United States Navy Fighter Weapons School

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Eine F-14, für Top Gun in iranischer Farbgebung

Die United States Navy Fighter Weapons School, besser bekannt als Top Gun, ist die Elite-Jagdflugschule der United States Navy und war bis 1996 auf der ehemaligen Naval Air Station Miramar in Miramar, Kalifornien beheimatet.

Top Gun wurde am 3. März 1969 gegründet, um Piloten Lufttaktik beizubringen und damit den relativ schlechten Leistungen der Jagdflieger im Vietnamkrieg zu begegnen. Dabei wurde erstmals das so genannte dissimilar training eingeführt, bei dem die amerikanischen Piloten nicht wie üblich gegen ein Flugzeug des Typs kämpften, das sie selbst flogen, sondern gegen kleinere Flugzeuge, wie die Sowjetunion sie betrieb. Die Besatzungen der F-4 Phantom II kämpften bei Top Gun gegen A-4 Skyhawk (die Unterschallflugzeuge simulierte) und die F-5E Tiger II, die Überschallgegner mimte. Der erste Kommandant von Top Gun war Ron „Mug“ McKeown.

In den 1970er und 1980er Jahren wurde die F-4 durch die F-14 Tomcat und die F/A-18 Hornet ersetzt, so dass auch die Gegner durch moderne Maschinen ausgetauscht wurden. Unter anderem wurde die BAE Hawk und die F-16 Fighting Falcon eingesetzt. Ebenso wurde nun auch die F-14 als Feind eingesetzt, da sie einerseits vom Iran geflogen wurde, aber auch der Su-27 Flanker recht ähnlich war.

In den 1990er Jahren wurde Top Gun zusätzlich auf Bodenangriffe ausgerichtet, um der Multi-Mission-Rolle der Trägerflugzeuge gerecht zu werden. 1996 wurde Top Gun in das Naval Strike and Air Warfare Center eingegliedert und auf die Naval Air Station Fallon nach Nevada verlegt.

Bekannt wurde Top Gun vor allem durch den gleichnamigen Film mit Tom Cruise.