Max Bruch

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Max Bruch

Max Christian Friedrich Bruch (* 6. Januar 1838 in Köln; † 2. Oktober 1920 in Berlin) war ein deutscher Komponist und Dirigent.

Bekannt ist er vor allem wegen seines 1. Violinkonzerts und der Schottischen Phantasie.

Leben[Bearbeiten]

Kindheit (1838–1847)[Bearbeiten]

Gedenktafel am Richmodisturm, der Geburtsstätte Bruchs in der Richmodstraße in Köln
Statue Max Bruchs am Kölner Rathausturm
Denkmal für Max Bruch und Maria Zanders in der Fußgängerzone von Bergisch Gladbach Stadtmitte

Max Bruch wurde am Dreikönigstag (6. Januar) des Jahres 1838 als Sohn des königlichen Polizeirats und stellvertretenden Polizeipräsidenten August Karl Friedrich Bruch und dessen Frau, der Sopranistin Wilhelmine, geborene Almenräder, im Richmodis-Haus in Köln geboren. Eine Plakette am wiederaufgebauten Turm in der Richmodstraße am Neumarkt trägt folgende Inschrift: „Geburtsstätte des rheinischen Tondichters und Sängers Max Bruch – 6. Januar 1838“.[1] Warum Bruch auch als Sänger beschrieben wird, ist unklar.

Bruch charakterisiert seinen Vater in seinen Jugenderinnerungen folgendermaßen:

„Er war ein äußerst pflichttreuer, eifriger und gewissenhafter Beamter, milderte aber gerne aus angeborenem Wohlwollen unvermeidliche polizeiliche Härten, so viel es ihm möglich war. Er genoss die Zuneigung und das Vertrauen der verschiedensten Kreise der Bürgerschaft, und war manchmal Helfer in der Not.“[2]

Er fügt im selben Artikel noch eine vor allem für die musikalische Nachwelt interessante Anekdote ein:

„Eines Tages erschien auch ein kleiner beweglicher Geschäftsmann mit einem lang aufgeschossenen Knaben in der Amtsstube des Vaters und sagte: ‚Erlauben Sie mir, verehrtester Herr Rat, Ihnen meinen Sohn vorzustellen, er spielt sehr schön Cello – ein großes Talent – jetzt soll er nach Paris!‘ Dieser Junge war Jacques Offenbach, der später durch einige niedliche und verschiedene weniger schöne Operetten eine Berühmtheit besonderer Art errungen hatte.“[2]

Seinen ersten Musik- und Klavierunterricht erhielt er von der Mutter. Auch sie beschreibt er in den Jugenderinnerungen:

„Meine Mutter war durch und durch musikalisch, hatte eine gute Sopranstimme, und sang in den zwanziger Jahren des Jahrhunderts wiederholt auf Rheinischen Musikfesten... die Soli. Sie verlor aber zu ihrem großen Kummer früh die Stimme und beschränkte sich dann auf den Gesangsunterricht.“[2]

Über seine Schwester Mathilde, genannt Till, schreibt er:

„Da ich keine anderen Geschwister hatte, so bildete sich ein besonders inniges Verhältnis zwischen uns beiden. Wir trieben alles gemeinsam, Musik, Sprachen u.s.w. und es gab nichts, was ich nicht damals und später vertrauensvoll mit ihr besprochen hätte. Sie hatte von Natur einen stark ausgeprägten Formensinn und die tiefste Empfindung für melodische Schönheit und das Große in der Kunst; auch besaß sie die Fähigkeit, über alle höheren Kunstdinge scharf und logisch zu denken.“[2]

Zwischen seinem 7. und 10. Lebensjahr entwickelte Bruch ein Talent zum Malen, weshalb ihn seine Verwandten auch den „zweiten Raffael“ nannten. Zur Übung kopierte er von ihm verehrte Werke wie Die Landung des Ferdinand Cortez an der Küste von Mexiko, Die Himmelfahrt des Elias, Der heilige Bonifacius die heilige Eiche von Hessen fällend und andere, die ihm als Illustrationen aus Kinderbüchern, Bibeln und Studien zur Weltgeschichte bekannt waren.

