Thomas Sopwith

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Thomas Sopwith (1910)

Sir Thomas Octave Murdoch Sopwith CBE (* 18. Januar 1888 in Kensington; † 27. Januar 1989 in Hampshire) war ein Flugpionier, Unternehmer und Segelsportler.

Leben[Bearbeiten]

Sopwith war das achte Kind und einziger Sohn eines Bau-Ingenieurs. Er ging in Hove und in Lee-on-Solent zur Schule. Seine Liebe zum Fliegen entstand, als er Augenzeuge der ersten Kanalüberquerung mit einem Flugpassagier wurde, die John Moisant gelang. Er ging nach Brooklands und flog erstmals mit Gustav Blondeau. Danach brachte er sich selbst das Fliegen bei. Das erste Mal flog er am 31. Oktober 1910, stürzte dabei ab, blieb aber unverletzt. Sopwith erlangte schließlich am 22. November 1910 die Flugführerlizenz Nr. 31 des Royal Aero Club.

Bereits am 18. Dezember 1910 gelang ihm in einem Wettbewerb der längste Flug von Großbritannien auf das Festland in einem britischen Flugzeug. Er flog in 3 Stunden und 40 Minuten eine Strecke von etwa 270 Kilometern bis nach Beaumont in Belgien, was ihm 4000 Pfund Preisgeld einbrachte. Dieses investierte er in die Einrichtung einer eigenen Flugschule, der Sopwith School of Flying in Brooklands.

Sopwith traf im Juni 1912 mit Fred Sigrist zusammen und gründete zusammen mit einigen anderen die Sopwith Aviation Company, die wichtiger Lieferant für Jagdflugzeuge im Ersten Weltkrieg wurde. Das bekannteste ist die Sopwith Camel. Für seinen persönlichen Einsatz erhielt er 1918 den Orden Commander of the Order of the British Empire (CBE).

Nach der Produktion von über 16.000 Flugzeugen wurde die Firma Sopwith 1920 liquidiert. Kurz darauf gründeten Harry Hawker, Thomas Sopwith, Fred Sigist und Bill Eyre zu gleichen Teilen die H.G. Hawker Engineering, die spätere Hawker Aircraft Ltd.

1934 und 1937 nahm Sopwith mit seinen Yachten Endeavour und Endeavour II am America’s Cup teil. 1953 wurde er zum Ritter geschlagen.

Nachdem Hawker-Siddeley verstaatlicht wurde, blieb Sopwith bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts Berater des Unternehmens.

Sopwith starb wenige Tage nach seinem 101. Geburtstag. Sein Grab befindet sich auf dem Kirchhof von All Saints Church auf der Isle of Wight.

Literatur[Bearbeiten]

  • Alan Bramson: Pure Luck, The Authorized Biography of Sir Thomas Sopwith, 1888-1989 , 1991 ISBN 1852602635
  • J.M. Ramsden: Farewell Sir Thomas, in Aeroplane Monthly April 1989, S. 200–203

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Thomas Sopwith – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien