Sukiyaki

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Sukiyaki

Sukiyaki (jap. 鋤焼 oder すき焼き) ist ein Eintopfgericht (jap. Nabemono) der japanischen Küche, bestehend aus hauchdünn geschnittenem Rindfleisch, Tofu, Konnyaku-Nudeln, Lauch, Zwiebeln, Chinakohl und Enoki-Pilzen. Die Zutaten werden in einem gusseisernen Topf in Sojasauce, Zucker und Mirin geköchelt. Vor dem Essen werden die Zutaten in eine Schale mit gequirltem Ei getunkt. Sukiyaki wird meistens direkt am Tisch zubereitet.

Variationen[Bearbeiten]

Wie auch für andere Eintopfgerichte hat jede Region in Japan ihre eigenen Vorlieben in der Zubereitung. Zum Beispiel werden in der Kantō-Region Sojasauce, Zucker und Mirin in der Küche gemischt, wohingegen in der Kansai-Region die Sauce am Tisch gemischt wird.

Saison[Bearbeiten]

Sukiyaki ist wie Fondue ein Gericht für die kalten Tage des Jahres und ist sehr oft auf dem Menü an japanischen Bōnenkai-Partys (Jahresend-Party).

Geschichte[Bearbeiten]

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Um die Arbeit auf den Reisfeldern zu erleichtern, wurden im 2. Jahrhundert Rinder von der koreanischen Halbinsel nach Japan eingeführt. Rinder wurden nur als Lasttiere angesehen, da buddhistisches Gesetz es verbot, Vierbeiner zur Lebensmittelgewinnung (streng genommen „empfindungsfähige Lebewesen“ im Allgemeinen) zu töten. Nur Soldaten wurde während Kriegszeiten Rindfleisch gegeben, um sie bei Kräften zu halten. Die vom Krieg heimkehrenden Soldaten bereiteten ihre neue Leibspeise auf dem Feld mit der Hilfe von Pflugscharen über glühenden Kohlen zu, um die ältere Generation nicht vor den Kopf zu stoßen, da das Kochen von Rindfleisch im Haus als Frevel angesehen wurde. So kam Sukiyaki, was auf Japanisch so viel wie auf Pflugscharen braten bedeutet, zu seinem Namen. Nach längerem Kontakt mit dem Westen in der Meiji-Zeit verlor Rindfleisch nach und nach seinen schlechten Ruf. Als der Kaiser selbst begann, nach westlicher Art Fleisch zu essen, taten es ihm seine Untertanen sehr bald nach. Während dieser Zeit entwickelte sich Sukiyaki zu seiner heutigen Form.

Anmerkung[Bearbeiten]

Das japanische Lied Ue o muite arukō von Kyū Sakamoto (etwa: „Während ich laufe, schaue ich nach oben“) wurde im Vereinigten Königreich und in Amerika als Lied unter dem Titel Sukiyaki veröffentlicht, und es wurde ein großer Hit. Man benötigte wahrscheinlich einen eingängigen Namen. Allerdings steht der Inhalt des Liedtextes in keiner Weise in Verbindung mit dem Gericht Sukiyaki. 1963 veröffentlichten die Blue Diamonds auf derselben Melodie einen Schlager in deutscher Sprache mit dem Titel Sukiyaki.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sukiyaki – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien