Tuatapere

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Tuatapere
Tuatapere (Neuseeland)
Tuatapere
Koordinaten 46° 8′ S, 167° 41′ O-46.133333333333167.68333333333Koordinaten: 46° 8′ S, 167° 41′ O
Einwohner 579 (2006)
Region Southland
Distrikt Southland-Distrikt

Tuatapere ist eine kleine Landgemeinde auf der der Südinsel Neuseelands, 8 km von der Südküste der Insel entfernt gelegen. Der Waiau River fließt durch den Ort und mündet dann in der Te Waewae Bay in die Foveaux-Straße. Der Ort erlebte in den letzten Jahren einen deutlichen Bevölkerungsrückgang: hatte er 1996 noch 741 ständige Bewohner, waren es 2001 noch 681 und 2006 nur noch 579 Einwohner. [1]

Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind Forstwirtschaft und Landwirtschaft. Beim Zenus 2001 waren 24,2 % der Einwohner in der Landwirtschaft beschäftigt.

Tuatapere hat ein Holzfällermuseum. In seiner Nähe liegt das größte Viadukt der Südhalbkugel. Der Ort ist ein Zwischenstop auf der Tourismusroute Southern Scenic Route von Invercargill nach Te Anau. Es werden unter anderem "weltbekannte" Würstchen angeboten, wegen derer sich Tuatapere als "Würstchenhauptstadt" Neuseelands ansieht. Die Blue Cliffs und der Hump Ridge Track sind weitere Sehenswürdigkeiten.

Railway[Bearbeiten]

Am 1. Oktober 1909 wurde eine Nebenbahn von Invercargill nach Tuatapere, der Tuatapere Branch, eröffnet. Eine Erweiterung bis nach Orawia wurde am 20. Oktober 1925 in Betrieb genommen und ein Lokdepot in der Stadt eingerichtet. Dieses wurde als Basis für den Betrieb der Strecke benutzt, so dass es de facto zwei Teilstrecken gab: eine von Invercargill nach Tuatapere und eine von Tuatapere nach Orawia. Bis 1968 wurden alle Züge von Dampflokomotiven gezogen. Im Juni 1968 wurde auf Dieselbetrieb umgestellt und das Lokdepot daraufhin geschlossen. Am 1. Oktober 1970 wurde die Linie wegen zu geringem Frachtaufkommen bis Tuatapere gekürzt und am 30. Juli 1976 auch der Abschnitt zwischen Riverton und Tuatapere geschlossen. Einige Reste der Eisenbahn in Tuatapere wurden erhalten, darunter Bauwerke auf dem Bahnhofsgebiet wie der Bahnhof und ein Lagerschuppen.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Statistics New Zealand