Steinbock (Wappentier)

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Steinbock im Wappen von Silvaplana

Der Steinbock ist durch das Gehörn vom Ziegenbock in der Heraldik zu unterscheiden. Das Gehörn ist mindestens auf der Oberseite wellig gezeichnet.

Als Wappentier ist er eine gemeine Figur und wird in der Regel nach rechts sehend (heraldisch) und aufgerichtet auf zwei Hinterbeinen stehend im Wappen dargestellt. Die gewählte Farbe des Bockes ist verbreitet Schwarz, dann folgt Silber und selten Gold. Er hält in vielen Wappen wie andere Wappentiere, Fahnen, Schlüssel und ähnliche Symbole. Auf einem Berg oder Dreiberg stehend, kann er unschwer erkannt werden.

Die Bewehrung kann, muss aber nicht immer abweichend sein. Neben Hörner, Hufe werden bevorzugt Zunge und die Genitalien anders gefärbt (tingiert). Die farbliche Abweichung der Genitalien wird mit geziert (Geschlechtsteile zeigen) oder ungeziert (keine) bei Wappenfiguren beschrieben[1].

Die Hörner werden häufig nicht paarweise im Wappen geführt. Ein Horn mit dem Grind (kleeblattartige Ausführung am Horn in der Heraldik) füllt das Wappenfeld.

Im Oberwappen ist der Steinbock wachsend zu finden. Beispiel das Wappen der Familie Bredow (Adelsgeschlecht)

Eine besondere Symbolkraft des Steinbockes ist aus den Wappenbeschreibungen (Blasonierungen) nicht herzuleiten. Seine Verbreitung im Wappen ist vielfach beschränkt auf seinen Lebensraum.

Einen Steinbock mit Fischschwanz ist bereits auf der Rückseite eines in Spanien geprägten Denar (Münze) des Augustus zwischen dem Jahr 18 bis 16 vor Chr. zu sehen. Ein Füllhorn, eine Weltkugel und ein Ruder umgeben dieses Tier.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Steinbock in der Heraldik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chr. S. Th. Bernd: Handbuch der Wappenwissenschaft. In Anwendung und Beispielen von wirklich geführten Wappen. T. O. Weigel, Leipzig 1856.