Jugend (1848–1857)[Bearbeiten]

Im Alter von 9 Jahren schrieb er seine erste Komposition, ein Lied zum Geburtstag der Mutter. Von da an war die Musik seine Passion, was von seinen Eltern nach Kräften gefördert wurde. So entstanden in einem plötzlichen kreativen Ausbruch viele kleine Werke wie Motetten, Psalmvertonungen, Klavierstücke, Violinsonaten, ein Streichquartett und sogar Orchesterwerke wie die Ouvertüre zu einer geplanten Oper Jungfrau von Orléans. Nur wenige dieser Jugendwerke sind überliefert.

Den ersten musiktheoretischen Unterricht erhielt Bruch 1849 in Bonn von Professor Heinrich Carl Breidenstein, einem Freund seines Vaters. Zu dieser Zeit kam er auch das erste Mal auf den Igeler Hof, ein Gut in Bergisch Gladbach, auf dem er einen Großteil seiner Musik schrieb. Der Hof gehörte dem Rechtsanwalt und Notar Neißen, der ihn mit seiner unverheirateten Schwester bewohnte. Später wurde das Gut von der Familie Zanders gekauft, die eine große Papierfabrik besaß. Auf Wanderungen und Postkutschfahrten dorthin wurde der Junge von seinem Vater in französischer und englischer Konversation unterwiesen.[3] In den späteren Jahren gab ihm Maria Zanders als Freundin und Mäzenin die geeignete Umgebung für sein Schaffen in der Villa Zanders.[4]

Auch der kritische Blick des aufgeweckten Jungen wurde schon früh durch die Familie geschult. Von einer Kaffeeeinladung bei der befreundeten Familie Weber schreibt er der Mutter nach Igeler Hof:

„Herr Höcke spielte mit Johann 3 Duos, hierauf Peter und Therese einige Walzer und Polkas etc., sodaß mir der ganze Nachmittag mit Ausnahme der ersten Stücke langweilig war. Gegen 7 Uhr wurde ich aufgefordert, etwas von meinen Kompositionen vorzutragen; das neue Paradepferd musste also wieder dran glauben. Auf dem sehr leicht anzuschlagenden Flügel (der übrigens einen halben Ton zu tief stand) gelangen mir die Variationen auch ziemlich. Dann wurden einige Lieder gesungen unter anderem sang Frau Weber ein Lied von ihrem Sohn, welches mich aber, obwohl der Komponist fleißig darin raisonnirte (z. B. Muma Aeze ess et net-Muma verkeert) nicht ansprach; und endlich musste ich mich noch mit meinem modernen Stück abplagen.“[5]

Im gleichen Brief berichtet er auch vom Gang seiner Studien:

„… ich blieb zu Hause. Da habe ich mich tief in die Künsteleien meiner Fuge vergraben und mir an Engführung, Umkehrung, Kontrapunkt u.s.w. den Kopf zerbrochen. Den Nachmittag hatte ich Violinstunde... Gegen das Ende der Stunde kam Professor Breidenstein; er war, wie gewöhnlich sehr freundlich. Meine Fugen, welche ich ihm zeigte, fand er auch nicht ganz schlecht.“[5]

Als Elfjähriger trat er mit größeren Kompositionen an die Öffentlichkeit. Im März 1852 wurde seine erste Sinfonie f-Moll durch die Philharmonische Gesellschaft in Köln aufgeführt. Mit einem Streichquartett gewann er 1852 ein Vierjahresstipendium der Frankfurter Mozart-Stiftung. Dieses Stipendium erlaubte ihm von 1853 bis 1857 ein Kompositionsstudium bei Ferdinand Hiller und Klavierstudien bei Carl Reinecke und Ferdinand Breunung in Köln.

Hiller hatte den jungen Bruch bereits 1850 kennengelernt, was ein Tagebucheintrag vom 8. April belegt: „Besuch von Bruch und Sohn“. Er berichtet weiter von einer Sonate zu vier Händen, die Max ihm brachte. In den folgenden Jahren hörte er mehrere Stücke des jungen Talents, so „zum Geburtstag der Mutter ein Streichquartett vom Sohn“, 1851 ein Trio, eine Motette und eine Sonate. Am 30. November 1852 hörte er schließlich bei einem der zahlreichen Besuche im Elternhaus eine „Sonate mit Violine“ und ein Klavierquintett. Mittlerweile hatte er sich bei der Mozartstiftung in Frankfurt für ein Stipendium für Max eingesetzt, wofür ihm der Junge in einem Brief dankte:

„Nun das Glück des Sieges mir wirklich zu Theil geworden, verhehle ich es mir keineswegs, daß ich den besten Theil des Erfolgs gewiß nur Ihnen zu verdanken habe, weil Ihre trefflichen Belehrungen bei meinen früheren Streich-Quartetten mir bei diesem letzten sehr zustatten gekommen sind... Ich werde mein möglichstes thun, um das Vertrauen zu rechtfertigen, welches man in mich gesetzt hat, und unter Ihrer Leitung recht tüchtig arbeiten, wie es einem Stipendiaten der Mozart-Stiftung zukommt!“[6]

Die Stiftung bat Hiller auch ausdrücklich darum, „den neuen Mozart-Zögling zu einem wackeren Musiker und Tondichter heranzubilden“.

Bereits am 12. März 1852 erschien in der Rheinischen Musikzeitung ein Artikel über Max, in dem man ihn mit Mozart und Mendelssohn verglich. Beschrieben wird er als „ein lieber, offener, munterer, kindlich unbefangener Knabe, der, obwohl er nur in Tönen lebt und webt, nichtsdestoweniger auch für andere Gegenstände Geschick und Befähigung zeigt“. Am Ende des Artikels gibt man ihm die besten Wünsche mit auf den Weg:

„Möge er muthig auf der begonnenen Bahn vorwärts schreiten, der Kunst nur um ihrer selbst willen als der hehren heiligen Göttin dienen und sein Ziel nur in der Erreichung des Höchsten und Besten finden! Dazu wünschen wir ihm von ganzem Herzen des Himmels besten Segen!“

Hiller hielt große Stücke auf Bruch und widmete seiner Arbeit mehr Aufmerksamkeit als der seiner anderen Schüler. In seinen Tagebüchern sind die meisten von Bruchs unveröffentlichten Frühwerken sowie seine ersten publizierten Kompositionen erwähnt. Auch war er maßgeblich an der Drucklegung des op. 1 seines Schülers beteiligt, indem er einerseits Empfehlungen aussprach und andererseits eine Subskriptionsliste in Köln unter Musikliebhabern und Freunden zirkulieren ließ. Diese Liste war innerhalb von wenigen Tagen gezeichnet und ermöglichte so 1857 die Veröffentlichung der Oper beim Verlag Senff in Leipzig.

Spätere Lebensjahre (ab 1858)[Bearbeiten]

Berliner Gedenktafel am Wohnhaus in Berlin-Friedenau, Albestraße 3
Grab in Berlin

Danach hielt er sich vorübergehend in Leipzig, Bonn und Mannheim auf. 1865 erhielt er den Posten des Musikdirektors in Koblenz, wo er sein wohl bekanntestes Werk schrieb, das Erste Violinkonzert. Zwei Jahre später wechselte er nach Sondershausen, wo er bis 1870 als Hofkapellmeister tätig war. In den folgenden Jahren lebte er zunächst als Musiklehrer in Berlin und ab 1873 als freischaffender Komponist in Bonn. Er knüpfte in dieser Zeit Kontakte zu den bedeutendsten Musikerpersönlichkeiten seiner Zeit, so zu Johannes Brahms, Joseph Joachim und Pablo de Sarasate.

