Neukirchen am Großvenediger

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Neukirchen am Großvenediger
Wappen von Neukirchen am Großvenediger
Neukirchen am Großvenediger (Österreich)
Neukirchen am Großvenediger
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: Zell am See
Kfz-Kennzeichen: ZE
Fläche: 165,98 km²
Koordinaten: 47° 15′ N, 12° 16′ O47.2512.266666666667858Koordinaten: 47° 15′ 0″ N, 12° 16′ 0″ O
Höhe: 858 m ü. A.
Einwohner: 2.506 (1. Jän. 2013)
Bevölkerungsdichte: 15 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5741
Vorwahl: 06565
Gemeindekennziffer: 5 06 14
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktstraße 171
5741 Neukirchen am Großvenediger
Website: www.neukirchen.at
Politik
Bürgermeister: Peter Nindl (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(19 Mitglieder)
8
8
2
1
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Neukirchen am Großvenediger im Bezirk Zell am See
Bramberg am Wildkogel Bruck an der Großglocknerstraße Dienten am Hochkönig Fusch an der Großglocknerstraße Hollersbach im Pinzgau Kaprun Krimml Lend Leogang Lofer Maishofen Maria Alm am Steinernen Meer Mittersill Neukirchen am Großvenediger Niedernsill Piesendorf Rauris Saalbach-Hinterglemm Saalfelden am Steinernen Meer Sankt Martin bei Lofer Stuhlfelden Taxenbach Unken Uttendorf Viehhofen Wald im Pinzgau Weißbach bei Lofer Zell am See Salzburg (Bundesland)Lage der Gemeinde Neukirchen am Großvenediger im Bezirk Zell am See (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Neukirchen am Großvenediger ist eine österreichische Marktgemeinde im Bezirks Zell am See (Pinzgau), Salzburger Land mit 2506 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2013). Sie liegt in der Region Oberpinzgau, etwa 16,5 Kilometer von deren Hauptort Mittersill, sowie 44 Kilometer von der Bezirkshauptstadt Zell am See entfernt und gehört zu den Nationalparkgemeinden Hohe Tauern.

Herkunft des Namens[Bearbeiten]

Es heißt, dass es ursprünglich einen Ort namens Mitterdorf in der heutigen Dürnbachau gegeben habe, welcher aber durch eine Überschwemmung des Dürnbaches zerstört worden wäre. Man habe deshalb weiter östlich in geschützter Lage ein neues Dorf mit einer neuen Kirche gebaut, welches deshalb Neukirchen genannt wurde. [1]

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Das Ortszentrum von Neukirchen am Großvenediger liegt auf einer Seehöhe von 858 Metern am Fuße des Wildkogels im oberen Salzachtal, am linken – nördlichen, sonnseitigen – Ufer der Salzach. Zuflüsse der Salzach sind vom Norden her, aus den Kitzbüheler Alpen kommend, der Trattenbach und der Dürnbach, von Süden her, in den Hohen Tauern entspringend, der Obersulzbach und der Untersulzbach. Mit 165 km² ist Neukirchen die viertgrößte Gemeinde des Bezirks Zell am See. Im Westen trennt der Trattenbach Neukirchen von Wald im Pinzgau, im Norden stellen die Kitzbüheler Alpen eine natürliche Grenze zu den beiden Tiroler Gemeinden Westendorf und Kirchberg in Tirol im Bez. Kitzbühel dar. Vom Wildkogel bis in die Hohen Tauern hinein verläuft die Ostgrenze zur Gemeinde Bramberg. Jener Teil des Gemeindegebietes, welcher sich in den Hohen Tauern befindet, umfasst neben den beiden Tauerntälern, Untersulzbachtal und Obersulzbachtal, mit dem Großvenediger (3662 M.ü.d.M.) auch den höchsten Berg des Bundeslandes. In den Tauern liegen auch die Grenzen zu den Nachbargemeinden Prägraten am Großvenediger und Matrei in Osttirol im Bez. LienzTir., sowie zur Gemeinde Krimml.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]


Wald im Pinzgau

Krimml
Nachbargemeinden Bramberg am Wildkogel
Prägraten am Großvenediger (Bez. LienzTir.) Matrei in Osttirol (Bez. LienzTir.)

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[2]):

  • Mitterhohenbramberg (75)
  • Neunkirchen am Großvenediger (1506)
  • Rostental (638)
  • Sulzau (310)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Neukirchen, Rosenthal und Sulzau.

Administratives[Bearbeiten]

Gemeinde[Bearbeiten]

Neukirchen bildet eine eigene Gemeinde mit eigenem Gemeinderat (19 Gemeinderäte) und Bürgermeister (Peter Nindl, ÖVP).

