The Cassandra Complex

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The Cassandra Complex ist eine europäische Band, deren musikalisches Schaffen sich zwischen Rock, Electropunk und Wave bewegt. Kopf der Band ist Rodney Orpheus. Seit Gründung im Jahr 1983 hat sich die Formation häufig geändert.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Anfangszeit (1983–1987)[Bearbeiten]

Der gebürtige Ire Orpheus gründete die Band 1982 im nordenglischen Leeds zusammen mit Paul Dillon und Andrew Booth.

1984 erschienen die ersten beiden, selbst finanzierten Singles March und Moscow Idaho. Letztere zählt heute zu den Klassikern der Band. Auf der anschließenden Europa-Tournee verließ Dillon die Band und wurde von John Marchini, Jez Willis und Keith Langley ersetzt. Diese Formation spielte 1986 das Debüt-Album „Grenade“ ein. Das Live-Album „Feel The Width“ von 1987 dokumentierte das Live-Potential der Band. Im selben Jahr zog Orpheus nach Aachen.

Die Erfolgsjahre (1988–1993)[Bearbeiten]

Weitere Veröffentlichungen folgten in den nächsten vier Jahren:

  • Theomania (1988)
  • Satan, Bugs Bunny And Me (1989)
  • Cyberpunx (1990)
  • The War Against Sleep (1991)
  • Beyond the Wall of Sleep (1992, Live-Album, das die ’91er-Tour dokumentiert)
  • Sex And Death (1993)

1990 zog Orpheus erneut um, dieses Mal nach Hamburg. Erneut wechselte die Band-Besetzung. Einer der Neuzugänge war Volker Zacharias, Sänger und Gitarrist der deutschen Musikformation Girls Under Glass. Zacharias ist seitdem neben Orpheus das einzige Stammmitglied der Band.

seit 1994[Bearbeiten]

Mitte der 1990er wurde es ruhig um die Band. 1995 erschien das Best-of-Album „Work 1.0“.

Orpheus gründete kurz darauf zusammen mit Patricia Nigiani (Aurora Sutra, ehemals bei Project Pitchfork aktiv) das Nebenprojekt Sun God. Außerdem arbeitete er zusammen mit dem The Sisters Of Mercy-Kopf Andrew Eldritch an verschiedenen Projekten und entdeckte sein Interesse für das Internet.

Erst im Jahr 2000 erschien mit „Wetware“ ein neues Album, dessen Titel sich nach „Cyberpunx“ zum zweiten Mal auf das Genre Cyberpunk bezog, dieses Mal auf den Roman Wetware von Rudy Rucker. Der Inhalt vieler Texte spiegelte die magisch-okkulte Welt des Rodney Orpheus wider, der als hochrangiges Mitglied des Ordo Templi Orientis und Autor von Werken zur thelemischer Magie ebenfalls bekannt ist.

Für das Jahr 2007 reaktivierte Rodney Orpheus Cassandra Complex wieder. Die alten Alben wurden neu gemixt, Gerüchte sprachen sogar von Raumklang-Abmischungen, da Rodney Orpheus international neben seiner Tätigkeit für den Ordo Templi Orientis auch für seine Fertigkeiten in Sachen Raumklang-Produktion bekannt ist (u.a. LTJ Bukem).

Diskografie[Bearbeiten]

  • Grenade (1986)
  • Hello America (1986, enthält die 12-Inch-Singles "Moscow, Idahow" und "Datakill" sowie 2 zusätzliche Songs; wurde 1989 ergänzt um die EP "Something came over me" wiederveröffentlicht)
  • Feel The Width (1987)
  • Theomania (1988)
  • Satan, Bugs Bunny And Me (1989)
  • Cyberpunx (1990)
  • The War Against Sleep (1991)
  • Beyond the Wall of Sleep (1992)
  • Sex And Death (1993)
  • Work 1.0 (1995)
  • Wetware (2000)

Weblinks[Bearbeiten]