1878 nahm Bruch wieder eine Stelle an, die Leitung des Stern’schen Gesangvereins in Berlin. Von 1880 bis 1883 leitete er die Philharmonic Society in Liverpool und heiratete am 3. Januar 1881 die Sängerin Clara Tuczek (* 15. Februar 1854; † 26. August 1919), mit der er 4 Kinder hatte. Nach einer Reise in die USA übernahm er noch im selben Jahr die Leitung des Breslauer Orchestervereins, die er bis 1891 innehatte. 1891 erhielt Bruch eine Meisterklasse für Komposition an der Preußischen Akademie der Künste in Berlin. Zu seinen dortigen Schülern zählte neben den Operettenkomponisten Oscar Straus und Eduard Künneke, Fartein Valen, der polnische Orgel-Komponist Feliks Nowowiejski, der englische Komponist Ralph Vaughan Williams sowie der japanische Komponist Kōsaku Yamada. In Erscheinung trat er auch als Bearbeiter von Volksliedern für das sogenannte „Kaiserliederbuch“, zunächst für das 1906 veröffentlichte Volksliederbuch für Männerchor.

Er wurde an der Seite seiner vorverstorbenen Frau in einem Ehrengrab auf dem alten St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin-Schöneberg bestattet. Bruch erhielt viele Auszeichnungen, unter anderem 1893 die Ehrendoktorwürde der Universität Cambridge, die er 1914 zurückgegeben hat[7], und 1918 die Ehrendoktorwürde der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität.

Kompositionsstil[Bearbeiten]

Bruchs Ideale standen schon zu Beginn seiner kompositorischen Laufbahn fest und sollten sich bis zu seinem Tode nicht einmal ansatzweise verändern. Unverkennbar ist eine hohe Wertschätzung für Felix Mendelssohn Bartholdy und seinen Freund Johannes Brahms. Zu seinem großen Leidwesen stand er jedoch stets im Schatten des übermächtigen Brahms, mit dem er sich zeitlebens vergleichen lassen musste. Hinzu kommt ein lebhaftes Interesse für das deutsche Volkslied. Dagegen bekämpfte er von Anfang an die Neudeutsche Schule um Franz Liszt und Richard Wagner. Seine Werke zeugen von einem Sinn für eingängige Melodien und traditionelles Formdenken. Obwohl sich Bruch sehr für die Vokalmusik interessierte, sind seine stärksten Werke eher auf dem Gebiet der Instrumentalmusik (Symphonien, Konzerte) zu finden.

Schon zeit seines Lebens zeichnete sich ab, was bis heute Realität ist: Die öffentliche Wahrnehmung des Komponisten Bruch beschränkt sich weitgehend auf sein erstes Violinkonzert – eine Tatsache, die Bruch verbitterte[8] und ihn zu einem Misanthropen werden ließ. Die Gründe für die relative Gleichgültigkeit, die seinem vielfältigen Schaffen zuteilwird, sind mehrfache:

Obwohl eine nicht geringe Anzahl seiner Kompositionen in ihrer formalen Anlage durchaus unkonventionelle und progressive Züge aufweist, war Bruch im Grunde ein konservativer Komponist, der um die Jahrhundertwende vor allem wegen seiner eher wenig avancierten Harmonik zum Anachronisten gestempelt wurde. Er verteidigte seine romantische Kunstauffassung als die einzig wahre und geriet in zusätzliche Kritik durch seine heftigen Angriffe auf Richard Strauss und Max Reger. Zeitlebens wandte er sich gegen jegliche musikalische Neuerungen, die von ihm als „musikalischer Sozialdemokratismus” bezeichnet wurden. Seit er während des Nationalsozialismus wegen seines Kol Nidrei (op. 47) als vermeintlicher Jude von den Programmplänen verschwand, wurden seine Werke im deutschsprachigen Raum weitgehend vergessen.

Ehrungen[Bearbeiten]

Max-Bruch-Denkmal auf der Margaretenhöhe in Bergisch Gladbach

Werke[Bearbeiten]

Bühnenwerke[Bearbeiten]

Opern[Bearbeiten]

  • Scherz, List und Rache op. 1 (Uraufführung: 14. Januar 1858, Köln)
  • Die Loreley op. 16 (1863)
  • Hermione op. 40 (Uraufführung: 21. März 1872, Berlin)
  • Claudine von Villa Bella, WoO

Orchesterwerke[Bearbeiten]

Konzerte und Konzertstücke[Bearbeiten]

  • Violinkonzert Nr. 1 g-Moll op. 26 (1865–67)
  • Romanze für Violine und Orchester a-Moll op. 42
  • Violinkonzert Nr. 2 d-Moll op. 44 (1877)
  • Schottische Fantasie für Violine und Orchester Es-Dur op. 46 (1879/80)
  • Kol nidrei, Konzertstück für Violoncello und Orchester d-Moll op. 47 (1880/81)
  • Canzone für Violoncello und Orchester B-Dur Op. 55
  • Adagio nach keltischen Melodien für Violoncello und Orchester op. 56
  • Adagio appassionato, Konzertstück für Violine und Orchester op. 57
  • Violinkonzert Nr. 3 d-Moll op. 58 (1891)
  • Ave Maria für Violoncello (oder Violine) und Orchester Op. 61
  • Schwedische Tänze für Violine und Orchester op. 63
  • In Memoriam für Violine und Orchester a-Moll op. 65
  • Serenade für Violine und Orchester op. 75 (1899/1900)
  • Konzertstück für Violine und Orchester fis-Moll op. 84 (1910)
  • Romanze für Viola und Orchester F-Dur op. 85 (um 1912)
  • Konzert für Klarinette, Viola und Orchester e-Moll op. 88 (1911)
  • Konzert für 2 Klaviere und Orchester as-Moll op. 88a (1915, nach der Suite Nr. 3)

Vokalmusik[Bearbeiten]

Geistliche Chorwerke[Bearbeiten]

  • Hosanna, WoO
  • Jubilate und Amen op. 3
  • Die Flucht der heiligen Familie, Kantate op. 20
  • Gesang der heiligen drei Könige op. 21
  • Rorate coeli op. 29
  • Die Flucht nach Aegypten op. 31, No. 1
  • Morgenstunde op. 31, No. 2
  • Kyrie, Sanctus und Agnus Dei op. 35
  • Gruß an die heilige Nacht op. 62
  • Hymne, Kantate op. 64
  • Moses, Oratorium op.67 (1893/94)
  • Sei getreu bis in den Tod op. 69
  • Osterkantate op. 81
  • Das Wessobrunner Gebet op. 82
  • Christkindlieder op. 92

Weltliche Chorwerke mit Solostimmen[Bearbeiten]

  • Rinaldo, WoO
  • Die Birken und die Erlen, Kantate nach einem Gedicht aus den Waldliedern von Pfarrius op. 8
  • Frithjof, Kantate nach Szenen aus der Frithjof-Sage von Esaias Tegnér op. 23 (1860, rev. 1864)
  • Schön Ellen op. 24
  • Salamis, Kriegsgesang der Griechen op. 25
  • Frithjof auf seines Vaters Grabhügel op. 27
  • Normannenzug op. 32
  • Dithyrambe op. 39
  • Odysseus, Oratorium op. 41 (1871/72)
  • Arminius, Oratorium op. 43 (1875)
  • Die Glocke, Oratorium nach Das Lied von der Glocke von Friedrich Schiller, op. 45 (1872)
  • Achilleus, Oratorium nach Motiven der Ilias von Heinrich Bulthaupt op. 50
  • Das Feuerkreuz, Kantate op. 52
  • Drei Hebräische Gesänge, WoO
  • Leonidas, Oratorium op. 66
  • Gustav Adolf, Oratorium op. 73
  • Damanjanti, Szenen aus der indischen Dichtung Nala und Damanjanti op. 78
  • Die Macht des Gesanges op. 87
  • Trauerfeier fur Mignon op. 93

Weltliche Chorwerke ohne Solostimmen[Bearbeiten]

