Swesda

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Dieser Artikel beschreibt das Modul der ISS. Der Handballverein wird unter Swesda Swenigorod behandelt.
Swesda-Modul mit einer angedockten Sojus-Kapsel, aufgenommen von STS-106
Navigation Internationale Raumstation

Liste der ISS-Module

Triangle Up.svg
Sarja
Triangle Left.svg Oben/Unten Triangle Right.svg
Poisk / Pirs/Nauka
Triangle Down.svg
Progress, Sojus, ATV

Swesda (russisch Звезда für Stern) ist das russische Wohn- und Navigationsmodul der Internationalen Raumstation (ISS), gebaut von RKK Energija. Es wurde am 12. Juli 2000 mit einer Proton-K-Trägerrakete von Baikonur aus gestartet. Swesda ist etwa 13,1 Meter lang, hat einen maximalen Durchmesser von 4,15 Meter, eine Masse von knapp 19,1 Tonnen und ist eine modifizierte Version des Basismoduls der Raumstation Mir. Das Modul verfügt über vier Kopplungsaggregate, drei passive vom Typ „SSWP-M 8000“ am kugelförmigen Übergangsteil am Bug und ein passives vom Typ „SSWP G4000“ am Heck. Dort befinden sich auch Anschlüsse und Pumpen, die angelieferten Treibstoff zu den Tanks des Moduls Sarja weiterleiten. Unbemannte Transporter (Progress, ATV), welche sämtlich über aktive Kopplungsaggregate vom Typ „SSWP G4000“ verfügen, legen hier an. Es können aber auch bemannte Raumfahrzeuge vom Typ Sojus andocken. Unterstützt werden derartige Manöver von den Annäherungskontrollsystemen Kurs und Toru.

Swesda besteht aus drei Abteilen. Nach dem kugelförmigen Übergangsteil folgt der zylindrische Hauptteil und ein ebenfalls zylindrischer, hermetisch verschließbarer Heckabschnitt, der als Ausstiegsschleuse und Stauraum dient. Im Mittelteil befinden sich Steuereinrichtungen, Lebenserhaltung, Toiletten und Duschmöglichkeiten, die Küche, Trainingsgeräte und mehrere Wohnkabinen.

Mit dem Kopfteil wurde Swesda mit dem bereits seit November 1998 im Weltraum befindlichen Modul Sarja verbunden. Bei der Kopplung am 26. Juli übernahm in der Endphase Sarja die aktive Rolle. An den beiden anderen Stutzen sollten nach ursprünglicher Planung „oben“ ein Energieversorgungsmodul (NEM) mit einem Gittermast, acht Solarzellenflächen (etwa 20 Kilowatt Leistung) sowie einem Manipulator und „unten“ ein universelles Docking- und Lagermodul (UDM) ankoppeln, in dem sich zusätzliche Einrichtungen zur Lebenserhaltung befinden sollten. 2001 wurde sowohl das Energieversorgungsmodul wie auch das UDM gestrichen und die Anzahl der geplanten Solarzellenflächen halbiert. Das NEM-Modul wurde schließlich doch gebaut und erhielt den Namen Rasswet. Es wurde mit der Shuttlemission STS-132 2010 zur Station gebracht[1] und am Nadir-Stutzen des Sarja-Moduls angedockt. An dem oberen Kopplungsstutzen von Swesda befindet sich ein zweites Kopplungsmodul Poisk, welches 2009 andockte. Zurzeit wird der „untere“ Stutzen vom ersten Kopplungsmodul Pirs (Docking Compartment 1) belegt, das sowohl zum Andocken von ankommenden Schiffen dient als auch die Funktion einer Druckschleuse erfüllt. Ende 2011 oder später soll Pirs durch ein größeres russisches Forschungsmodul mit der Bezeichnung Nauka ersetzt werden.

Swesda selbst verfügt über zwei Solarzellenflächen mit einer mittleren elektrischen Leistung von ca. fünf Kilowatt und ist mit einem in Deutschland entwickelten intelligenten Datenmanagementsystem ausgerüstet.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Swesda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatJohn Yembrick, Kyle Herring: NASA Sets Launch Dates for Remaining Space Shuttle Missions. NASA, 7. Juli 2008, abgerufen am 8. Dezember 2008 (englisch).