Playboy (Magazin)

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Playboy
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Beschreibung Männer- und Lifestylemagazin
Sprache Deutsch (in D/A/CH) u. v. a. m.
Verlag Hubert Burda Media GmbH & Co. (Deutschland)
Erstausgabe 1. Dezember 1953 (USA)
1. August 1972 (BRD)
 15. März 2012 (AUT)
Erscheinungsweise monatlich
Verkaufte Auflage 252.442 (verk. Auflage) Exemplare
Reichweite 1,5 % bzw. 1 Mio. Leser
Chefredakteur Florian Boitin
Herausgeber Playboy Deutschland Publishing GmbH
Geschäftsführer Andreas Mayer und Burkhard Graßmann
Weblink www.playboy.de
www.playboy.at
ISSN 0939-8546

Playboy ist ein US-amerikanisches Männermagazin, das primär für erotische Fotografie bzw. Aktfotografie bekannt ist, sich in seinen Artikeln aber auch mit verschiedensten Lifestyle-Themen beschäftigt. Herausgeber der amerikanischen Ausgabe ist das Unternehmen Playboy Enterprises, das von Hugh Hefner gegründet und später von seiner Tochter Christie Hefner geleitet wurde. Es erscheint mittlerweile jeweils als Lizenzprodukt in der Landessprache und mit eigenen Themen in über 30 Ländern.

Geschichte[Bearbeiten]

Playboy-Gründer Hugh Hefner mit zwei seiner Freundinnen (v. l. Kendra und Bridget) bei seiner Geburtstagsparty in München (2006).

Die erste Ausgabe erschien im Dezember 1953 in den Vereinigten Staaten und enthielt ein aufklappbares Blatt (Centerfold), auf dem Marilyn Monroe recht freizügig posierte, daneben eine Sherlock-Holmes-Geschichte, einen Artikel über die Dorsey-Brüder (Jimmy und Tommy) und einen Bericht über das Tisch-Design im modernen Büro. Von den 70.000 Exemplaren der Startauflage wurden 54.175 zum Preis von 0,50 US-Dollar verkauft.

Heute hat das Magazin für „Alles, was Männern Spaß macht“ allein in den Vereinigten Staaten eine Auflage von über drei Millionen Exemplaren. Hinzu kommen die jeweiligen Länderausgaben mit insgesamt 4,5 Millionen Exemplaren. Der Playboy wird in insgesamt 32 Ländern (Stand: 1. Juli 2012) publiziert. Darunter sind neben den USA unter anderem Brasilien, Bulgarien, Kroatien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Mexiko, Niederlande, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien und Spanien.

Seit dem 3. April 2008 erscheint das Magazin auch auf den Philippinen. Gerade in Asien gibt es aufgrund der freizügigen Bilder erhebliche Proteste. So darf der Playboy in China und Malaysia nicht verkauft werden. Auch aufgrund der massiven Proteste in Indonesien werden in der philippinischen Variante deshalb keine völlig nackten Frauen abgebildet – ein Schwerpunkt wird auf eine hohe Textqualität gelegt.[1]

Dazu gibt es noch zahlreiche Special Editions, die vorwiegend in den USA erscheinen (z. B. Voluptuous Vixens, College Girls, Book of Lingerie).

Ursprünglich sollte die Zeitschrift Stag Party (etwa: „Junggesellen-Party“) heißen, was aus markenrechtlichen Gründen jedoch nicht möglich war. Ein Freund des Herausgebers Hugh Hefner schlug dann den Namen Playboy vor.

Heute ist Playboy auch im Internet verbreitet, dort werden Artikel und sonstige multimediale Inhalte veröffentlicht. Es existiert ein Mitgliedschaftskonto, der sogenannte Cyberclub.

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Das mittlerweile weltberühmte Logo, der stilisierte Hasenkopf mit Fliege, wurde vom Designer Art Paul 1953 für die zweite Ausgabe entworfen und war seitdem auf dem Cover jeder US-Ausgabe zu sehen.

Das Playboy-Bunny – das Logo des Magazins in verschiedenen Abwandlungen

Playboy in Deutschland[Bearbeiten]

Model Jennifer

Die erste deutsche Ausgabe des Playboy erschien am 1. August 1972. Zu diesem Zeitpunkt hatte die sogenannte „Sexwelle“ Deutschland erreicht und die Zeit der sexuellen Befreiung war eingeläutet.

Bis 2003 wurde die deutsche Ausgabe des Playboys durch die Bauer Verlagsgruppe publiziert. Danach übernahm Hubert Burda Media den Vertrieb und veränderte das Design des Magazins, um eine höhere Auflage zu erreichen. Seit 2006 erscheint die deutsche Ausgabe des Playboys in der Playboy Deutschland Publishing GmbH. Hauptanteilseigner an der Playboy Deutschland Publishing GmbH ist die Tomorrow Focus AG.

Nach Angaben von Hubert Burda Media betrug die monatliche Auflage im vierten Quartal 2007 ca. 306.000 Stück, bei insgesamt zirka einer Million Lesern.

Playboy in Österreich[Bearbeiten]

Die erste österreichische Playboy-Ausgabe wurde am 15. März 2012 publiziert und ging mit einer Auflage von 60.000 Stück in den Verkauf. Vor Verkaufsbeginn dieser ersten österreichischen Fassung wurden monatlich ungefähr 15.000 Exemplare der deutschen Ausgabe in Österreich vertrieben.