  • Vier Männerchöre mit Orchester op. 19
  • Fünf Lieder op. 22
  • Römische Leichenfeier op. 34
  • Das Lied vom deutschen Kaiser op. 37
  • Fünf Lieder op. 38
  • Vier Männerchöre op. 48
  • Zwei Männerchöre op. 53
  • Neun Lieder op. 60
  • Drei Neue Männerchöre op. 68
  • Sieben Gesänge op. 71
  • In der Nacht op. 72
  • Herzog Moritz, Kriegslied der Magdeburger gegen Herzog Moritz von Sachsen op. 74
  • Der letzte Abschied des Volkes op. 76
  • Sechs Volkslieder, WoO
  • Sechs Lieder op. 86
  • Alternberger Hymne, WoO
  • Heldenfeier op. 89
  • Fünf Lieder op. 90
  • Die Stimme der Mutter Erde op. 91

Lieder[Bearbeiten]

  • Drei Duette für Sopran, Alt und Klavier op. 4
  • Sieben Lieder für 2- und 3-stimmige Frauenstimmen und Klavier op. 6
  • Sechs Lieder op. 7
  • Hymne für Sopran (oder Alt) und Klavier op. 13
  • Vier Lieder für Solostimme and Klavier op. 15
  • Zehn Lieder op. 17
  • Vier Lieder für Bariton und Klavier op. 18
  • Zwölf schottische Volkslieder, WoO
  • Die Priesterin der Isis in Rom, Kantate op. 30
  • Vier Lieder op. 33
  • Lieder und Gesänge op. 49
  • Siechentrost Lieder op. 54
  • Fünf Lieder für Bariton op. 59
  • Szene der Marfa aus Schillers Demetrius op. 80
  • Fünf Lieder op. 97

Kammermusik[Bearbeiten]

  • Septett Es-Dur für Klarinette, Horn, Fagott, 2 Violinen, Violoncello und Kontrabass, WoO (28. August 1849, Goethes 100. Geburtstag[10] )
  • Klaviertrio No. 1, WoO (1849)
  • Quintett für Klavier und Streicher WoO (1852)
  • Streichquartett (1852)
  • Klaviertrio No. 2, WoO (c1852)
  • Klaviertrio No. 3, WoO (1855)
  • Trio c-Moll für Klavier, Violine, and Violoncello op. 5 (1857)
  • Streichquartett Nr. 1 c-Moll op. 9 (1856)
  • Streichquartett Nr. 2 E-Dur op. 10 (1860)
  • Schwedische Tänze für Violine und Klavier op. 63
  • Vier Stücke für Violoncello und Klavier op. 70
  • Lieder und Tänze über russische und schwedische Melodien für Violine und Klavier op. 79
  • Acht Stücke für Klarinette, Bratsche und Klavier oder Violine, Violoncelle und Klavier op. 83 (1908/09)
  • Klavierquintett g-Moll, WoO (1886)
  • Streichquintett Nr. 1 a-Moll, WoO (1918)
  • Streichquintett Nr. 2 Es-Dur, WoO (1918)
  • Frühlingslied für Zwei Violinen, Klavier, und Harmonium ad lib., WoO
  • Streichoktett B-Dur, WoO (1920)
  • Ach bleib mit deiner Gnade für Blechbläser, WoO

Klaviermusik[Bearbeiten]

  • Romanze, WoO
  • Capriccio in fis-Moll für Klavier zu Vier Händen op. 2
  • Fantasia in d-Moll op. 11
  • Sechs Klavierstücke op. 12
  • Zwei Klavierstücke op. 14
  • Mindener Fantasie, WoO
  • Schwedische Tänze op. 63, arrangiert für Klavier zu 2 Händen
  • Schwedische Tänze op. 63, arrangiert für Klavier zu 4 Händen

Orgelwerke[Bearbeiten]

  • Kleines Präludium, WoO

Verschiedenes[Bearbeiten]

