Tommaso Ruffo

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Tommaso Ruffo

Tommaso Ruffo (* 15. September 1663 in Neapel; † 16. Februar 1753 in Rom) war ein italienischer Kardinal.

Leben[Bearbeiten]

Frühe Jahre[Bearbeiten]

Der spätere Kardinal wurde 1663 als Sohn des Herzogs Carlo Ruffo geboren und studierte an der Universität La Sapienza in Rom Zivil- und Kirchenrecht. Wohl unter Papst Innozenz XI. erhielt er die Priesterweihe, der ihn auch als Nuntius nach Brüssel schickte. 1693 wurde er Referent am Apostolischen Gericht, nachdem er vorher Vizelegat in der Romagna war. Ein Jahr später war Tommaso Ruffo Inquisitor auf Malta und brachte dort die Versöhnung zwischen dem Malteserorden und der Republik Genua zustande.

Als Bischof[Bearbeiten]

Am 13. April 1698 wurde er Titularerzbischof von Nicäa. Die Bischofsweihe spendete ihm Kardinalstaatssekretär Fabrizio Spada, assistiert von dem späteren Papst Innozenz XIII. und Francesco Acquaviva d'Aragona. Nur sechs Tage später wurde er Nuntius im Großherzogtum Toskana. 1702 sollte er zum Erzbischof von Neapel ernannt werden, er lehnte jedoch ab.

Kardinal und Kardinaldekan[Bearbeiten]

Portrait von Giuseppe Crespi

Dafür nahm ihn Clemens XI. am 17. Mai 1706 ins Kardinalskollegium auf. Nach langjährigen Tätigkeiten als päpstlicher Legat, unter anderem in Ferrara, wurde er im Mai 1717 Bischof von Ferrara (er führte den Titel eines Erzbischofs). Vier Jahre später nahm er am Konklave von 1721 teil. Danach reiste er erneut als Legat nach Bologna. Da Papst Innozenz XIII. relativ früh starb, kam er 1724 nach Rom zurück, um am Konklave teilzunehmen. 1726 wurde er in die Klasse der Kardinalbischöfe aufgenommen und war Kardinalbischof von Palestrina. Ein Jahr später kehrte er als Legat nach Ferrara zurück, wo er drei Jahre blieb. 1738 gab er das Erzbistum (seit 1725) Ferrara ab und wurde Kardinalbischof von Porto-Santa Rufina und Kardinalsubdekan. Während des Konklaves von 1740 starb der Kardinaldekan Pietro Ottoboni. Nach der Wahl Benedikts XIV. wurde er am 29. August 1740 zum Kardinaldekan gewählt. Der neue Papst ernannte ihn noch am selben Tag zum Sekretär des Heiligen Offiziums. Beide Posten behielt er bis zu seinem Tod.

Tod[Bearbeiten]

Tommaso Ruffo starb 1753 mit fast 90 Jahren in Rom. Er wurde in der Kirche San Lorenzo in Damaso bestattet, an der er früher Kardinalpriester war. Sein Grab hatte er sich vorher selbst bauen lassen. Zu seiner Gemäldesammlung zählte das Portrait des Juan de Pareja von Velazquez.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tommaso Ruffo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgänger Amt Nachfolger
Pietro Ottoboni Kardinaldekan
1740-1753
Pietro Luigi Carafa