Sibylle Rauch

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Sibylle Rauch (2005)

Sibylle Rauch (* 14. Juni 1960 in München; eigentlich Erika Roswitha Rauch) ist eine deutsche Schauspielerin und Pornodarstellerin. Sie hat eine Schwester, Sylvie Rauch (* 20. Mai 1962 in München), mit der sie des Öfteren gemeinsam auftrat.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Erstmals bekannt wurde sie 1979 als Playmate des Monats Juni in der deutschen Ausgabe des Playboys. Von 1980 bis 2000 spielte sie in mehr als 20 Filmen mit. Begonnen hat sie ihre Karriere mit Softerotik-Filmen wie zum Beispiel Laß jucken Kumpel Teil 6. Den Höhepunkt ihrer Bekanntheit erreichte sie durch ihre Auftritte in mehreren Folgen der Filmreihe Eis am Stiel. Seit 1987 wirkte sie dann auch in mehr als 20 Hardcore-Videos mit wie Private Moments und Sisters in Love mit ihrer Schwester Sylvie.

Um trotz ihres Alters mit den jüngeren Kolleginnen mithalten zu können, ließ sie im Laufe ihrer Karriere mehrmals ihre Brüste vergrößern. Ende der 1990er Jahre setzten ihre Kokainsucht und ein Selbstmordversuch im September 1997 ihrer Filmkarriere ein Ende. 2005 spielte sie eine Nebenrolle in der Filmkomödie Der Prinz aus Wanne-Eickel.

Derzeit lebt sie in Bayern und tritt gelegentlich bei Erotik-Messen und in Fernseh-Reportagen auf. Anfang 2006 begann Sibylle Rauch für ein Bordell im österreichischen Klagenfurt zu arbeiten,[1] das sie kurz nach Neujahr 2007 wegen eines von ihr gegen einen Kunden ausgesprochenen Vergewaltigungsvorwurfs verließ.[2]

Sibylle Rauch hat ihre Drogensucht durch eine erfolgreiche Therapie wieder in den Griff bekommen.

Im Jahr 2001 wurde der Fernseh-Zweiteiler Das sündige Mädchen[3] gedreht, der von Sibylle Rauchs Lebensgeschichte inspiriert ist. Ihre Rolle wurde von Anna Loos gespielt.[4][5]

Gemeinsam mit dem Erotik-Darsteller Sachsen-Paule und der Sängerin Jennah Karthes stand Rauch für die Firma GogoMil für mehrere Werbeclips und dem Clip Queen of Babylon, welcher das offizielle Musikvideo des Films Der Gründer ist, vor der Kamera.[6][7]

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1980: Der Kurpfuscher und seine fixen Töchter
  • 1980: Drei Lederhosen in St. Tropez
  • 1981: Eis am Stiel 3 – Liebeleien (Shifshuf Naim)
  • 1981: Wie die Weltmeister
  • 1981: Laß laufen, Kumpel
  • 1983: Die unglaublichen Abenteuer des Guru Jakob
  • 1983: Flotte Biester auf der Schulbank
  • 1983: Eis am Stiel – Hasenjagd 2 (Sababa)
  • 1983: Plem, Plem – Die Schule brennt
  • 1984: Ein Mann wie EVA
  • 1984: Die Story
  • 1985: Loft – Die neue Saat der Gewalt
  • 1985: Alphacity – Abgerechnet wird nachts
  • 1985: Das Wunder
  • 1985: Bolero
  • 1986: Wie treu ist Nik?
  • 1987: Born for Love (Pornofilm)
  • 1987: Eis am Stiel 7 – Verliebte Jungs (Ahava Tzeira)
  • 1988: Eis am Stiel 8 – Summertime Blues (Summertime Blues: Lemon Popsicle VIII)
  • 1989: Dirty Woman: Part One – Seasons of the Bitch (Pornofilm)
  • 1989: Dirty Woman: Part Two – We Love You to Death (Pornofilm)
  • 1991: Private Moments: Part Two – The Story Continues (Pornofilm)
  • 1996: Rauch Sisters: Double Trouble (Pornofilm)
  • 1997: Skandal im Mädcheninternat! (Pornofilm)
  • 1999: Crossclub – The Legend of the Living Dead
  • 2006: Der Prinz aus Wanne-Eickel
  • 2014: Der alte Fuchs

Nachweise[Bearbeiten]

  1. Aufstieg ins Bordell. Die Lebensbeichte von Eis am Stiel-Star Sibylle Rauch. In: Kärntner Monat. Juli 2006, S. 50
  2. Kleine Zeitung Kärnten, 5. Jänner 2007
  3. Das sündige Mädchen
  4. Anna Loos Biografie, Kino.de
  5. Schauspielerin Anna Loos: „Ich habe großen Respekt vor Pornodarstellern, aber Schauspieler sind sie nicht“, Pressemitteilung von TV Today
  6. Sachsen-Paule: Böses Erwachen im Werbe-Clip promiflash.de
  7. Queen of Babylon hordes.tv

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans-Jürgen Tast: Falsche 50er. Schule, Sex und dumme Witze. Die erfolgreichen Filmserien "Eis am Stiel" und "Porky's". Hildesheim 1983, ISBN 978-3-88842-016-0.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sibylle Rauch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien