Siddaramaiah

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Siddaramaiah (2013)

Siddaramaiah (Kannada: ಸಿದ್ದರಾಮಯ್ಯ; * 12. August 1948 in Siddaramanahundi, Distrikt Mysore) ist ein indischer Politiker (Kongresspartei) und seit dem 13. Mai 2013 amtierender Chief Minister (Regierungschef) des Bundesstaates Karnataka. Seit 2006 gehört er der Kongresspartei an, zuvor war er Mitglied der Janata Dal und Janata Dal (Secular).

Biografie[Bearbeiten]

Siddaramaiah wurde am 12. August 1948 im Dorf Siddaramanahundi im Distrikt Mysore in Südkarnataka in eine arme Bauernfamilie geboren. Er gehört zur Kaste der Kuruba, einer in der traditionellen Kastenhierarchie niedrigstehenden, aber zahlenmäßig starken Hirtenkaste. In der stark von Kastenloyalitäten geprägten Politik Karnatakas genießt Siddaramaiah die Unterstützung der Kuruba-Kaste.[1] Der aus einer Hindu-Familie stammende Siddaramaiah bezeichnet sich selbst als Atheist, was ihn aber nicht von öffentlichen Tempelbesuchen abhält.[2]

Siddaramaiah studierte Rechtswissenschaften an der Mysore University und arbeitete danach als Rechtsanwalt. Seine politische Karriere begann, als er 1983 erstmals als unabhängiger Kandidat in das Parlament Karnakatas gewählt wurde. Wenig später trat er in die regierende Janata Party ein, aus der 1988 die Janata Dal (JD) hervorging. Bei der Neuwahl 1985 verteidigte Siddaramaiah seinen Parlamentssitz und diente daraufhin in der Regierung Ramakrishna Hegdes als Minister für Tierzucht und Veterinärleistungen. Bei der Parlamentswahl 1989 verlor Siddaramaiah seinen Wahlkreis, 1994 gelang ihm aber der Wiedereinzug. In der Regierung H. D. Deve Gowdas bekleidete er das Amt des Finanzministers. Als Deve Gowda 1996 zum gesamtindischen Premierminister berufen wurde, galt Siddaramaiah als Nachfolgekandidat für das Amt des Chief Ministers in Karnataka, konnte sich aber nicht gegen J. H. Patel durchsetzen. Als sich die Janata Dal 1999 spaltete, schloss sich Siddaramaiah der Janata Dal (Secular) (JD(S)) an. Bei der nächsten Wahl 1999 verlor er seinen Wahlkreis wieder, konnte ihn 2004 aber zurückerobern.

2005 wurde Siddaramaiah aus der JD(S) ausgeschlossen, nachdem er sich mit H. D. Deve Gowda, der seinen Sohn H. D. Kumaraswamy protegierte, überworfen hatte. Ein Jahr später schloss sich Siddaramaiah der Kongresspartei an, für die er 2007 in einer Nachwahl ins Parlament Karnatakas gewählt wurde. Bei den Wahlen 2008 und 2013 wurde er wiedergewählt. In der Folge der von der Kongresspartei gewonnenen Wahl 2013 setzte sich Siddaramaiah gegen den Unionsminister Mallikarjun Kharge durch und wurde zum neuen Chief Minister Karnatakas bestimmt. Am 13. Mai 2013 wurde er im Amt vereidigt.[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Deccan Chronlicle, 12. Mai 2013: "Good Shepherd cometh, he must tend to the whole flock".
  2. Rediff.com, 13. Mai 2013: "Atheist Siddaramaiah and God's changing role in politics".
  3. NDTV, 13. Mai 2013: "Who is Siddaramaiah?".

Weblinks[Bearbeiten]