Tapering

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Tapering bezeichnet die Reduktion des Trainingsumfangs vor einer großen Ausdauerbelastung (Wettkampf). Der Begriff ist vom englisch Begriff „Tapering“ („Zuspitzung“ oder „Reduktion“) abgeleitet.

Der Umfang des Taperings wird unterschiedlich gehandhabt und es gibt hier keine Regeln.[1] Grundsätzlich kann wohl gesagt werden, dass die Dauer der Vorbereitung gegensätzlich zur Dauer der Wettkampf-Belastung steht.

Während der letzten zwei oder drei Wochen vor einem Wettkampf reduzieren Ausdauersportler (z. B. Marathon, Schwimmen, Duathlon oder Triathlon) üblicherweise ihren Trainingsumfang und pausieren im Amateurbereich manchmal auch tagelang völlig, damit sich der Körper vor der harten Belastung noch einmal erholen kann. Gemischt mit gezielten Trainingsreizen soll der Körper dann optimal vorbereitet in den Wettkampf starten.

Bei Sportarten mit kurzer, intensiver Belastung (z. B. Gewichtheber, Sprintläufer) dauern die Taper-Perioden üblicherweise länger. Tapering soll auch die Menge der aeroben Enzyme sowie des Muskelglykogens erhöhen.[2]

Parallel erfolgt in dieser Zeit auch oft gezielte Ernährung (z. B. Carboloading), um die Nährstoffspeicher im Körper zu füllen.

Tapering im Kontext der Finanzwirtschaft[Bearbeiten]

Im Kontext der Finanzwirtschaft bedeutet Tapering eine Reduktion expansiver Geldpolitik (meist Verminderung des Quantitative Easing, also reduzierte Staatsanleihenkäufe) durch die jeweilige Zentralbank.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tapering - Der letzte Feinschliff
  2. Reduzieren Sie rechtzeitig die Umfänge
  3. ARD, 20. Juni 2013: Geldpolitik: Bernanke kündigt baldige geldpolitische Wende an.