Fondue

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Dieser Artikel erläutert allgemein Speisen, bei denen Nahrungsmittelstücke in warme Flüssigkeiten getunkt werden; zur Schweizer Spezialität siehe Käsefondue.

Ein Fondue [fõˈdyː, schweiz. ˈfõdyː] (aus frz. fondue „geschmolzen“, von fondre) bzw. eine Fonduta (ital.) ist ursprünglich ein Gericht aus geschmolzenem Käse, das aus den Westalpen – der französischsprachigen Schweiz, Savoyen und dem Piemont – stammt. Mittlerweile wird der Begriff allgemein für Gerichte verwendet, bei denen mundgerechte Nahrungsmittelstücke in erhitzte Flüssigkeiten getunkt werden.

Dabei wird zuvor erwärmte Käsemasse, Schokolade, Brühe oder Fett bei Tisch über einem Tischkocher, einem sogenannten Rechaud, heiß gehalten. In diese Substanz werden von den Teilnehmern eines Fondue-Essens mundgerechte Bissen unter Zuhilfenahme spezieller Spieße (beim Käse-, Fett- und Schokoladenfondue) oder Körbchen (beim Brühfondue) getunkt und auf diese Weise gegart (Fett- und Brühfondue) oder überzogen (Käse- und Schokoladenfondue).

Käsefondue[Bearbeiten]

Käsefondue
Hauptartikel: Käsefondue

Das Käsefondue ist die älteste Variante des als Fondue bezeichneten Gerichts. Es besteht aus einer Mischung von geschmolzenem Käse und Weißwein, der als Bindemittel Stärke zugegeben und die mit einem Schuss Kirsch (Obstler) sowie Knoblauch und Pfeffer abgeschmeckt wird. Je nach Art des Käses variiert der Geschmack des Fondues, was besonders bei den vielen regionalen Varianten des Fondues erkennbar wird.

Aus Frankreich stammt das Fondue savoyarde („Savoyer Fondue“), das aus den Käsesorten Emmentaler, Comté und Beaufort besteht. Eine Spezialität aus dem Nordwesten Italiens ist die Fonduta valdostana („Aostataler Fondue“) bzw. die Fonduta piemontese („Piemonteser Fondue“), die auf der Grundlage von Fontina mit Butter, Eigelb, Milch und weißen Trüffeln zubereitet wird.

Die erwärmte Mischung wird bei Tisch in einem speziellen Topf aus Keramik, dem Caquelon, über ein Rechaud gesetzt. Die Teilnehmer stecken Brotstückchen oder (zuvor gekochte) Kartoffeln auf eine lange Gabel, halten diese in den flüssigen Käse und führen kreisende Bewegungen aus, bis das Brot bzw. die Kartoffel damit überzogen ist.

Fett- und Brühfondue[Bearbeiten]

Ein Fleischfondue
Besteck für Fischfondue

Auch als Fondue werden heute Fleisch- oder Fischtöpfe bezeichnet, zubereitet als Fettfondue (Fondue bourguignonne, „Burgunder Fondue“) oder Brühfondue. Das Brühfondue stammt aus Asien (Fondue Chinoise, „chinesisches Fondue“, oder in der japanischen Variante Shabu shabu), wo die Zubereitung von Speisen im sogenannten Feuertopf eine lange Tradition hat. In der heißen Brühe wird nicht nur Fleisch gegart, sondern auch Gemüse und kleine gefüllte Teigtaschen. Fisch wird in Körben über der kochenden Brühe gedämpft.[1] Im Gegensatz zum Käsefondue wird hier kein Keramik-, sondern ein Metalltopf verwendet, da Fett oder Brühe nicht nur warmgehalten werden, sondern siedend heiß sein müssen. Zum Verzehr kann dann ein sogenannter Fondueteller verwendet werden, der eine große Fläche zum Essen hat und mehrere kleine Abteilungen für Saucen, Dips und andere Zutaten bereitstellt. Obwohl beim Brühfondue nichts geschmolzen wird, spricht man – wohl auf Grund der Ähnlichkeit, aber etymologisch falsch – auch hier von „Fondue“.

Bei der Zubereitung des Fettfondues spielt nicht nur die Auswahl der richtigen Fonduepfanne eine Rolle, auch das Fett muss für die hohen Temperaturen, die beim Erhitzen entstehen, geeignet sein. Das Fett muss sich bis auf 180 Grad erhitzen lassen. Mittlerweile gibt es im Handel spezielle Fondue-Fette und -Öle; Sonnenblumenöl, Erdnussöl oder Sojaöl eignen sich ebenfalls gut. Die ideale Temperatur bestimmt man, indem man ein Holzstäbchen in das Fett hält. Steigen Bläschen auf, ist das Fett heiß genug.[2]

Weinfondue[Bearbeiten]

Eine weitere Variante, die als Fondue-Vigneron oder Fondue-Bacchus bekannt ist, ist die Zubereitung von Fleischstücken in siedendem Wein. Verwendet werden können sowohl Rot- als auch Weißwein.

Schokoladenfondue[Bearbeiten]

Beim Schokoladenfondue werden mundgerechte Stücke Obst wie z.B. Apfel, Banane, Erdbeeren, Birne, Ananas oder auch Stücke von Kuchen, Marshmallow, Gummibärchen usw. mit einer Gabel in geschmolzene Schokolade getaucht. Eine besonders spektakuläre Form des Schokoladenfondues ist der Schokoladenbrunnen, bei dem die flüssige Schokolade sich über einen Springbrunnen ergießt. In die Fontänen können die Obststücke getunkt werden.

Für ein gelungenes Schokoladenfondue kommt es auf die Auswahl der richtigen Schokolade an. Prinzipiell eignen sich sowohl Vollmilch- als auch Zartbitter- und weiße Schokolade. Zartbitterschokolade besitzt einen höheren Schmelzpunkt, daher dauert die Zubereitung eines herberen Schokoladenfondues etwas länger. Weiße Schokolade schmilzt dagegen schon bei 30 Grad, Vollmilchschokolade bei 32 Grad. Wichtig ist, dass die Schokolade einen hohen Kakaoanteil besitzt. Kochschokolade oder Kuvertüre ergeben ein gutes Schokoladenfondue. Darüber hinaus gibt es auch spezielle Fondueschokolade mit guten Schmelzeigenschaften.[3]

Fondue-Zubehör[Bearbeiten]

Für die Zubereitung eines Fondues benötigt man das richtige Zubehör. Dazu gehören:

  • Die Fonduepfanne oder ein Feuertopf mit dazu passendem Deckel (auch Caquelon genannt)
  • einen Rechaud
  • Fonduespieße oder -gabeln
  • Fonduesiebe zum Garen von Fleisch und Fisch
  • Fondueteller für Saucen und Dips (Teller mit mehreren kleinen Abteilungen für Saucen und Dips sowie einer großen Abteilung zum Verzehr, für Käsefondues sind auch normale Teller geeignet)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fondue – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

http://schokoladenfondue.eu/

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.rezepte-guru.de/magazin/Fondue-87.html
  2. http://www.herzogin.de/kochrezepte/fleischfondue_mit_fett_anleitung.php
  3. http://schokoladenfondue.eu/schokolade-schmelzen/