The Beautiful South

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The Beautiful South
The Beautiful South 2006
The Beautiful South 2006
Allgemeine Informationen
Genre(s) Pop
Gründung 1988
Auflösung 2007
Gründungsmitglieder
Paul D. Heaton
Gesang
Dave Hemingway
Sean Welch
David Rotheray
David Stead
Ehemalige Mitglieder
Gesang
Briana Corrigan (1990–1994)
Gesang
Jacqueline „Jacqui“ Abbott (1994–2000)
Gesang
Alison Wheeler (2001–2007)

The Beautiful South war eine britische Pop-Band, die Ende der 1980er Jahre gegründet wurde und zahlreiche Erfolge in den Hitparaden verzeichnen konnte.

Geschichte[Bearbeiten]

The Beautiful South gingen Ende 1988 aus der Band The Housemartins hervor. Sänger waren Paul Heaton und Housemartins-Schlagzeuger David Hemingway. Schlagzeuger wurde Dave Stead. Weitere Mitglieder waren Sean Welch (Bass), David Rotheray (Gitarre) und ab 1990 Briana Corrigan als zusätzliche Sängerin (letztere hatte bereits zuvor als Backgroundsängerin mitgewirkt).

Der Name „The Beautiful South“ ist ebenfalls auf die Housemartins zurückzuführen:

“The name The Beautiful South was chosen because as The Housemartins we had become real Wurzels of Hull, professional Northeners. Even if you don’t act like that, that’s still how you come across to a lot of people. Although it gives you some ground initially, in the end people don’t take you seriously – you’re not taken seriously because you’re from Hull.”

„Der Name The Beautiful South wurde gewählt, weil wir als The Housemartins richtige Urgesteine von Hull geworden waren, professionelle Nordlichter. Selbst wenn du dich gar nicht dergestalt aufführst, wirkst du auf eine Menge Leute dennoch so. Obwohl dir das anfangs eine gewisse Erdung gibt, nehmen dich die Leute letztlich nicht mehr ernst – du wirst nicht ernstgenommen, weil du aus Hull bist.“

Paul Heaton, 1991 im Q-Magazin[1]

Ihren ersten Hit landete die Gruppe im Mai 1989 mit der Single Song for Whoever aus dem Debütalbum Welcome to the Beautiful South. Im Oktober 1990 erreichten sie mit A Little Time ihren einzigen Nummer-1-Hit. 1991 gewann die Band für die Single den „Brit Award“ in der Kategorie „Bestes britisches Video“.

Anfang 1994 stieg Briana Corrigan aus. Neben dem Versuch eine Solokarriere zu starten gilt das Stück 36D als Grund. Corrigan war mit dem Text, der von leichtbekleideten Models und der Industrie, die diese bezahlt, handelt, nicht einverstanden.

Ersetzt wurde sie durch Jacqui Abbott, die erstmals auf dem im April 1994 veröffentlichten Album Miaow zu hören ist. Im November 1994 folgte die Hitsammlung Carry On up the Charts und im Oktober 1996 das Album Blue is the Colour”, die beide Platz 1 erreichten. Letzteres enthielt mit Don’t Marry Her eine Hitsingle, die aufgrund nicht jugendfreier Begriffe zunächst von manchen Radiostationen boykottiert wurde und später im Radio meist in einer leicht abgeänderten Version lief: Die wiederkehrende Textzeile „Don’t marry her, fuck me“ lautet in der Radioversion „Don’t marry her, have me“.

Nach dem weiteren Top-Album Quench von 1998 nahm sich der inzwischen alkoholkranke Paul Heaton eine Auszeit und verbrachte einige Zeit auf Sardinien. Dort entstanden einige Teile des Albums Painting It Red, das im Oktober 2000 erschien.

The Beautiful South legten nun eine Pause ein, in deren Verlauf Abbott die Gruppe verließ und durch Alison Wheeler ersetzt wurde. Sie ist erstmals zu hören auf dem im Oktober 2003 veröffentlichten Album Gaze, das nicht mehr ganz die Höhen früherer Charterfolge erreichte.

Im Oktober 2004 folgte mit Golddiggas, Headnodders and Pholk Songs ein Album mit Coverversionen bekannter Stücke. Die Gruppe erlaubte sich einen Scherz mit dem Stück This Old Skin, das angeblich ein Lied der Gruppe „The Heppelbaums“ sein soll, tatsächlich aber eine Heaton/Rotheray-Komposition ist.

Am 8. Mai 2006 erschien die Single Manchester, eine Woche später das dazugehörige Album Superbi.

Die Gruppe veröffentlichte am 31. Januar 2007 eine Stellungnahme, in der sie ihre Auflösung bekanntgab.[2] Sie bedankte sich bei ihren Fans für „19 wunderbare Jahre Musik“ und nannte – wohl in ironischer Variation der in solchen Fällen oft genutzten Begründung „musikalische Differenzen“ – als Grund „musikalische Ähnlichkeiten“.

