TeamSpeak
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| TeamSpeak | |
|---|---|
| Entwickler | TeamSpeak Systems GmbH, Ralf Ludwig, Peter Kirk |
| Aktuelle Version | 3.0.3 (Client), 3.0.1 (Server) (23. Januar 2012 / 17. November 2011) |
| Aktuelle Vorabversion | 3.0.2-pre2 (Server) (18. Februar 2011) |
| Betriebssystem | Windows, Linux, Mac OS X, iOS, Android |
| Kategorie | VoIP |
| Lizenz | proprietär |
| Deutschsprachig | ja |
| www.teamspeak.com | |
TeamSpeak ist eine proprietäre Sprachkonferenzsoftware, welche den Benutzern ermöglicht, über das Internet oder ein LAN miteinander zu kommunizieren. TeamSpeak ist für die Nutzung in Online-Spielen optimiert, es hat eine geringe Prozessorauslastung und niedrige Datentransferraten.
Das TeamSpeak-Protokoll ist nicht offen spezifiziert, TeamSpeak ist mit allen anderen Protokollen inkompatibel. Es bietet insbesondere keine Unterstützung für offene IP-Telefonie-Protokolle wie SIP, H.323 oder IAX.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Entwicklung
[Bearbeiten] TeamSpeak 2
TeamSpeak 2 wurde in Borland Delphi für Windows-Systeme geschrieben und mit Kylix auf Linux portiert. Für Mac OS X gab es nur einen inoffiziellen Client mit dem Namen TeamSpeex.
TeamSpeak 2 unterstützt die Codecs CELP, GSM und Speex in Stufen von 5,1 kbit/s bis zu 25,9 kbit/s. Der Client ist grundsätzlich kostenfrei. Der Server ist für nicht kommerzielle Zwecke ebenfalls kostenfrei. Es dürfen hierbei maximal 1.000 Slots (Plätze für Benutzer) auf bis zu 10 Server aufgeteilt werden. Für die kommerzielle Nutzung muss eine kostenpflichtige Lizenz erworben werden. Die Vergabe von Non-Profit-Lizenzen für die Erstellung einer größeren Anzahl an Servern wurde für TeamSpeak 2 eingestellt.
[Bearbeiten] TeamSpeak 3
Die Nachfolgeversion TeamSpeak 3 verwendet C++, was eine Portierung auf andere Betriebssysteme vereinfachte. So erschienen neben der Windows- und Linux-Version auch Versionen für Mac OS X sowie iOS und Android.
Die erste Beta-Version von TeamSpeak 3 erschien am 19. Dezember 2009, die finale Version wurde am 10. August 2011 freigegeben. TeamSpeak 3 unterstützt das Vorlesen von eingegebenem Text. Bei einer Konferenzschaltung können die Teilnehmer in einem virtuellen Raum angeordnet werden (links, rechts, vorne, hinten), dadurch soll es leichter sein dem Gespräch zu folgen. Dies funktioniert, sofern man über zwei oder mehr Ausgabekanäle verfügt. Für Anwender stehen ferner Skins zur Personalisierung zur Verfügung.[1] Es wurde weiterhin Unterstützung für den latenzarmen Codec CELT eingeführt. Die Unterstützung für CELP und GSM wurde hingegen eingestellt. Für beide Codecs können Latenz und Qualität unabhängig von einander konfiguriert werden (weniger Latenz und mehr Qualität entsprechen jeweils mehr Bandbreite), womit sich Bitraten zwischen 2,6 und 114 kbit/s ergeben.
Die Serversoftware kann für nicht kommerzielle Zwecke kostenlos genutzt werden. Standardmäßig erlaubt sie die Erstellung eines einzigen Servers mit 32 Slots. Mit der Registrierung für eine kostenlose Non-Profit-Lizenz (NPL) können nicht kommerzielle Organisationen (z.B. Computerspiel-Clans) und Privatpersonen bis zu 512 Slots auf 10 Server frei verteilen. Auch bei TeamSpeak 3 ist für die kommerzielle Nutzung eine slotabhängige monatliche Lizenzgebühr zu entrichten.