  • Lied an die Eltern, WoO
  • Lieder, WoO (1851)
  • Am Rhein, WoO
  • Dramatischen Szenen aus Scheffels Ekkehard, WoO
  • Durch Nacht zum Licht, WoO
  • Geistlich gesinnt sein, WoO
  • Gesänge bei der Trauung Else Tuczek und Franz von Ankert am 24. März 1897
  • Hymne, WoO
  • Hymne an das Vaterland, WoO
  • Japanslied, WoO
  • Kaiser Wilhelm-Lied, WoO
  • Wächterlied in der Neujahrsnacht, WoO
  • Das Lied der Deutschen in Österreich, WoO
  • Militärmärsche, WoO
  • Venezianische Serenade, WoO
  • Wächterlied in der Neujahrsnacht, WoO
  • Zum 31.8.1900, WoO

Literatur[Bearbeiten]

  • Matthias Falke: Die Symphonie zwischen Schumann und Brahms. Studien zu Max Bruch und Robert Volkmann. Berlin 2006, ISBN 978-3-936637-09-0.
  • Karl-Gustav Fellerer: Max Bruch (1838-1920). In: Rheinische Lebensbilder, Band 5. Hrsg. von Bernhard Poll. Rheinland Verlag, Köln 1973, S. 175-190.
  • Ders.: Max Bruch 1838–1920. In: Beiträge zur Rheinischen Musikgeschichte. Heft 103, Köln 1974.
  • Christopher Fifield: Max Bruch, His Life and Works. London 1988, Ergänzte Neuauflage 2005, ISBN 1-84383-136-8.
  • Ders.: Max Bruch, Biographie eines Komponisten. Aus d. Engl. von Renate Maria Wendel, Zürich 1990, ISBN 3-7263-6616-4.
  • D. Kämper, (Hrsg.): Max-Bruch-Studien. Zum 50. Todestag des Komponisten. Köln 1970, In: Beiträge zur rheinischen Musikgeschichte. Heft 87.
  • Hildegard Neuhauser: Musikpflege in Bergisch Gladbach im 19. Jahrhundert - die Unternehmerin Maria Zanders und der Komponist Max Bruch. Fernwald 2004, ISBN 3-929379-12-0.
  • Dies. (Hrsg.): Noch eines, lieber Freund!… Briefe des rheinischen Komponisten Max Bruch an den Kaiserlichen Musikdirektor Arnold Kroegel in Köln (1900 - 1920). mbv, Berlin 2008, ISBN 978-3-86664-384-0.
  • Alfons Ott: Bruch, Max Karl August. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 2, Duncker & Humblot, Berlin 1955, ISBN 3-428-00183-4, S. 641 f. (Digitalisat).

Dokumente[Bearbeiten]

Briefe von Max Bruch befinden sich im Bestand des Leipziger Musikverlages C. F. Peters im Staatsarchiv Leipzig.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Max Bruch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Max Bruch – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fifield: Max Bruch, Biographie eines Komponisten, S. 15, Anm. 1
  2. a b c d Max Bruch: Kindheit und Jugendjahre am Rhein
  3. Brief an die Mutter, Herbst 1850
  4. Albert Eßer, Bergisch Gladbacher Stadtgeschichte, Stadtarchiv Bergisch Gladbach 2006, Seite 298, ISBN 3-9804448-6-4
  5. a b Brief an die Mutter, 6. Oktober 1850
  6. Brief von Bruch an Hiller, 29. Dezember 1852
  7. Prager Tagblatt vom 18.9.1914,Seite 6
  8. Beim Honorar für dieses Werk, das viele Starsolisten rasch in ihr Repertoire aufnahmen, sah sich Max Bruch vom Verleger August Cranz betrogen. Er erhielt dafür einen Vorschuss von 250 Talern, aber keine weiteren Tantiemen.
    Pasticcio vom 28. Januar 2009 / Recording of Violin Concerto No.1; Zugriff am 28. Januar 2009
  9. Ernennung am 6. Januar 1918 durch den Rat der Stadt Bergisch Gladbach. Vgl.: Magdalene Christ und Albert Eßer: Bergisch Gladbach. Ein Ort für Max Bruch. Bergisch Gladbach 2013.
  10. vgl. dazu Fifield: Max Bruch, Biographie eines Komponisten, S. 17