Thioharnstoff
| Strukturformel | |||||||||||||||||||||||
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| Allgemeines | |||||||||||||||||||||||
| Name | Thioharnstoff | ||||||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | CH4N2S | ||||||||||||||||||||||
| CAS-Nummer | 62-56-6 | ||||||||||||||||||||||
| PubChem | 2723790 | ||||||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
weißer geruchsloser Feststoff [1] |
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 76,12 g·mol−1 | ||||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest |
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| Dichte |
1,41 g·cm-3 bei 20 °C [1] |
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| Schmelzpunkt | |||||||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
Zersetzung[1] |
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| Löslichkeit |
mäßig löslich in Wasser: 90 g·l−1 (20 °C)[1] |
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| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||||||
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| MAK |
nicht festgelegt[1] |
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| LD50 |
1750 mg·kg−1 (Ratte, peroral)[3] |
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| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | |||||||||||||||||||||||
Thioharnstoff ist ein Derivat des Harnstoffs, bei dem das Sauerstoffatom durch ein Schwefelatom substituiert ist.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Gewinnung und Darstellung
Thioharnstoff kann aus Ammoniumthiocyanat oder Calciumcyanamid gewonnen werden:
[Bearbeiten] Chemische Eigenschaften
Thioharnstoff ist eine organische Verbindung und ein Komplexbildner.
Thioharnstoff tritt in zwei tautomeren Formen auf. In wässrigen Lösungen dominiert die Thionform:
[Bearbeiten] Verwendung
Thioharnstoff wird verwendet:
- als Wirkstoff in vielen Mitteln zur Silberpflege.
- als Nachweismittel für Bismut und Cadmium
- als Additiv in Bädern zur Verzinkung, Versilberung, Verkupferung und Verzinnung von Metallen.
- als Goldlösungsmittel:
- als Basis von Arzneimitteln (Thyreostatika) die aus Thioharnstoffderivaten bestehen.
- als Toner bei der Entwicklung von Fotos
- als Knospungsstopper im Weinanbau
- als Agrohilfsmittel (Ureaseinhibitor) in Mineraldünger
- bei der RP-HPLC zur Totzeitbestimmung
- als Nukleophil in der nukleophilen Substitution
[Bearbeiten] Biologische Bedeutung
Thioharnstoff kann die Enzyme Tyrosinase und Urease hemmen.
[Bearbeiten] Sicherheitshinweise
Thioharnstoff ist krebserregend der Kategorie 3 (möglicherweise krebserzeugend beim Menschen) und fruchtschädigend der Kategorie 3 (möglicherweise fruchtschädigend beim Menschen). Er kann nur sehr schwer mit normalen Abwasserreinigungsmethoden aus Abwässern entfernt werden.
[Bearbeiten] Abgeleitete Verbindungen
- Thioharnstoffdioxid
- Thioharnstoffnitrat (CH5N3O3S)
- Propylthiouracil
- Propylen-thioharnstoff
- Thioharnstoff-Chelat
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b c d e f g Eintrag zu CAS-Nr. 62-56-6 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 30.12.2007 (JavaScript erforderlich).
- ↑ a b Eintrag zu CAS-Nr. 62-56-6 im European chemical Substances Information System ESIS (ergänzender Eintrag)
- ↑ Datenblatt Thioharnstoff bei Merck, abgerufen am 19. Januar 2011.

![\mathrm{[Au(TH)_2]_2SO_4 + 2 \ FeSO_4}](http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/math/4/a/e/4ae81b9f4d419f3028754090afed93b4.png)