Tariktik-Hornvogel

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Tariktik-Hornvogel
Männlicher Tariktik-Hornvogel

Männlicher Tariktik-Hornvogel

Systematik
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Hornvögel und Hopfe (Bucerotiformes)
Familie: Nashornvögel (Bucerotidae)
Gattung: Tariktik-Hornvögel (Penelopides)
Art: Tariktik-Hornvogel
Wissenschaftlicher Name
Penelopides panini
Boddaert 1783
Penelopides panini - Zoo Frankfurt 2.jpg

Der Tariktik-Hornvogel (Penelopides panini), auch Palillo-Tariktik-Hornvogel genannt, ist eine Art aus der Familie der Bucerotidae. Sein natürliches Verbreitungsgebiet ist auf einige der philippinischen Inseln begrenzt.

Erscheinungsbild[Bearbeiten]

Tariktik-Hornvögel zählen zu den kleineren Hornvögeln. Die Gesamtkörperlänge beträgt 45 Zentimeter. Die Flügellänge der Männchen beträgt 24,6 bis 27,5 Zentimeter, während die Weibchen eine Flügellänge von 23,6 bis 26,5 Zentimeter haben. Männchen haben auch die größeren Schnäbel und Schweife: Der Schnabel eines durchschnittlichen Männchens ist knapp 11 Zentimeter lang; der Schwanz weist eine Länge von 22 Zentimeter auf. Bei Weibchen beträgt die Schnabellänge im Durchschnitt 9,4 Zentimeter und der Schwanz ist 20,7 Zentimeter lang.

Ein Geschlechtsdimorphismus ist auch beim Gefieder festzustellen. Die Männchen weisen auf der Brust sowie am Hals und am Kopf ein gelblich-weißes Gefieder auf. Bei Weibchen dagegen sind auch die Körperteile schwarz befiedert. Unbefiederte Stellen am Kopf weisen eine blassblaue Haut auf. Bei den Männchen dagegen sind die unbefiederten Stellen rund um die Augen beigefarben, die Haut an der Kehle ist dagegen schwarz. Während das Männchen dunkelbraune Beine und Füße aufweist, hat das Weibchen schwarze.

Im übrigen Federkleid gleichen sich beide Geschlechter. Das Gefieder ist auf der Körperoberseite schwarz mit einem grünlich irisierenden Schimmer.

Verbreitungsgebiet, Lebensraum und Bestand[Bearbeiten]

Der Tariktik-Hornvogel ist die einzige Art der kleineren Hornvögel, die auf den westphilippinischen Inseln vorkommt. Zum Verbreitungsgebiet zählen die Inseln Panay, Masbate, Guimaras, Negros, Pan de Azucar, Sicogon und Ticao.

Der Tariktik-Hornvogel bewohnt immergrüne Wälder bis zu einer Höhe von 1000 Meer über dem Meeresspiegel.

Die größte Bedrohung für diese Art ist ein Rückgang des möglichen Lebensraumes. Einige Inseln seines Verbreitungsgebietes wie etwa Mabate und Guimaras sind mittlerweile ihrer Wälder weitgehend beraubt. Dies nimmt dieser Vogelart auch die Möglichkeit, geeignete Reviere zu finden.

Lebensweise[Bearbeiten]

Tariktik-Hornvögel können gelegentlich in kleinen Gruppen in fruchttragenden Bäumen beobachtet werden. Sie halten sich bevorzugt im unteren Bereich von Bäumen auf und werden häufig an Waldrändern beobachtet. Es gibt vereinzelte Beobachtungen, die beschreiben, dass sie Jagd auf fliegende Ameisen machen [1].

Über das Balzverhalten ist bis jetzt nichts bekannt. Auch über die Brutgewohnheiten dieser Vogelart gibt es bislang nur wenige Beobachtungen. Wie für Hornvögel üblich wird das Weibchen vom Männchen in einer Baumhöhle eingemauert und von diesem gefüttert, während dieses zunächst die Eier ausbrütet und später die Jungvögel hudert. Die Weibchen mausern während sie die Eier bebrüten und sind in dieser Zeit flugunfähig.

Systematik[Bearbeiten]

Es werden zwei Unterarten des Tariktik-Hronvogels unterschieden. P. p. ticaensis ist auf der Insel Ticao beheimatet, während die Nominatform P. p. panini auf Panay, Masbate, Guimaras, Negros, Pan de Azucar und Sicogon vorkommt. P. p. ticaensis ist etwas größer als die Nominatform. Bei dieser Unterart schimmert die Körperoberseite eher grünbläulich.

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kemp, S. 201

Literatur[Bearbeiten]

  • Alan Kemp: The Hornbills – Bucerotiformes, Bird Families of the World, Oxford University press 1995, ISBN 0-19-857729-X

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Penelopides panini – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Penelopides panini in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.1. Eingestellt von: BirdLife International, 2012. Abgerufen am 19. September 2013