Technologie von TeamSpeak 3 wurde in diverse Produkte integriert, z.B. der Militärsimulation America’s Army 3. TeamSpeak kooperiert mit Overwolf, das TeamSpeak 3 mit Funktionen ähnlich derer von Xfire oder der Steam Community verbindet.
[Bearbeiten] Voraussetzungen
Zur Benutzung von TeamSpeak 3 benötigt man offiziellen Angaben zufolge einen Hauptprozessor mit mindestens 800 MHz Takt, 128 MB Arbeitsspeicher und etwa 50 MB freien Festplattenspeicher; für den Client zusätzlich noch eine Voll-Duplex-Soundkarte sowie einen Lautsprecher und Mikrofon.
[Bearbeiten] Konzept
Um miteinander kommunizieren zu können, müssen alle Benutzer auf einen Server gehen, der wiederum in mehrere Channels unterteilt sein kann.
[Bearbeiten] Server
Server können entweder bei Hostinganbietern (z.B. viele Anbieter für Gameserver) für eine meist monatliche Gebühr gemietet oder mithilfe der Serversoftware auf einem eigenen Server oder dem eigenen Rechner installiert werden. Hat man eine Lizenz, kann man entsprechend mehrere Server mit derselben Installation der Serversoftware erstellen. Die Serversoftware kann auch auf weniger leistungsstarken VServern eingesetzt werden, was in aller Regel viel günstiger als das Mieten eines Servers ist, wenn man eine Non-Profit-Lizenz einsetzen darf.
Die Verwaltung der meisten Einstellungen eines einzelnen Servers funktionieren mit einer grafischen Oberfläche des Clients. Für die Verwaltung einer Serverinstallation (Instanz genannt) und einigen detaillierten Einstellungen gibt es bei TeamSpeak 2 ein Webinterface auf Port 14534, während bei TeamSpeak 3 standardmäßig nur die Nutzung von Telnet auf Port 10011 zur Verfügung steht. Es gibt jedoch auch Webinterfaces und Software, mit der sich die Verwaltung von TeamSpeak 3 grafisch darstellen lässt. Beim ersten Start der Serversoftware wird automatisch ein Server auf Port 8767 (TeamSpeak 2) bzw. 9987 (TeamSpeak 3) erstellt.
[Bearbeiten] Channel
Die Channel kann man wörtlich übersetzt als Kanäle innerhalb eines Servers sehen, zwischen denen man wechseln kann, ähnlich wie auch beim CB-Funk. Die Channel werden als Baumansicht dargestellt, ähnlich den Ordner im Windows Explorer. Durch Doppelklicken auf einen Channel tritt man diesem bei. Dann kann man hören, was die anderen Benutzer (in der Baumansicht üblicherweise durch grüne Lämpchen dargestellt) sagen und selbst mit ihnen reden. Anders als beim CB-Funk können beliebig viele Benutzer gleichzeitig reden.
[Bearbeiten] Ähnliche Software
TeamSpeak steht im Wettbewerb mit verschiedener anderer Software. Größter Mitbewerber ist Ventrilo, das sich zur Zeit von TeamSpeak 2 etabliert hat, weil es den Ruf hatte, eine geringere Latenz zu haben. Für TeamSpeak 3 holte bei der Latenz Benutzerberichten zufolge mehr als auf und bietet ein deutlich attraktiveres kostenloses Lizenzmodell für Serverbesitzer (TeamSpeak 3: 10 Server mit zusammen 512 Slots; Ventrilo: 1 Server mit 8 Slots). In manchen Kreisen hat sich hingegen die gänzlich kostenlose Open-Source-Lösung Mumble etabliert. Weitere Mitbewerber von TeamSpeak sind Battlecom und Gamevoice. Auch Skype wird gelegentlich als Alternative genutzt.
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Teamspeak 3 Merkmale. de.tavweb.com (25. Januar 2010). Abgerufen am 25. Januar 2010.