Srimangal (Kreis)

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Srimangal ist die größte Stadt im Kreis (Upazila) Srimangal, auch Sreemangal Upazilla in englischer Sprache, im Bezirk (District) Moulvibazar in der Division Sylhet im Nordosten von Bangladesch, dem früheren Ostpakistan.

Geographie[Bearbeiten]

Srimangal hatte bei der letzten Volkszählung 21.596 Einwohner. Die Stadt ist in fünf Stunden durch die Eisenbahn aus der Hauptstadt Bangladeschs, Dhaka, zu erreichen. Auch mit der am Golf von Bengalen liegenden Hafenstadt Chittagong ist Srimangal durch die Eisenbahn verbunden. Es bestehen auch Busverbindungen zur Hauptstadt und zu weiteren Orten im Lande. Der Kreis Srimangal grenzt im Süden an den indischen Bundesstaat Tripura.

Geschichte[Bearbeiten]

Archäologische Funde aus Kalapur ca. 12km nördlich des Stadtzentrums von Srimangal wurden auf das 11. Jahrhundert n. Chr. datiert und befinden sich heute (2012) im Museum in Kalkutta im heutigen Westbengalen. Das starke Erdbeben in Assam des Jahres 1897 führte zu großen Zerstörungen und zu Veränderungen der geographischen Verhältnisse in der Stadt und Umgebung.

Der Kreis (Thana) Srimangal wurde im Jahre 1912 von der Regierung der Provinz Bengalen des damaligen Kaiserreichs Indien eingerichtet, die Stadt (Municipality) wurde 1935 gegründet.

An den neunmonatigen Unabhängigkeitskrieg Bangladeschs im Jahre 1971, der mit Hilfe von Truppen der Indischen Union im Dezember des Jahres endete, erinnern zwei Gedenkstätten und zwei Massengräber, jeweils in Nord- und Süd Varaura.

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Srimangal ist die Teehauptstadt Bangladeschs, der in den naheliegenden Hügeln angebaut wird und auch lokal in einer Teeverarbeitungsfabrik veredelt wird. Weitere wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse des Kreises sind unter anderen Betel, Kautschuk, Kartoffeln, Gemüse und Früchte wie Ananas und Zitrusfrüchte. Es werden auch Fischfang, Milchwirtschaft sowie Vieh- und Geflügelzucht betrieben.

Religionen[Bearbeiten]

Mehr als 50 % der Bevölkerung sind Muslime. Zu den Hindus zählen fast 50 % der Einwohner, während Buddhisten und Christen sehr kleine Minderheiten bilden.

Weblinks[Bearbeiten]