Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin

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Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin
Freie Universitaet Berlin - Universitaetsbibliothek - Eingang Garystrasse.jpg

Universitätsbibliothek mit Henry-Ford-Bau (Audimax) im Hintergrund

Gründung 1952
Bestand ca. 2.500.000
Bibliothekstyp Hochschulbibliothek
Koordinaten 52° 26′ 53″ N, 13° 16′ 39″ O52.44809913.277458Koordinaten: 52° 26′ 53″ N, 13° 16′ 39″ O
Ort Berlin
Bibliothekssigel Freie Universität Berlin, UniversitätsbibliothekVorlage:Infobox Bibliothek/Wartung/Sigel
ISIL
DE-188 (Freie Universität Berlin, Universitätsbibliothek)
Leitung Jiří Kende
Website www.ub.fu-berlin.de

Die Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin (UB) im Berliner Ortsteil Dahlem gehört zu den zentralen Einrichtungen der Freien Universität Berlin (FU Berlin). Sie bildet zusammen mit den etwa 30 Fachbibliotheken ein kooperatives Bibliothekssystem, das über einen Gesamtbestand von acht Millionen Medieneinheiten verfügt. Als wissenschaftliche Universalbibliothek stellt sie Literatur für Forschung, Lehre und Studium bereit. Die Nutzung der Bibliothek und sämtlicher Dienste stehen allen Wissenschaftlern, Studierenden und interessierten Bürgern offen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Universitätsbibliothek wurde am 1. März 1952 gegründet.[1] Der Gründungsdirektor und langjährige Leiter der Bibliothek war der Germanist Wieland Schmidt.

1954 erhielt die Bibliothek ein eigenes Gebäude (Architekten: Franz Heinrich Sobotka und Gustav Müller).[1] Die Baukosten für das auf Beschluss des Akademischen Senats „Henry-Ford-Bau“ genannte Gebäude und für die mit ihm verbundene Universitätsbibliothek wurden von der US-amerikanischen Ford Foundation getragen.

Nach schwierigen Anfangsjahren mit geringem Erwerbungsetat konnte aufgrund der Empfehlungen des Wissenschaftsrats der Bestand der Universitätsbibliothek stärker ausgebaut werden. Von 1965 bis Ende 1994 hatte die UB zudem die Funktion einer Pflichtexemplarbibliothek für in West-Berlin erschienene Publikationen. 1967 wurde mit Hilfe der Stiftung Volkswagenwerk eine Lehrbuchsammlung eingerichtet, in der bereits 1973 ein erstes elektronisches Ausleihsystem eingesetzt wurde. 1976 wurde ein zweiter Magazinturm fertiggestellt, der den stetig wachsenden Bestand aufzunehmen hatte. 1999 verabschiedete der Akademische Senat eine neue Bibliotheksordnung, in der das Bibliothekswesen der Hochschule im Sinne einer „zentralisierten Dezentralisation auf mittlerer Ebene“ umgestaltet wurde und die Aufgabenbereiche der Universitätsbibliothek neu festgelegt wurden. Eine der Hauptaufgaben der Universitätsbibliothek heute ist die Bereitstellung von elektronischen Medien.

Eine weitere Hauptaufgabe der UB ist die Bereitstellung und Betreuung des Bibliotheksinformationssystems ALEPH sowie der Digitalen Bibliothek und des Bibliotheksportals Primo für das gesamte Bibliothekssystem. Über Primo wird den Nutzerinnen und Nutzern Zugriff auf einen Megaindex mit über 400 Mio. Titeln extern gehosteter akademischer Forschungsliteratur ermöglicht.

Bestände[Bearbeiten]

Die Universitätsbibliothek ist die zentrale Ausleihbibliothek der Freien Universität Berlin. Von insgesamt über acht Millionen Medieneinheiten an der FU Berlin befinden sich etwa 2,5 Mio. Medien in der Universitätsbibliothek. Es handelt sich um Literatur aller Wissenschaftsdisziplinen.

Das Angebot der UB an elektronischen Medien umfasst über 30.000 E-Zeitschriften, 460.000 E-Books (inkl. DFG-Nationallizenzen) und 1.400 Datenbanken. Deren Anschaffung wird überwiegend hochschulübergreifend über das Friedrich-Althoff-Konsortium (FAK) organisiert.

Ein besonderer Sammelschwerpunkt war und ist die Literatur zur Sozialismusforschung. Den Grundstock hierfür bildet die Spezialsammlung des schlesischen Industriellen und Sozialdemokraten Max Stein (1871–1952), die sogenannte „Bibliothek Stein“.

Die Bibliothek hat den Status einer „United Nations Depository Library“ (seit 1956) und eines Europäischen Dokumentationszentrums (seit 1963) und sammelt die Veröffentlichungen und Dokumente der Vereinten Nationen und der Europäischen Union / Europäischen Gemeinschaft.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Geschichte im Überblick bei www.ub.fu-berlin.de (abgerufen am 7. Mai 2012).