspruchsvolle Kammermusik denn als reine, „leichte“ Unterhaltungsmusik konzipiert war.

Die Komposition wurde am 10. August 1787 in Wien beendet, während Mozart an „Don Giovanni“ arbeitete. Es ist jedoch unbekannt, für welchen Anlass oder welchen Auftraggeber Mozart sie schrieb. Zu seinen Lebzeiten wurde sie vermutlich nie aufgeführt.

Aus Mozarts Werkverzeichnis (s. o.) geht hervor, dass die Serenade ursprünglich fünf Sätze umfasste. Im Autographen fehlen die Seiten zu diesem (ursprünglichen) zweiten Satz; es ist unklar, ob sie verloren gegangen sind oder bewusst herausgetrennt wurden. Alfred Einstein vermutete, dass Mozarts Menuett B-dur, KV Anh. 136 (498a) Nr. 3, einen Klavierauszug des verlorenen zweiten Satzes der „Kleinen Nachtmusik“ darstellt. Wolfgang Plath und Wolfgang Rehm reihen dieses Menuett an seinem Ort innerhalb der Sonate in der "Neuen Mozart-Ausgabe" unter die zweifelhaften Werke (Serie X, Werkgruppe 29, Abteilung 2, also Bd. 112) ein und referieren im Vorwort August Eberhard Müller (1767–1817) als Verfasser bzw. Arrangeur der Sonate.

Sätze[Bearbeiten]

Erster Satz[Bearbeiten]

Das erste Thema lautet:

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1. Satz – Allegro

Der erste Satz ist ein Allegro in Sonatenform. Der erste Takt beginnt mit einer Tonfolge, die an die Eröffnung der kurz danach entstandenen Jupitersinfonie erinnert. Das Allegro steigert sich im Hauptsatz aggressiv in ein „Mannheimer Raketenthema“.

Das zweite Thema des Satzes ist anmutiger und steht, wie in der Sonatenform üblich, in der Dominanttonart, hier D-Dur. Die Exposition schließt in D-Dur und wird wiederholt. Die Durchführung beginnt in D-Dur und berührt d-Moll sowie C-Dur, bevor das Werk zu G-Dur für die Reprise zurückkehrt. Der Satz endet in der Tonika (G-Dur).

Zweiter Satz[Bearbeiten]

Der zweite Satz ist eine „Romanze“ mit der Tempobezeichnung Andante und ist somit langsamer und hebt sich deutlich vom ersten Satz ab. Er steht in einer Form ähnlich der Sonatenrondoform (ABACA). Das erste Thema (A) ist anmutig und lyrisch. Es wird gefolgt vom zweiten Thema (B), das rhythmischer als das erste ist. Das erste Thema wird wiederholt (A) und dann folgt das dritte Thema (C), welches dunkler als die beiden anderen ist und eine Spur c-Moll enthält. Das erste Thema (A) wird zum Abschluss des Satzes noch einmal wiederholt. Die Tonart ist C-Dur, die Subdominante von G-Dur.

Dritter Satz[Bearbeiten]

Der dritte Satz ist ein Menuett und Trio mit zwei Themen (ABA). Der Satz steht in der Tonika, G-Dur, und hat ein schnelles Allegretto-Tempo.

Vierter Satz[Bearbeiten]

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4. Satz – Rondo

Der vierte und letzte Satz ist in Sonatenrondoform gehalten. Als Finale kehrt er zur Lebhaftigkeit des ersten Satzes zurück. Der Satz wechselt in der Exposition zwischen den beiden Hauptthemen. Die Durchführung wandert durch mehrere Tonarten und endet in g-Moll. Die zwei Themen kehren in der Reprise zurück, und der Satz endet in der Coda, in der das erste Thema wiederholt wird.

Populäre Rezeption[Bearbeiten]

Wegen seiner Popularität und Zugänglichkeit wird das Stück häufig in der Fernsehwerbung, in Kinofilmen, im Fernsehen und in Videospielen benutzt.

Weblinks[Bearbeiten]