St. Marys City

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Rekonstruierte Bauten aus dem 17. Jahrhundert in St. Marys City.

St. Mary's City ist eine Ortschaft im Süden des amerikanischen Bundesstaats Maryland. Sie liegt am Mündungstrichter des Potomac River am Westufer der Chesapeake Bay.

Sie wurde 1634 als vierte dauerhafte englische Siedlung auf amerikanischem Boden (nach Jamestown, Plymouth und der Massachusetts Bay Colony) gegründet und stellte in den ersten Jahrzehnten ihres Bestehens das Verwaltungszentrum der Kolonie Maryland und des Saint Mary's County dar. 1654 wurde der Sitz der Countyverwaltung in das heutige Leonardtown, 1695 dann die Hauptstadt der Kolonie nach Anne Arundel Towne verlegt, dem heutigen Annapolis. In der Folge verlor St. Mary's City erheblich an Bedeutung und auch einen Gutteil seiner Einwohner.

Heute ist der Ort ein gemeindefreies Gebiet im St. Mary's County. Er wurde vom amerikanischen Innenministerium zu einem nationalen Kulturdenkmal (National Historic Landmark) erhoben und beherbergt heute ein Freilichtmuseum, das die Lebensumstände der Kolonialzeit veranschaulicht. Der Ort ist auch der Sitz des St. Mary's College of Maryland, einer 1840 gegründeten Bildungseinrichtung, die zu den renommiertesten Schulen Marylands zählt. Derzeit zählt das College rund 2000 Studenten.

38.189166666667-76.432222222222Koordinaten: 38° 11′ N, 76° 26′ W