Stoppuhr
Als Stoppuhr (auch Chronoskop, veraltet Stopuhr, umgangssprachlich auch Stopper genannt),[1] wird ein Zeitmessgerät zum Messen von Zeitintervallen zwischen Start und Stopp bezeichnet.[2]
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[Bearbeiten] Beschreibung
Kennzeichnend für die Stoppuhr ist, dass immer die Vorgänge „Start“, eventuell „Zwischenstopp“ (Additionsstopper), „Stopp“ und „Nullstellung“ nacheinander folgen und von Hand oder mit einer elektrischen Fernbedienung ausgelöst werden. Stoppuhren werden in unterschiedlichen Ausführungen und Größen entsprechend ihres Verwendungszweckes für physikalische, sportliche und medizinische Messungen sowie für Arbeitszeitmessungen verwendet.
Im Gegensatz zu einem Chronographen besitzt eine Stoppuhr keine Anzeige der Uhrzeit. Ein Armband- oder Taschenuhr-Chronograph hat zusätzlich zu einer normalen Uhr eine Stoppfunktion mit ähnlichem Auslösemechanismus wie eine Stoppuhr.
Heutzutage haben sich vorwiegend elektronische Stoppuhren durchgesetzt, da sie genauer, billiger und einfacher zu handhaben sind.
[Bearbeiten] Geschichte
Nicholas Rieussec erfand 1821 die erste Stoppuhr, welche die gemessene Zeit über einen Schreiber festhielt. Daher rührt die heute allgemein verwendete, jedoch irreführende Bezeichnung Chronograph für Uhren mit Stoppfunktion.
[Bearbeiten] Literatur
- Rudi Koch (Hsg.): BI-Lexikon – Uhren und Zeitmessung. VEB Leipzig, 1986, ISBN 3-323-00100-1, S.204f
- Günther Glaser (Hsg.): Handbuch der Chronometrie und Uhrentechnik. Band II/8: Mechanische Uhren. Stuttgart, 1993, Kap. 7.1 und 7.2: Stoppuhren, Sportzeitmessung, Kap.7.3 bis 7.7: Mechansiche Kurzzeitmesser, Kontrolluhren, Zeitreguliergeräte.
[Bearbeiten] Weblinks
- Informationen zu Stoppuhr im BAM-Portal
- G. A. Berner: Illustriertes Fachlexikon der Uhrmacherei, Stoppuhr. Abgerufen am 11. März 2013.
- Stoppuhr im UhrenLexikon. Abgerufen am 11. März 2013.
- Stoppuhr im Duden. Abgerufen am 11. März 2013.
- Online-Stoppuhr Abgerufen am 11. März 2013.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Lukas Stolberg: Lexikon der Taschenuhr. Carinthia Verlag, Klagenfurt 1995, ISBN 3-85378-423-2, S.221
- ↑ Fritz von Osterhausen: Callweys Uhrenlexikon. München 1999, ISBN 3-7667-1353-1, S.319f