Theseus, Held von Hellas

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Filmdaten
Deutscher Titel Theseus, Held von Hellas
Originaltitel Teseo contro il Minotauro
Produktionsland Italien
Originalsprache Italienisch
Erscheinungsjahr 1960
Länge 93 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Silvio Amadio[1]
Drehbuch Sandro Continenza
Gian Paolo Callegari
Produktion Luigi Giordini
Giorgio Agliani
Rudy Salmson
Musik Carlo Rustichelli
Kamera Aldo Giordani
Schnitt Nella Nannuzzi
Besetzung
Synchronisation

Theseus, Held von Hellas (Originaltitel: Teseo contro il Minotauro) ist ein italienischer mythologischer Abenteuerfilm, der unter der Regie von Silvio Amadio entstand. Die Titelrolle spielte der Zehnkämpfer Bob Mathias. Im deutschen Sprachraum wurde der Film erstmals am Vorweihnachtstag 1960 gezeigt.

Handlung[Bearbeiten]

Phaedra, die Tochter des kretischen Königs Minos, befiehlt ihrem Geliebten Chirone, ihre in einem Dorf lebende Zwillingsschwester Ariadne aufzuspüren und zu töten. Der Überfall auf das Dorf entgeht Theseus und Demetrius nicht, die Ariadne retten. Daraufhin befiehlt Chirone, die Familie des Demetrius, die in Kreta lebt, dem Minotaurus zu opfern. Die beiden Helden begeben sich nach Kreta; dort werden sie von Phaedra gefangengenommen, obwohl diese sich in Theseus verliebt hat.

Demetrius und seine Familie sterben, Theseus kann verletzt fliehen und stürzt ins Meer. Er wird von der Göttin Amfitrite gerettet und mit einem Schwert wieder zurückgesandt. Er erfährt, dass Chirones Leute Ariadne entführt und in die Grüfte von Phaedra gesetzt haben, woraufhin er dort eindringt, die Wachen besiegt und das Ungeheuer Minotaurus bezwingen kann. Phaedra flieht und wird von ihren eigenen Tieren angefallen, während das revoltierende Volk ihren Verbündeten Chirone tötet.

Kritik[Bearbeiten]

Das Monthly Film Bulletin bedauerte: „Ein potentiell interessanter Mythos, aus dem man wieder mal ein mechanisch ablaufendes italienisches Durchschnittsspektakel gemacht hat, […] mit unnatürlich verkrampften Liebesszenen und schlampigem Schnitt.“[2]. Ähnlich das Lexikon des Internationalen Films: „Billiger "Antikfilm" mit vermeintlich spektakulären Akzenten auf Grusel und Grausamkeit, mehr als frei nach der griechischen Theseus-Sage.“[3]

Italienische Kritiker bemängelten vor allem die Besetzung des Hauptdarstellers, der „gar keinen Gesichtsausdruck hat und keinen Eindruck hinterlässt“[4]

Bemerkungen[Bearbeiten]

Der Film spielte in Italien 460 Millionen Lire ein.[5]

Oftmals wird fälschlicherweise Mario Bonnard als Regisseur angegeben. Giorgio Capitani war Regisseur des 2. Stabes.

Synchronisation[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.archiviodelcinemaitaliano.it/film2.php?codice=AG%20651
  2. zitiert nach Hahn/Jansen, Stresau: Lexikon des Fantasy-Films. München 1986, S. 509
  3. Theseus, Held von Hellas im Lexikon des Internationalen Films
  4. U. Casiraghi, in: L'unità, September 1960
  5. Dizionario del Cinema Italiano, I film vol. 3. Gremese 1992, S. 541