Es handle sich bei der österreichischen Edition ausdrücklich nicht um eine regionale Version des deutschen Playboys. Es existiert ein eigenes, österreichisches Autorenteam, welches auf österreichische Themen setzt.[2]

Das erste Playmate war die zu diesem Zeitpunkt zwanzigjährige Grazerin Anna Repnik.[3]

Internationale Playboy-Ausgaben[Bearbeiten]

Vom Magazin Playboy gibt es aktuell 35 internationale Editionen. Das Erscheinen von neun Editionen wurde inzwischen eingestellt (Australien, Georgien, Hongkong, Indonesien, Japan, Norwegen, Schweden, Taiwan, Türkei). Jüngstes Mitglied in der Playboy-Gemeinde ist Israel. In Singapur wird ein Playboy-Magazin unter dem Namen VIP vertrieben. Es weist alle Merkmale der normalen Playboyhefte auf, z. B. gibt es ein Playmate des Monats.

Land Ausgabezeitraum
Argentinien 1985 (JUN) – 1995 (DEZ), 2005 (DEZ) – heute
Australien 1979 (FEB) – 2000 (JAN)
Brasilien 1975 (AUG) – heute
Bulgarien 2002 (APR) – heute
Deutschland 1972 (AUG) – heute
Estland 2007 (OKT) – heute
Frankreich 1973 (NOV) – 1988 (APR), 1991 (SEP) – heute
Georgien 2007 (JUL) – 2008 (APR)
Griechenland 1985 (APR) – heute
Hongkong 1986 (AUG) – 1993 (OKT)
Indonesien 2006 (APR) – 2007 (JUN), 2008 (SEP)
Israel 2013 (MRZ) – heute
Italien 1972 (NOV) – 2003 (DEZ), 2009 (JAN) – heute
Japan 1975 (JUL) – 2009 (JAN)
Kolumbien 2008 (MRZ) – heute
Kroatien 1997 (FEB) – heute
Lettland 2010 (OKT) – heute
Litauen 2008 (NOV) – heute
Mazedonien 2010 (OKT) – heute
Mexiko 1976 (NOV) – 1998 (FEB), 2002 (NOV) – heute
Mongolei 2010 (OKT) – heute
Niederlande 1982 (OKT) – heute
Norwegen 1998 (JAN) – 1999 (MAI)
Österreich 2012 (APR) – heute
Philippinen 2008 (APR) – heute
Polen 1992 (DEZ) – heute
Portugal 2009 (APR) 2010 (AUG), 2011 (MAI) – heute
Rumänien 1999 (NOV) – heute
Russland 1995 (JUL) – heute
Schweden 1999 (JAN) – 1999 (SEP)
Serbien 2004 (JAN) – heute
Singapur (VIP) 2009 (APR) – 2009 (DEZ), 2011 (MAI) - heute
Slowakei 1997 (FEB) – 2003 (APR), 2005 (OKT) – heute
Slowenien 2001 (JUN) – heute
Spanien 1978 (NOV) – heute
Südafrika 1993 (DEZ) – 1996 (DEZ), 2011 (APR) - heute
Taiwan 1990 (APR) – 2003 (DEZ)
Thailand 2012 (APR) – heute
Tschechien 1991 (MAI) – heute
Türkei 1986 (JAN) – 1995 (JUN)
Ukraine 2005 (SEP) – heute
Ungarn 1989 (DEZ) – 1993 (JUL), 1999 (NOV) – heute
USA 1953 (DEZ) – heute
Venezuela 2006 (OKT) – heute

Ausgaben in Brailleschrift[Bearbeiten]

In den Jahren von 1970 bis 1985 publizierte der Verlag sein Magazin auch in Brailleschrift.[4]

Online-Shop[Bearbeiten]

Mit dem Online-Shop PlayboyVapor.com startete der Playboy im Januar 2014 ein neues Verkaufskonzept, um die Produkte von Playboy an Endkunden zu verkaufen. Auf PlayboyVapor.com bietet der Playboy Tabak- und Nikotinprodukte an, darunter auch Wasserpfeifen und elektronische Zigaretten. Zu jeder Bestellung werden kostenlose Kondome als Give-away beigelegt. Der erste offizielle Webshop von Playboy, PlayboyStore.com, ist seit Jahren auf einem Abstiegskurs, was den Umsatz anbelangt.[5]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Gretchen Edgren: Playboy-Buch. Fünfzig Jahre. Taschen-Verlag, Köln [u. a.] 2005, ISBN 3-8228-3974-4.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Playboy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jürgen Schmieder: „Vielleicht einen Nippel zeigen“. In: Süddeutsche Zeitung, 2. April 2008.
  2. Playboy • Erste Österreich-Ausgabe - news.at
  3. Anna Repnik ist das Playmate der „Österreich-Edition“ - „Traum wird wahr“ - Stars & Society - krone.at
  4. Porno in Brailleschrift - Blinde bekommen scharfe Kurven zum Anfassen. spiegel.de, 13. April 2010.
  5. Jon Love: Playboy lights up a new e-commerce site selling electronic cigarettes and hookahs. Internet Retailer, 24. Januar 2014. Abgerufen am 27. Januar 2014.