Treibanker

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Ancre flottante.jpg

Treibanker sollen die Abdrift- oder die Vorwärtsbewegung eines Schiffes verringern oder ein Wasserfahrzeug im Wind oder in der Strömung halten. Sie leisten Widerstand durch den Zug im Wasser ohne Grundberührung. Sie können aus einem schwimmenden größeren Gegenstand (z. B. einem an einem Seil befestigtem Fender) oder auch aus einem trichterförmigen Segeltuchsack (auch Lenzsack[1][2]) bestehen. In einem Notfall (z. B. ein Sturm) kann auch alles andere Schwimmfähige an einem Seil befestigt und als Treibanker eingesetzt werden, um das Schiff abzuwettern. Ein Treibanker hat nicht die Funktion eines regulären Ankers.

Verwendung in der Antike[Bearbeiten]

Bereits in der Antike wurden Treibanker benutzt. Nur durch ihre Nutzung als Antrieb konnten Schiffe damals vom Mittelmeer in den Atlantik die Straße von Gibraltar passieren.

Verwendung beim Canyoning[Bearbeiten]

Beim Canyoning wird ein Treibanker verwendet, um gefährliche Strömungen zu überwinden. Das durch den Anker gespannte Seil wird beim Abseilen als Führung verwendet, um zum Beispiel nicht vom Rückstrom eines Wasserfalls erfasst zu werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Meyers: Großes Konversations-Lexikon, 1905–1909: "Treibanker". Zeno.org. Abgerufen am 9. März 2014
  2. E. Ludwig: Taschenbuch für Schiffsingenieure und Seemaschinisten

Weblinks[Bearbeiten]