Taucheruhr

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Klassische Taucheruhr mit automatischem Aufzug. Charakteristisch sind die mit Leuchtmasse versehenen, großen Stundenindizes, die verstellbare Lünette und das robuste, breite Kunststoff- bzw. Kautschuk-Armband.
Ablesbarkeit im Dunkeln

Die Taucheruhr ist eine wasserdichte und druckfeste Armbanduhr (wasserdicht bis 20 atm (≙ 200 m Wassertiefe) und mehr). Sie dient zur Messung der Tauchzeit und ist zu diesem Zweck mit einer drehbaren Lünette ausgestattet, mit der man die Startzeit des Tauchgangs markiert. Aus Sicherheitsgründen kann die Lünette nur gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden. Sollte sie sich während des Tauchgangs ungewollt verstellen, liegt die markierte Startzeit stets vor der tatsächlichen, und es kann daher nicht zu Gesundheitsschäden durch unbeabsichtigtes Überschreiten der Nullzeit kommen.

In Zeiten der Tauchcomputer ist die klassische Taucheruhr heute eher modisches Accessoire und Luxusobjekt und wird zum Tauchen als Primäranzeige grundsätzlich nicht mehr benötigt. Sie kann jedoch die Funktion eines Backup-Instruments übernehmen.

In Deutschland dürfen nur Uhren mit der Auszeichnung „Taucheruhr“ oder „Diver’s (Watch)“ verkauft werden, die die Kriterien der DIN 8306 erfüllen:

  1. Geprüfte Wasserdichtigkeit
  2. Klare Ablesbarkeit aus 25 cm Entfernung von Uhrzeit, gewählter Tauchzeit, Funktionieren der Uhr – auch bei Dunkelheit
  3. Möglichkeit zur Vorwahl einer Zeitspanne (Timer oder Lünette)

Die Taucheruhr wurde hauptsächlich dafür verwendet, die Dekompressionszeiten (auch Deko-Zeiten genannt) einhalten zu können. Heute wird zu diesem Zweck meist ein Tauchcomputer verwendet, der die Werte der Dekompressionstabelle automatisch in das Verhältnis zu Tauchzeit und Tauchtiefe setzt. Auch dieser kann in eine Armbanduhr integriert sein.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Taucheruhr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Taucheruhr – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen