Turlough

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gleichnamigen Ort im County Mayo siehe Turlough (Mayo).
Skealoughan Turlough, County Mayo, Ireland, im Winter
Skealoughan Turlough, County Mayo, Ireland, im Sommer

Turloughs (von irisch turlach) werden auch winter lakes (Winterseen) genannt und sind temporäre Karstseen im Westen Irlands, vor allem im Gebiet des Burren im County Clare, die aufgrund ihrer Einzigartigkeit und ihrer spezifischen Lebensgemeinschaften von der FFH-Richtlinie geschützt werden.

Beschreibung[Bearbeiten]

Im Winter, wenn der Grundwasserspiegel allgemein steigt, oder nach Starkregenfällen werden die scheinbar trockenliegenden Vertiefungen zu echten Seen. Statt des ständigen, aber unterirdischen Wasserspiegels ist nun ein temporär sichtbarer Wasserspiegel vorhanden. Die weiße, papierartige Substanz, die man nur sieht, wenn der Turlough trocken ist, besteht aus Algen. In Turloughs, besonders um den Ort Carran, wo Findlinge der Gletscher im Turlough liegen, sind auch Spuren von schwarzem Moos zu sehen und die weißen Papieralgen auf der Steinoberfläche sind dadurch weithin sichtbar. Turloughs finden sich auch in den Kalksteingebieten im County Galway, im County Mayo und im County Roscommon. Durch Entwässerungsmaßnahmen, die bereits im 19. Jahrhundert begannen, ging die Anzahl dieser kurzlebigen, aber regelmäßig wiederkehrenden Biotope bereits um mindestens ein Drittel zurück.

Dieser stetige Wechsel hat beispielsweise beim Kriechenden Hahnenfuß (Ranunculus repens) spezielle Anpassungen seiner Blätter an diese nur aus Irland bekannten Standorte hervorgebracht. So weist diese Pflanze unter Wasser eine weit intensivere Photosyntheseleistung auf als die Unterwasserorgane anderer Pflanzen.

Typische Pflanzenarten des Turloughs sind außerdem das Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis), Wasserminze (Mentha aquatica) und Braun-Seggen (Carex nigra)

Literatur[Bearbeiten]

  • zur Geologie: Coxon, C. and Coxon, P. (2005) Site 2.4. Turloughs in south-east Mayo: Quaternary deposits and palaeohydrological implications. In Coxon, P. (ed.), The Quaternary of Central Western Ireland: Field Guide, Quaternary Research Association, London. pp 101-111.

Weblinks[Bearbeiten]