Der Staatsbürgerschafts- und Standesamtsverbands Neukirchen am Großvenediger ist in den entsprechenden Belangen auch für die beiden Nachbargemeinden Wald im Pinzgau und Krimml zuständig.[3]

Neukirchen war bis 2002 Teil des Gerichtsbezirks Mittersill und gehört seit 2003 zum Gerichtsbezirk Zell am See. Gemeinsam mit acht anderen Oberpinzgauer Gemeinden bildet Neukirchen den Regionalverband Oberpinzgau.[4]

Die Gemeinde ist, gemeinsam mit den anderen Oberpinzgauer Gemeinden zwischen Krimml und Hollersbach, Teil des Reinhalteverbandes Oberpinzgau West, welcher die Infrastruktur betreffend Kanalisation und ordnungsgemäßer Entsorgung der Abwässer aus der Region verantwortet.[5]

Nach Kastralgemeinden gliedert sich die politische Gemeinde Neukirchen am Großvenediger in Neukirchen (57016), Rosenthal (57019) und Sulzau (57025).[6]

Die drei Wahlsprengel der Marktgemeinde Neukirchen am Großvenediger zählen bei Wahlen zum Österreichischen Nationalrat (Österreich) zum Regionalwahlkreis Lungau/Pinzgau/Pongau (5c), sowie zum Landeswahlkreis Salzburg. Bei den Salzburger Landtagswahlen zum Landtagswahlkreis Zell am See (6).

Kindergarten und Schulen[Bearbeiten]

Die Gemeinde Neukirchen betreibt einen Gemeindekindergarten. Neukirchen am Großvenediger verfügt über eine Volks-, eine Haupt- und eine Allgemeine Sonderschule.

Pfarre[Bearbeiten]

Die Pfarre Neukirchen gehört innerhalb der Erzdiözese Salzburg zum Dekanat Stuhlfelden, in welchem sie gemeinsam mit den Pfarren Krimml, Wald im Pinzgau und Bramberg den Pfarrverband Stuhlfelden PV2 bildet.[7]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Neukirchen. Franzisco-Josephinische Landesaufnahme, Blatt 30-47 Bruneck, um 1900

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Neukirchen am Großvenediger hat 19 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeindevertretungswahl 2009 wie folgt zusammen:

Direkt gewählter Bürgermeister ist Peter Nindl (ÖVP).

Wappen[Bearbeiten]

Wappen at neukirchen.png

Das Wappen der Gemeinde ist beschrieben:

Im blauen Felde ein aus einer erniedrigten silbernen Spitze wachsend weißer oder silberner Steinbock, der in den Vorderläufen eine von Rot und Silber gespaltene Kugel hält.


Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Tourismus[Bearbeiten]

Eine Kabinenbahn führt auf fast 2100 Meter Höhe hinauf auf den Wildkogel. Hier bieten sich in den Sommermonaten gute Wandermöglichkeiten. In den Wintermonaten findet sich ein breites Angebot für den Wintersport. Ebenso sind die südlichen Taler von Neukirchen gut zu bewandern. So können Kristalle im Obersulzbachtal / Hopffeldboden (47.20694444444412.2516666666671056) bestaunt werden oder zum Blausee (47.22611111111112.246944444444926) gelaufen werden.

In Neukirchen findet seit einigen Jahren die größte Triumph-Motorrad-Veranstaltung der Welt, die TRIDAYS statt, bei der sich mehrere Tausend Biker aus ganz Europa im Ort treffen und eine riesige Party feiern. Hierfür wird der ganze Ort im britischen Style dekoriert und für die Zeit in „Newchurch“ (engl. für ‚Neukirchen‘) umbenannt.[8] Trotz des Motorradspektakels im Sommer ist die Gemeinde Mitglied der Kooperation Alpine Pearls, die sich für umweltfreundlichen und nachhaltigen Tourismus einsetzt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Burg und Dorf um 1760
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Neukirchen am Großvenediger

Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Neukirchen am Großvenediger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [Josef Lahnsteiner: "Oberpinzgau. Von Krimml bis Kaprun. Eine Sammlung geschichtlicher, kunsthistorischer und heimatkundlicher Notizen für die Freunde der Heimat." 1956, S. 241]
  2. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  3. [1]. Website der Marktgemeinde Neukirchen am Großvenediger. Abgerufen am 25.November 2013.
  4. [2]. Website des Regionalverbands Oberpinzgau. Abgerufen am 25.November 2013.
  5. [3]. Website des RHV Oberpinzgau West. Abgerufen am 11. Dezember 2013.
  6. [4]. Liste der Salzburger Kastralgemeinden. Abgerufen am 13. Dezember 2013.
  7. [5]. Website der Erzdiözese Salzburg. Abgerufen am 11. Dezember 2013.
  8. Offizielle Website der TRIDAYS
  9. Charly Rabanser: Das Neukirchner Allround-Talent