Sikorski-Maiski-Abkommen

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Die Unterzeichnung des Abkommens

Das Sikorski-Maiski-Abkommen war ein internationaler Vertrag zwischen der polnischen Exilregierung in London und der Sowjetunion während des Zweiten Weltkriegs zur gemeinsamen Bekämpfung des Deutschen Reiches.

Es wurde am 30. Juli 1941[1] vom polnischen Ministerpräsidenten Władysław Sikorski und dem sowjetischen Botschafter in Großbritannien Iwan Maiski unterzeichnet.

Das Abkommen sah die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Staaten sowie den Aufbau einer polnischen Armee in der Sowjetunion vor, dessen Rahmenbedingungen das polnisch-sowjetische Militärabkommen vom 14. August 1941 regelte. Die beiden Abkommen waren bei den Polen im britischen Exil indes überaus umstritten, da die Sowjetunion gemeinsam mit dem Deutschen Reich im September 1939 Polen angegriffen und die polnischen Ostgebiete im Oktober 1939 annektiert hatte. Doch setzte sich Sikorski mit dem Abkommen durch. [2]

In der Folge des Vertrages gewährte die sowjetische Führung den in die UdSSR deportierten polnischen Staatsbürgern eine "Amnestie", wodurch die meisten Gefangenen, Häftlinge und Deportierten freigelassen wurden.[3]

Letztlich stellte das Sikorski-Maiski-Abkommen nur ein erfolgloses Intermezzo zwischen dem gemeinsamen Überfall Deutschlands und der Sowjetunion auf Polen im September 1939 auf der Basis des Hitler-Stalin-Paktes und dem erneuten Abbruch der Beziehungen nach der Entdeckung der sowjetischen Kriegsverbrechen von Katyń im Jahre 1943 dar.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Sikorski-Maiski-Abkommen – Quellen und Volltexte (polnisch)

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. katyncrime.pl: Ereignisse 1941–1942, abgefragt am 29. Juni 2010
  2. Sławomir Koper: Polskie pikiełko. Obrazy z życia elit emigracyjnych 1939-1945. Warszawa 2012, S. 308.
  3.  Krzysztof Ruchniewicz: "Noch ist Polen nicht verloren": das historische Denken der Polen. LIT Verlag Münster, 2007, ISBN 978-3-8258-0893-8, S. 48.