Stadttheater Bern
Das Stadttheater Bern am Kornhausplatz 20 in Bern beherbergt eine Dreispartenbühne für Oper, Schauspiel und Ballett.
Der neoklassizistische Bau wurde – finanziert von einer Aktiengesellschaft – durch den Architekten René von Wurstemberger errichtet und am 25. September 1903 eröffnet. Das Stadttheater ersetzte das zuvor ein Jahrhundert lang bespielte Hôtel de Musique am Theaterplatz, in dem sich heute das Restaurant Du Théâtre befindet.
Bei der Eröffnung wurde Tannhäuser von Richard Wagner aufgeführt, eingeleitet von einem Festakt von Joseph Victor Widmann, in dem als allegorische Figur neben Apoll und den Musen auch Frau Berna auftrat.
Am 19. Oktober 1903 beschlossen die Teilhaber der Aktiengesellschaft, das Theaterhaus an die Stadt Bern zu verkaufen; die Gesellschaft wurde aber erst im April 1917 endgültig liquidiert.
Seit 2012 ist das Stadttheater Bern Teil der neuen Institution «Konzert Theater Bern» [1], zu dem neben dem Stadttheater auch das Berner Symphonieorchester gehört. Es ist in dieser Form für die Schweiz ein einmaliges Organisationsmodell und Vierspartenhaus.
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Intendanten [Bearbeiten]
- 1903–1906 Georg Kiedaisch
- 1906–1907 Alfred Stender-Stefani
- 1907–1908 Julius Bergmann
- 1908–1914 Benno Koebke
- 1914–1920 Albert Kehm
- 1920–1925 Karl Ludwig Peppler
- 1925–1931 Hans Kaufmann
- 1931–1934 Karl Lustig
- 1934–1937 Hans Zimmermann
- 1937–1946 Eugen Keller
- 1947–1953 Ekkehard Kohlund
- 1953–1958 Stephan Beinl
- 1958–1959 Albert Nef
- 1959–1960 Raoul Alster / Lois Egg / Rudolf Hesse
- 1960–1979 Walter Oberer
- 1979–1981 Wolfgang Zörner
- 1981–1987 Peter Borchardt / Ernst Gosteli / Edgar Kelling
- 1987–1990 Philippe de Bros
- 1990–1991 Edgar Kelling
- 1991–2007 Eike Gramss
- 2008–2012 Marc Adam[2]
- seit 2012 Stephan Märki
Bekannte ehemalige und aktuelle Schauspieler und Sänger des Ensembles [Bearbeiten]
Zu den Künstlern, die schon im Stadttheater auftraten, gehören u.a.: Erich Aberle, Robin Adams, Ladislaus Anderko, Karin Anselm, Peter Arens, Wilfried Baasner, Agnes Baltsa, Ruth Baldor, Klara Barlow, Friedhelm Becker, Maria Becker, Richard Bedel, André Benndorf, Theodor Bitzos, Ingrid Bjoner, Peter Binder, William Blankenship, Kurt Böhme, Christian Boesch, Inge Borkh, Renato Bruson, Grace Bumbry, Paul Burkhard, José Carreras, Lisa della Casa, Scipio Colombo, Rudolf Constantin, Fiorenza Cossotto, Alberto Cupido, Ratko Delorko, Waltraud Demmer, Helga Dernesch, Plácido Domingo, Eva Maria Duhan, Hellmuth Ebbs, Harald Ek, Uli Eichenberger, Wolfgang Fassler, Gottfried Fehr, Willy Frey, Helmut Förnbacher, William Forney, Hansjoachim Frick, Erich Frohwein, Ursula Füri-Bernhard, Barbara Gilbert, Heidi Maria Glössner, Elsbeth Gmür, Mathias Gnädinger, Käthe Gold, Heinrich Gretler, Günter Gube, Hedda Heusser, Maresa Hörbiger, Mirjana Irosch, Margarete Jacobs, Silvia Jost, Jacob Keller, Richard Kogel, Dagmar Koller, Hanns Krassnitzer, Hansy von Krauss, Sybille Krumpholz, David Kuebler, Albert Kunz, Benno Kusche, Krisztina Laki, Eva Lind, Walter Lederer, Waldemar Leitgeb, Alfred Lohner, Walo Lüönd, Spiro Makri, Georg Mark-Czimeg, Edith Mathis, Franz Matter, Glado von May, Krikor Melikyan, Günther Missenhardt, Martha Mödl, Alexander Moissi, Morris Morgan, Hans-Heinz Moser, Fridolin Mosbacher, Melitta Muszely, Noemi Nadelmann, Jessye Norman, Julia Pall, Enzia Pircher, Liselotte Pulver, Will Quadflieg, Nelly Rademacher, Wolfgang Reichmann, Nello Santi, Harald Serafin, Christine Schäfer, Elvira Schalcher, Margarethe Schell-von Noé, Maria Schell, Rolf Schimpf, Uwe Schönbeck, Elisabeth Schwarzkopf, Stefan Skodler, Hannes Schmidhauser, Friedrich Schütze, Adolph Spalinger, Hans Stöckl, Isabel Strauss, Helga Thieme, Heinz Trixner, Toni von Tuason, Heinz Weihmann, Ortrun Wenkel, Gerty Wiessner, Maria-Luise Willi, Elisabeth Witzmann, Zbyslav Wozniak und Ilse Zielstorff.
Das Stadttheater Bern beschäftigt rund 300 fest- und teilzeitangestellte Mitarbeiter sowie zwischen 50 und 180 Künstlerinnen und Künstler aus über 25 Nationen.
Intendanz Adam [Bearbeiten]
Zu Beginn der Intendanz von Marc Adam wurde eine neue Spielstätte in Köniz eröffnet, einer Nachbargemeinde Berns. Die Vidmarhallen beherbergen seit 2007 den Kostümfundus (mit Verleih[3]), zwei Spielstätten für Schauspiel und Ballett, sowie den Ballettsaal.[4]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
Literatur [Bearbeiten]
- Marco Badilatti: Stadttheater Bern, Bern BE. In: Andreas Kotte (Hrsg.): Theaterlexikon der Schweiz. Band 3. Chronos, Zürich 2005, ISBN 3-0340-0715-9, S. 1721–1723.
Weblinks [Bearbeiten]
46.9493722222227.4475Koordinaten: 46° 56′ 58″ N, 7° 26′ 51″ O; CH1903: 600675 / 199810