Unter Haien in Hollywood

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Filmdaten
Deutscher Titel Unter Haien in Hollywood
Originaltitel Swimming with Sharks
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1994
Länge 89 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie George Huang
Drehbuch George Huang
Produktion Steve Alexander,
Buzz Hays,
Joanne Moore,
Kevin Spacey
Musik Tom Hiel
Kamera Steven Finestone
Schnitt Ed Marx
Besetzung

Unter Haien in Hollywood (Originaltitel: Swimming with Sharks) ist eine US-amerikanische Tragikomödie von George Huang aus dem Jahr 1994. Die Hauptrollen übernahmen Kevin Spacey, Frank Whaley und Michelle Forbes.

Der Film ist auch unter den Verweistiteln The Buddy Factor – Unter Haien in Hollywood und The Hollywood Factor bekannt.

Handlung[Bearbeiten]

Der einflussreiche Filmproduzent Buddy Ackerman stellt den jungen Filmhochschul-Absolventen Guy als seinen Assistenten ein. Guy sieht zunächst nur die guten Seiten der neuen Tätigkeit und erhofft sich eine Karriere im Filmgeschäft. Trotz der Warnungen von Ackermans bisherigem Assistenten Rex ist Guy anfangs überaus optimistisch.

Ackerman stellt sich jedoch schnell als sadistischer Vorgesetzter heraus. Er behandelt Guy wie einen Sklaven, gibt ihm sinnlose und übermäßig umfangreiche Aufgaben und lässt keine Gelegenheit aus, ihn auch vor dem Team zu demütigen. Bei der Arbeit lernt Guy die Produzentin Dawn Lockard kennen und verliebt sich in sie. Die Beziehung leidet jedoch darunter, dass Guy zuviel arbeitet und auch an freien Tagen ständig Aufgaben für Ackerman übernimmt.

Ackerman feuert Guy nach einem Jahr während eines Telefonats. Da Ackerman in einer Konferenzschaltung auch mit Lockard telefoniert, erfährt Guy zudem, dass diese seinen verhassten Vorgesetzten noch in der Nacht besuchen will. Daraufhin schleicht Guy sich in Ackermans Wohnung, wo er diesen als Geisel nimmt und foltert, um sich an ihm für alle Demütigungen zu rächen.

Ackerman offenbart in Gesprächen mit Guy auch seine Schwächen. Er hat noch immer mit dem Tod seiner Frau zu kämpfen und erzählt Guy, dass er selbst als Assistent auch von seinen Vorgesetzten gemobbt wurde. Ackerman findet Guys Wunsch nach einer schnellen Karriere befremdlich, dieser müsse sich Beförderungen erst verdienen. Zudem glaubt Ackerman, dass sich Guy nicht darüber im Klaren sei, was er eigentlich genau erreichen wolle.

Währenddessen kommt Dawn Lockard zu Ackermans Haus, wo sie diesen an einen Stuhl gefesselt und misshandelt vorfindet. Ackerman provoziert Guy; sofern er noch irgendwas im Filmgeschäft erreichen wolle, müsse er ihn jetzt sofort erschießen. Lockard versucht stattdessen, ihn vom Gegenteil zu überzeugen und die Waffe wegzulegen. Guy feuert einen Schuss ab.

Er hat jedoch nicht Ackerman erschossen, sondern Dawn Lockard. Die Polizei glaubt, dass Lockard Ackerman entführt und gefoltert hat. Guy wird stattdessen befördert und scheint nun ebenfalls ein harter Geschäftsmann geworden zu sein. In einem Telefonat teilt er einem ehemaligen Kommilitonen mit, dass er herausgefunden habe, was er wirklich will und dass es leicht sei, seinen Weg zu gehen, sobald man dies herausgefunden habe. Währenddessen steht Ackerman in der Tür und lächelt. Er ruft Guy dann zu einem Gespräch in sein Zimmer.

Kritik[Bearbeiten]

Roger Ebert sah in Unter Haien in Hollywood eine detaillierte Beschreibung der Filmbranche mit großartigem schwarzem Humor, aber auch einiger Verbitterung. Das Ende sei in der Logik der Geschichte zwar schlüssig, jedoch insgesamt nicht zufriedenstellend und hätte anders geschrieben werden müssen:

„Guy learns the biggest lesson of all from Buddy, and in the dark humor of that logic, the film finds its conclusion. ... His plot may be overwritten and the ending may be less than satisfying, but his eye and ear are right. In Hollywood, where power is the ultimate aphrodisiac, it is also the ultimate excuse for almost any conceivable behavior. Powerful executives, agents and stars behave the way they do - because they can. Huang finds great humor in that situation, and, unless I am mistaken, some quiet bitterness as well.“

Roger Ebert[1]

Auch James Berardinelli fand in der ersten Hälfte von Unter Haien in Hollywood einige großartige Szenen, die jedoch zur Mitte des Filmes immer weniger würden. Dem Drehbuch mangele es in der zweiten Hälfte an Schwung und Klarheit.

„Swimming with Sharks contains some tremendous scenes. Most of these are early in the film, before it takes its bleak detour. Certain comments about Hollywood are scathing, pointed, and hilarious. Unfortunately, there doesn't seem to be enough material here to satisfy a full length feature, and the movie, which starts with such promise, begins to drag around its midpoint. From then on, despite a few brief rallies, the script never regains its early momentum or clarity, and, by the closing credits, Swimming with Sharks is just treading water.“

James Berardinelli[2]

Das Lexikon des Internationalen Films hob besonders die satirisch überhöhten Einblicke in das Filmgeschäft hervor:

„Eine schwarze Komödie über den Hollywood-Betrieb, die - wenn auch satirische überhöhte - Einblicke in das Metier gewährt.“

Lexikon des Internationalen Films[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Swimming with Sharks bei rogerebert.suntimes.com, abgerufen am 2. November 2011
  2. Swimming with Sharks bei reelviews.net, abgerufen am 2. November 2011
  3. Unter Haien in Hollywood im Lexikon des Internationalen Films, abgerufen am 2. November 2011