Unschooling

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Unschooling ist eine Form des Informellen Lernens. Der Begriff wurde von John Caldwell Holt geprägt.

Hintergrund[Bearbeiten]

„Unschooling“ bezeichnet ein vom Kind geleitetes Lernen im „normalen“ Wohn- und Lebensumfeld, ohne den Versuch, die traditionelle Schule und ihre Lehrpläne zu Hause nachzuahmen. Es gibt daher keinen geplanten Unterricht oder bestimmte Zeiten am Tag, für die schulähnliche Aktivitäten vorgeschrieben sind. Themen werden behandelt, wenn das Interesse des Kindes es verlangt. Die Eltern – oder die Personen, mit denen das Kind zusammenlebt – sind weniger Lehrer als Unterstützer und Begleiter der Lernprozesse.

Befürworter des Unschooling argumentieren auf verschiedene Weise. Einige bemängeln die Ineffizienz des Lernens an einer Schule. Andere vertreten die Ansicht, dass es unzulässig sei, Kinder bzw. junge Menschen zu Dingen zu zwingen, die sie nicht wollen. Kinder hätten die gleichen Menschenrechte wie Erwachsene.

Kritiker halten dem entgegen, dass beim Unschooling kein Bildungsniveau sichergestellt werden kann. Solche Kinder hätten zu wenig Sozialkontakte und seien auf das spätere Berufsleben nicht hinreichend vorbereitet.

In Deutschland ist Unschooling wegen der in allen Bundesländern geltenden Schulpflicht schwierig. In allen englischsprachigen und vielen weiteren Ländern der westlichen Hemisphäre wie der Schweiz und Österreich ist zumindest Hausunterricht (Homeschooling) zulässig.

Literatur[Bearbeiten]

  • Olivier Keller: Denn mein Leben ist Lernen. Arbor, Freiburg 1999, ISBN 3-924195-44-7.
  • Stefanie Mohsennia: Schulfrei: Vom Lernen ohne Grenzen, 2. aktualisierte Aufl., Anahita-Verlag, Königslutter 2010, ISBN 978-3-937797-12-0.
  • Dagmar Neubronner: Die Freilerner, Genius, 2008, ISBN 978-3-934719-34-7
  • André Stern: …und ich war nie in der Schule: Geschichte eines glücklichen Kindes. ZS Verlag, 2009, ISBN 978-3-898832-28-1 .
  • Bertrand Stern: Schluß mit Schule! - das Menschenrecht, sich frei zu bilden. tologo, Leipzig 2006, ISBN 3-9810444-5-2.
  • Alan Thomas: Bildung zu Hause: Eine sinnvolle Alternative. tologo, 2007, ISBN 978-3-940596-00-0.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]