Ursy

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Ursy
Wappen von Ursy
Staat: Schweiz
Kanton: Freiburg (FR)
Bezirk: Glanew
BFS-Nr.: 2102i1f3f4
Postleitzahl: 1670 Ursy
1675 Vauderens
1674 Vuarmarens
Koordinaten: 553713 / 16501046.6347296.834161704Koordinaten: 46° 38′ 5″ N, 6° 50′ 3″ O; CH1903: 553713 / 165010
Höhe: 704 m ü. M.
Fläche: 14.95 km²
Einwohner: 2564 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 172 Einw. pro km²
Website: www.ursy.ch
Ursy

Ursy

Karte
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Ursy ist eine politische Gemeinde im Bezirk Glane des Kantons Freiburg in der Schweiz. Mit Wirkung auf den 1. Januar 2001 wurden die vorher selbständigen Gemeinden Bionnens, Mossel und Vauderens mit der Gemeinde Ursy fusioniert und am 1. Januar 2012 wurden Esmonts, Vuarmarens und Morlens nach Ursy eingemeindet.

Geographie[Bearbeiten]

Ursy liegt auf 704 m ü. M., 9 km südwestlich des Bezirkshauptortes Romont und 5 km südöstlich von Moudon (Luftlinie). Das Dorf erstreckt auf einem Plateau östlich des Oberlaufs der Broye, am Südwestfuss des Signal d'Esmonts, im südwestlichen Freiburger Mittelland.

Die Fläche des 14.9 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des Molassehügellandes des Freiburger Mittellandes. Das Gebiet erstreckt sich vom Plateau von Ursy, das im Norden vom Bois du Mont (bis 823 m ü. M.) auf dem Signal d'Esmonts begrenzt ist, ostwärts über den Hang von Vauderens bis auf die angrenzenden Molassehöhen Le Meylan (866 m ü. M.) und La Crêta (872 m ü. M.). Südöstlich dieses Höhenzugs reicht der Gemeindeboden ins Quellgebiet der Glâne, in die Mulde von Invau und an den hier entspringenden Bach Maflon, dessen Wasser zusammen mit dem Flon zur Broye fliesst. Im Waldgebiet La Râpe östlich der Mulde von Invau wird mit 875 m ü. M. der höchste Punkt von Ursy erreicht. Der südlichste Teil des Gebietes wird von der Höhe von Mossel (820 m ü. M.) eingenommen. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 8 % auf Siedlungen, 24 % auf Wald und Gehölze und 68 % auf Landwirtschaft.

Zu Ursy gehören die Dörfer Esmonts (828 m ü. M.), Vauderens (757 m ü. M.) und Vuarmarens (783 m ü. M.), die Weiler Mossel (818 m ü. M.), Invau (805 m ü. M.) in der Mulde östlich der Höhe La Crêta, Fin de Vau (821 m ü. M.) am Südhang von La Crêta und Pré du Château (848 m ü. M.) nördlich des Meylan, Morlens (725 m ü. M.) sowie einige Hofsiedlungen und Einzelhöfe. Nachbargemeinden von Ursy sind Siviriez, Le Flon, Rue und Montet (Glâne) im Kanton Freiburg sowie Brenles und Chavannes-sur-Moudon im Kanton Waadt.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Mit 2564 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) gehört Ursy zu den mittelgrossen Gemeinden des Kantons Freiburg. Von den Bewohnern sind 91.5 % französischsprachig, 3.3 % portugiesischsprachig und 2.3 % sprechen Albanisch (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Ursy belief sich 1900 auf 1140 Einwohner (inklusive die heute eingemeindeten Ortschaften). Im Lauf des 20. Jahrhunderts pendelte sie zwischen 1000 und 1200 Personen. Erst seit ungefähr 1980 (1199 Einwohner) wurde ein deutliches Bevölkerungswachstum verzeichnet (insbesondere von Ursy, Vauderens und Vuarmarens).

Wirtschaft[Bearbeiten]

Ursy war bis Mitte des 20. Jahrhunderts eine vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägte Gemeinde. Noch heute haben die Milchwirtschaft, die Viehzucht und der Ackerbau einen gewissen Stellenwert in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Seit den 1950er Jahren haben sich in Ursy eine Reihe kleiner und mittlerer Unternehmen niedergelassen, welche die Wirtschaftsstruktur der Gemeinde erheblich veränderten. Der bedeutendste Betrieb in Ursy ist heute die Mifroma SA. Sie wurde 1964 gegründet, betreibt einen Käsekeller zur Veredlung von Greyerzer Käse und ist heute dem Detailhandelsunternehmen Migros angeschlossen. Im weiteren sind in der Gemeinde Unternehmen des Baugewerbes, der Nahrungsmittelindustrie, des Orgelbaus, mechanische Werkstätten und Architekturbüros vertreten. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf dank seiner attraktiven Lage auch zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die hauptsächlich in den Regionen Moudon und Oron-la-Ville arbeiten.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist verkehrstechnisch recht gut erschlossen. Sie liegt an der Hauptstrasse von Romont nach Moudon. Durch die Buslinie der Transports publics Fribourgeois, die von Romont via Ursy und Oron-la-Ville nach Palézieux-Gare verkehrt, ist Ursy an das Netz des öffentlichen Verkehrs angebunden. In Vauderens befindet sich der Bahnhof an der Eisenbahnlinie von Lausanne nach Freiburg, die am 4. September 1862 in Betrieb genommen wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte um 1160 unter dem Namen Ursei. Später erschienen die Bezeichnungen Urseio (1190), Ursez (1215) und Ursi (1235). Der Ortsname geht auf den gallorömischen Personennamen Ursius zurück.

Ursy gehörte im Mittelalter zur Herrschaft Rue und gelangte Mitte des 13. Jahrhunderts unter die Oberhoheit der Grafen von Savoyen. Als die Berner 1536 das Waadtland eroberten, kam das Dorf unter die Herrschaft von Freiburg und wurde der Vogtei Rue zugeordnet. Nach dem Zusammenbruch des Ancien régime (1798) gehörte Ursy während der Helvetik und der darauf folgenden Zeit zum Bezirk Rue und wurde 1848 in den Bezirk Glâne eingegliedert.

Im Rahmen der vom Kanton Freiburg seit 2000 geförderten Gemeindefusionen wurden die vorher selbständigen Gemeinden Bionnens, Vauderens und Mossel mit Wirkung auf den 1. Januar 2001 nach Ursy eingemeindet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche von Ursy wurde 1859 errichtet. Sie ist die Hauptkirche der Pfarrei Ursy-Morlens.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ursy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)