Burren

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen werden unter Burren (Begriffsklärung) aufgeführt.

Der Burren [ˈbʌɹən] (von ir. An Bhoireann [ən̪ˠ ˈwɛɾʲən̪ˠ], „steiniger Ort“) ist eine einzigartige Karstlandschaft im Nordwesten des County Clare in Irland. Vergleichbare Landschaften sind die Alvars auf der schwedischen Insel Öland, die Bruce-Halbinsel in Ontario (Kanada) und verschiedene Gebiete südlich der Großen Seen. Der Burren und das Gebiet um die Corcomroe Abbey waren geschichtlich ursprünglich eigene Baronien, die den Clans der O’Conners und O’Loughlins unterstanden.

Burren-Panorama
Burren-Panorama

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beschreibung

Poulnabrone-Dolmen in der Kalksteinlandschaft des Burren
Poulnabrone-Dolmen in der Kalksteinlandschaft des Burren
Frühchristlicher Schrein neben dem Temple Cronan
Frühchristlicher Schrein neben dem Temple Cronan
Blick in den Burren
Blick in den Burren
Typischer Burren
Typischer Burren

Das Kalksteingebiet ist ca. 300 km² groß und wird streng genommen von den Orten Ballyvaughan und Kilfenora begrenzt. In etwa dazugehörig ist ein größerer Bereich, den die Orte Corrofin und Lisdoonvarna im Süden und Kinvarra im Nordosten begrenzen. Die Aran Islands sind geologisch die Fortsetzung des Burren in der Bucht von Galway.

Die Oberfläche des Burren ist, abgesehen von Caher Valley, durch knietiefe Karren in rechteckige Felder gegliedert. Sie wurden durch Oberflächenwasser gebildet, das sich auch heute noch nach stärkeren Regenfällen in sogenannten Turloughs sammelt. Auch horizontal haben sich die Platten durch Klüftung voneinander getrennt. Läuft man über das Plateau, so klackt etwa jede 25. Platte, weil sie sich von ihrer Auflage gelöst hat. Die losen Kalksteinplatten haben Stärken zwischen 15 und 25 cm und wurden gern beim Bau der älteren Steindenkmäler verwendet. Südlich von Ballyvaughan kann man die TropfsteinhöhleAillwee Cave“ (Bärenhöhle) besichtigen. Das Besucherzentrum ist in die Landschaft integriert.

Der Eroberer Oliver Cromwell charakterisierte den Burren treffend: „Kein Baum, an dem man einen Mann aufhängen, kein Tümpel, worin man ihn ersäufen, keine Erde in der man ihn verscharren könnte“.

Der Burren ist eine zum Teil bizarre Wanderlandschaft und ein archäologisch reiches Areal. Er beherbergt eine Anzahl Klosterruinen und eine Vielzahl "heiliger Quellen" und Höhlen. Hier konzentrieren sich viele Duns, oder Ringforts, darunter Ballyallab, Cahermore, das gut restaurierte Caherconnell, das dreifach umwallte Hillfort Cahercommaun und Cahermacnaghten, wo die irischen Brehon Laws (Richtergesetze) aufgezeichnet wurden. Ruinen von Castles (Leamaneh, Newtown), alten Kirchen (Carran Church, Temple Cronan), Corcomroe Abbey und die Keltenkreuze und die Kathedrale von Kilfenora liegen ebenso im Burren wie die Dolmen bzw. Wedge tombs von Baur, Gleninsheen, Parknabinnia und Poulaphuca. Die Dolmen liegen auf einer von Dolinen und Karren gegliederten nackten Steinoberfläche. Der bekannteste ist der weltbekannte Poulnabrone Dolmen.

1991 wurde in einem Teil des Burren ein Nationalpark eingerichtet.

[Bearbeiten] Geschichte

Die Geschichte des Burren wurde von den Königen, den Clans und ab dem 12. Jahrhundert auch von der Kirche bestimmt. König Donal Mor O'Brien gründete 1182 die Abbey Corcomroe oder Saint Mary of the Fertile Rock, auch "Abbey of Burren" genannt. Mehrere Schlachten ab dem Jahr 1000, zumeist auf der einen Seite die O`Brien (die Nachfahren Brian Borus), wurden bei Corcomroe geschlagen. Es beginnt jedoch gemäß den Annals of the Four Masters bereits mit der Schlacht im Jahre 703 n. Chr., in der Ceiloichair, der Sohn Comans, fiel. In den Jahren 1027, 1055 und 1088 überfielen die O`Briens und die O´Conners den Burren. Im Jahre 1267, so berichten die Annalen von Innisfallen, fiel hier Conor na Siudaine O`Brien und wurde in Corcomroe bestattet. Trotz Unterstützung durch die O'Dea und die O'Hehir unterlag er Conor Carrach O'Loughlin und seinen Verbündeten. 1317 fand die letzte Schlacht eines O`Brien im Burren statt. Donogh und die meisten seines Clans fielen gegen die Normannen, die das Königreich Thomond (das sich im restlichen Co. Clare und Teilen von Kerry, Limerick, Offaly und Tipperary etabliert hatte) weitgehend eroberten.


[Bearbeiten] Flora

Kalke und Dolomite stehen an der Oberfläche an. Es gibt kaum Bäume, die spärliche Vegetation besteht hauptsächlich aus Gräsern, Kräutern, Moosen und Flechten. Im Burren finden sich viele mediterrane, alpine und sogar arktische Pflanzen, die man sonst nur selten vergesellschaftet und ansonsten nirgendwo in Irland findet. Beispiele sind:

und die Orchideenarten

[Bearbeiten] Fauna

Neben einer artenreichen Flora gibt es im Burren auch viele Tierarten. Allein 28 Schmetterlingsarten, darunter auch Perlmutterfalter, wurden gezählt. Auch Vögel sind zahlreich vertreten. Neben Lerche, Kuckuck und Nebelkrähe nisten in den Küstenregionen vor allem Seevögel wie Tordalken, Trottellummen und Papageitaucher. Selten hingegen sind im Burren-Gebiet Säugetiere - am häufigsten sieht man noch Wildziegen und irische Hasen; seltener Dachs, Fuchs und Wiesel.

[Bearbeiten] Weblinks

Wiktionary
 Wiktionary: Burren – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
Commons
 Commons: Burren – Bilder, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 53° 3′ n. Br., 9° 6′ w. L

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