Stil[Bearbeiten]

Die Musik der Gruppe – für die hauptsächlich das Komponistenteam Heaton und Rotheray verantwortlich war – zeichnete sich durch anspruchsvolle Texte, abwechslungsreiche Arrangements und die prägnante Stimme des Lead-Sängers Paul Heaton aus.

The New Beautiful South[Bearbeiten]

Unter dem neuen Namen „The New Beautiful South“ wird die Gruppe seit Januar 2009 weitergeführt. Die Besetzung besteht aus Dave Hemingway (Gesang), Alison Wheeler (Gesang), David Stead (Schlagzeug), Damon Butcher (Keyboard) Phil Barton (Gitarre), Karl Brown (Perkussion), Steve Nutter (Bass) sowie Gaz Birtles und Tony Robinson (Bläser).[3]

2010 wurde der Name in „The South“ geändert.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chart-Positionen[4]
DE AT CH UK
1989 Welcome to the Beautiful South 16
(27 Wo.)
2
(26 Wo.)
1990 Choke 30
(18 Wo.)
2
(22 Wo.)
1992 0898 40
(10 Wo.)
4
(17 Wo.)
1994 Miaow 70
(6 Wo.)
6
(24 Wo.)
Carry on up the Charts - The Best of The Beautiful South 53
(8 Wo.)
1
(89 Wo.)
1996 Blue is the Colour 1
(45 Wo.)
1998 Quench 26
(18 Wo.)
28
(3 Wo.)
1
(24 Wo.)
2000 Painting It Red 37
(4 Wo.)
2
(9 Wo.)
2001 Solid Bronze – Great Hits 77
(1 Wo.)
10
(14 Wo.)
2003 Gaze 14
(3 Wo.)
2004 Golddiggas, Headnodders and Pholk Songs 11
(3 Wo.)
2006 Superbi 6
(5 Wo.)
2011 Live at the BBC

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chart-Positionen[4] Album
DE AT CH UK
1989 Song for Whoever 21
(19 Wo.)
30
(1 Wo.)
2
(11 Wo.)
Welcome to the Beautiful South
You Keep It All In 37
(19 Wo.)
8
(8 Wo.)
I’ll Sail This Ship Alone 74
(6 Wo.)
31
(8 Wo.)
1990 A Little Time 47
(16 Wo.)
20
(8 Wo.)
1
(14 Wo.)
Choke
My Book 43
(6 Wo.)
1991 Let Love Speak Up Itself 51
(3 Wo.)
1992 Old Red Eyes Is Back 51
(11 Wo.)
22
(6 Wo.)
0898
We Are Each Other 81
(2 Wo.)
30
(3 Wo.)
Bell Bottomed Tear 16
(5 Wo.)
36D 46
(2 Wo.)
1994 Good As Gold 54
(11 Wo.)
23
(5 Wo.)
Miaow
Everybody’s Talkin’ 12
(8 Wo.)
Prettiest Eyes 37
(3 Wo.)
One Last Love Song 14
(5 Wo.)
Carry on up the Charts - The Best of The Beautiful South
Dream a Little Dream 29
(6 Wo.)
Soundtrack zum Film French Kiss
1995 Pretenders to the Throne 18
(4 Wo.)
1996 Rotterdam (Or Anywhere) 72
(9 Wo.)
5
(9 Wo.)
Blue is the Colour
Don’t Marry Her 89
(6 Wo.)
8
(10 Wo.)
1997 Blackbird on the Wire 23
(5 Wo.)
Liar’s Bar 43
(1 Wo.)
1998 Perfect 10 64
(9 Wo.)
47
(3 Wo.)
2
(14 Wo.)
Quench
Dumb 16
(8 Wo.)
1999 How Long’s A Tear Take To Dry? 12
(6 Wo.)
The Table 47
(2 Wo.)
2000 Closer Than Most 22
(4 Wo.)
Painting It Red
The River / Just Checkin’ 59
(1 Wo.)
2001 The Root of All Evil 50
(1 Wo.)
2003 Just a Few Things that I Ain’t 30
(2 Wo.)
Gaze
Let Go With the Flow 47
(2 Wo.)
2004 Livin’ Thing 24
(2 Wo.)
Golddiggas, Headnodders & Pholk Songs
This Old Skin 43
(2 Wo.)
2005 This Will Be Our Year 36
(2 Wo.)
2006 Manchester 41
(2 Wo.)
Superbi

DVD[Bearbeiten]

  • Munch: Our Hits (2002)
  • Carry On Up The Charts: The Best Of (2008)
  • Live in the Forest (2006)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: The Beautiful South – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zitat entnommen dem Booklet der CD „Gold“.
  2. http://news.bbc.co.uk/1/hi/entertainment/6318345.stm
  3. http://www.thisisnottingham.co.uk/entertainment/Interview-New-Beautiful-South/article-750143-detail/article.html
  4. a b Quellen Chartplatzierungen: DE / AT / CH / UK, abgerufen am 4. März 2012.