Sikorski-Maiski-Abkommen

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Die Unterzeichnung des Abkommens

Das Sikorski-Maiski-Abkommen war ein internationaler Vertrag zwischen der polnischen Exilregierung in London und der Sowjetunion während des Zweiten Weltkriegs zur gemeinsamen Bekämpfung des Deutschen Reiches.

Es wurde am 30. Juli 1941[1] in London vom polnischen Ministerpräsidenten Władysław Sikorski und dem sowjetischen Botschafter in Großbritannien Iwan Maiski unterzeichnet.

Das Abkommen sah die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern sowie den Aufbau einer polnischen Armee in der Sowjetunion vor.

In der Folge des Vertrages gewährte die sowjetische Führung den in der UdSSR festgehaltenen polnischen Staatsbürgern eine "Amnestie", wodurch Gefangenen, Häftlinge und Deportierten freigelassen wurden.[2]

Letztlich stellte das Sikorski-Maiski-Abkommen nur ein erfolgloses Intermezzo zwischen dem gemeinsamen Überfall Deutschlands und der Sowjetunion auf Polen im September 1939 auf der Basis des Hitler-Stalin-Paktes und dem erneuten Abbruch der Beziehungen nach der Entdeckung der sowjetischen Kriegsverbrechen von Katyń im Jahre 1943 dar.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Sikorski-Maiski-Abkommen – Quellen und Volltexte (polnisch)

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. katyncrime.pl: Ereignisse 1941–1942, abgefragt am 29. Juni 2010
  2.  Krzysztof Ruchniewicz: "Noch ist Polen nicht verloren": das historische Denken der Polen. LIT Verlag Münster, 2007, ISBN 978-3-8258-0893-8, S. 48.