Triethylphosphat

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Strukturformel
Strukturformel von Triethylphosphat
Allgemeines
Name Triethylphosphat
Andere Namen
  • TEP
  • Phosphorsäuretriethylester
Summenformel C6H15O4P
CAS-Nummer 78-40-0
PubChem 6535
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit mit fruchtigem Geruch[1]

Eigenschaften
Molare Masse 182,16 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

1,07 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

−57 °C[1]

Siedepunkt

215 °C[1]

Dampfdruck

20 Pa (20 °C)[1]

Löslichkeit
  • hydrolysiert langsam in Wasser (500 g·l−1 bei 25 °C)[1][2]
  • löslich in den meisten organischen Lösungsmitteln[3]
Brechungsindex

1,4053 (20 °C, 589 nm)[4]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [5]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 302
P: 264​‐​270​‐​301+312​‐​330​‐​501 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [6] aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [5]
Gesundheitsschädlich
Gesundheits-
schädlich
(Xn)
R- und S-Sätze R: 22
S: (2)​‐​25
Toxikologische Daten

1170 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Triethylphosphat ist eine organische Verbindung aus der Gruppe der Phosphorsäureester und bildet unter Normbedingungen eine farblose Flüssigkeit.

Geschichte[Bearbeiten]

Triethylphosphat wurde zuerst von dem französischen Chemiker Jean Louis Lassaigne Anfang des 18. Jahrhunderts untersucht.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Triethylphosphat kann durch Reaktion von Phosphoroxychlorid mit Ethanol gewonnen werden.[7]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Triethylphosphat ist eine farblose Flüssigkeit mit fruchtigem Geruch, die sich bei Temperaturen oberhalb von 200 °C zersetzt, wobei Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Phosphoroxide und Phosphin entstehen. Die Dämpfe von Triethylphosphat sind 6,29 mal so schwer wie Luft.[1]

Verwendung[Bearbeiten]

Triethylphosphat wird vor allem bei der Ketensynthese und in der Kunststoffindustrie eingesetzt, z. B. als Katalysator. Es dient auch in Kunststoffen wie Celluloseacetat, Polyurethanen und Polyestern und bei der Herstellung von Pharmazeutika, Agrarchemikalien, Schmierölen und Lacken als Flammschutzmittel, Weichmacher, Lösungsmittel oder auch als Träger für einzuarbeitende Additive.

Sicherheitshinweise[Bearbeiten]

Triethylphosphatdämpfe können mit Luft explosive Gemische (Flammpunkt 116 °C, Zündtemperatur 454 °C) bilden.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j Eintrag zu CAS-Nr. 78-40-0 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 12.09.2007 (JavaScript erforderlich)
  2. Datenblatt Triethylphosphat bei Merck, abgerufen am 23. September 2010.
  3. Triethylphosphat (BG RCI) (PDF; 164 kB)
  4. David R. Lide: CRC Handbook of Chemistry and Physics. 85. Auflage, 2005, CRC Press, Kap. 3, S. 546.
  5. a b Eintrag aus der CLP-Verordnung zu CAS-Nr. 78-40-0 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA (JavaScript erforderlich)
  6. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  7. Preparation of triethyl phosphate