Tuskegee-Syphilis-Studie

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Untersuchung im Rahmen der Tuskegee-Syphilis-Studie

Die Tuskegee-Syphilis-Studie wurde von 1932 bis 1972 in der Gegend von Tuskegee, Alabama durchgeführt. In dieser Studie wurden die Folgen unbehandelter Syphilis, einer häufig chronisch verlaufenden Geschlechtskrankheit, beim Menschen untersucht. 399 afro-amerikanische sharecroppers – eine Art von Land-Pächtern – wurden im Rahmen der Studie untersucht. Darunter befanden sich auch 200 Personen ohne Syphilis als Kontrollgruppe. Die Versuchspersonen waren zum großen Teil arm und konnten weder lesen noch schreiben.

Diese Studie erlangte Berühmtheit für die menschenverachtende Durchführung: Der Zweck der Studie war, den natürlichen Verlauf der Syphilis-Erkrankung zu beobachten. Die Studie wurde nicht abgebrochen, als wirksame Syphilis-Medikamente erhältlich waren. Die Versuchsteilnehmer hatten keine Gelegenheit zu einer informierten Einwilligung. Sie wurden auch nicht über eine Syphilis-Diagnose unterrichtet. Man sagte ihnen stattdessen, dass sie „schlechtes Blut“ hätten (engl. bad blood), und dass sie eine kostenlose Behandlung bekämen. Ebenso würden sie kostenlose Fahrten zur Klinik, eine warme Mahlzeit täglich und im Todesfall $50 für die Beerdigung erhalten.

Bei einer weiteren Studie in Guatemala von 1946 bis 1948 wurden Gefangene, Soldaten und Geisteskranke mit Syphilis infiziert. Es sollte dabei untersucht werden, ob Penicillin Syphilis heilen kann.[1]

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Obama entschuldigt sich für Syphilis-Versuche. Spiegel online, 2. Oktober 2010

[Bearbeiten] Weblinks

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